Reisereportage Frank Mueller Seychellen Nov/Dez 2009 - Mahe/La Digue/Praslin
Reisebericht Seychellen 2009
21.11.09 – 06.12.09
Mahé / La Digue / Praslin
Ausfluege zu Curieuse Island und zu St. Pierre
Viele Berichte und Postkartenbilder waren der Ausloeser um die Seychellen zu besuchen.
Dazu natuerlich noch eine kompetente Beraterin au s dem Reisebuero.
Der Wunsch, die Landschaft, die Tierwelt und die traumhaften Straende kennenzulernen, ging am 21.11.2009 in Erfuellung.
Und dies nur vorab, es ist noch schoener als auf den Postkarten oder in den Berichten zu sehen.
Uns ging es darum sich zu erholen und auch viel zu sehen. Party oder Animation war keinesfalls das was wir wollten. Ob es das also auch irgendwo auf den Inseln gibt, entzieht sich unserer Kenntnis.
Ich moechte hier auch nicht alle Einzelheiten ueber Hotels/Leute/Landschaft wiedergeben, sondern einfach unsere 14 Tage Revue passieren lassen mit vielleicht dem ein oder anderen Tipp fuer Euren Seychellenurlaub
Sicher ist auf alle Faelle dass wir wiederkommen werden.
Jede der 3 Inseln, auf denen wir untergebracht waren hatte Ihren Reiz. Und viele andere Inseln die wir leider in der Kuerze der Zeit nicht sehen konnten warten noch auf einen Besuch, sofern dies moeglich ist.
Ganz wichtig zu erwaehnen scheint mir, zu bedenken das wir zu Beginn der Regenzeit dort waren und nicht wie vielleicht viele anderen waehrend der Hauptferienzeiten.
Wir haben in der erwaehnten Reisezeit auch sehr viel Glueck mit dem Wetter gehabt. Lediglich der Abreisetag war verregnet. Alle anderen Regenschauer waren eher nicht erwaehnenswert und dienten der leichten Abkuehlung.
Eine Bekannte von uns war im September und ihr Urlaub muss wohl sehr regenreich gewesen sein
Den Anfang machten wir fuer 4 Tage auf Mahé im suedwestlichen Teil der Insel, in Baie Lazare, im Valmer Resort
Danach waren wir 3 Tage in La Digue (unser persoenlicher Favorit), im Guesthouse Calou. Weitere 7 Tage auf Praslin im Hotel Castello Beach.
Die Inseln liefen wir jeweils mit Faehren an die regelmaessig verkehren. Eine schnellere Transportart waeren auch die Flugzeuge die zwischen den Inseln verkehren. Natuerlich nicht zwischen allen Inseln.
Menschenleere und natuerlich auch mehr besuchte Straende gibt es en masse. Traumhaft waren viele davon welche wir besucht haben und das waren einige. Manche, wie z.b. Anse Cocos auf La Digue waren nur schwerlich zu erreichen, mit dem Fahrrad bis zur Grand Anse und danach auf Trampelpfaden weiter durch Dickicht und ueber Berge.
Belohnt wurde man in jedem Fall mit herrlichem Wasser, schoenen Landschaften und Ruhe.
Es gibt auch Straende welche nur mit dem Boot, oder man ist geschickt im Umgang mit der Machete, zu erreichen sind. Von denen haben wir aber nur gehoert.
Wissenswertes: (Hier einige Infos zu Begebenheiten welche durchaus wichtig sein koennen fuer einen schoenen Urlaub)
Gezeiten: z.b. am Baccardistrand waere es schade wenn ihr Ebbe haettet. Gezeitenbuecher sollten in vielen Unterkuenften ausliegen. Fragt danach. Selbst ein Schnorchelausflug an einem von euch besuchten Strand waere interessanter wenn vielleicht 30cm mehr Wasser zwischen euch und den Korallen waeren.
Essen und Trinken: Fastfood (Takeaways - Keine Kings oder Donalds) Restaurants gibt es auch in kleineren Siedlungen. Gutes Essen zu sehr guenstigen Preisen. (umgerechnet 3-4 € fuer eine reichliche Schale Reis mit Huehnchen, Fisch, …).
Die Hotels oder Restaurants koennen vergleichsweise teuer sein. Wir haben auch schon ca. 20 € fuer eine Portion Spaghetti Bolognese bezahlt.
Kleine Supermaerkte mit dem noetigsten gibt es ueberall. Nach Maerkten mit frischen Fischen/Obst/Gemuese sollte man sich erkundigen, da diese nicht immer offensichtlich an der Hauptstrasse liegen muessen und auch nicht jeden Tag geoeffnet haben.
Es gilt natuerlich wie ueberall, wo Einheimische einkaufen oder Essen kann man guten Gewissens hingehen.
Schnorcheln: Wie auch hier ist durch El Nino die Unterwasserwelt sehr in Mitleidenschaft gezogen worden. Vielerorts sieht es unter Wasser sehr trist, in dem Falle grau, aus. Fische gibt es trotzdem viele schoene zu sehen. Lohnt sich an bestimmten Stellen auf alle Faelle.
Informationen: Sucht das Gespraech mit Einheimischen (nicht unbedingt diejenigen die euch etwas verkaufen wollen) und mit anderen Urlaubern. Fragt was sie schon gemacht haben oder wo es sich lohnt etwas zu besuchen. Aber auch hier gibt es zu beachten das jede Aussage sehr subjektiv sein kann.
Wir haben einige Leute kennengelernt, welche gar nicht oder nur selten aus Ihren Hotels herausgekommen sind und dann wohl nach Hause fahren die Seychellen als schoensten Ort der Welt oder als nicht sehenswert abtun.
Fortbewegung: ein MUSS ist auf alle Faelle den oeffentlichen Bus zu benutzen, sofern ihr auf einer Insel seid die Busse haben, wie Mahe oder Praslin. Fuer 0,50 € koennt ihr einmal quer ueber die Insel fahren. Von A nach B. Am besten die 7 Rupie immer passend dabei haben. Bezahlt wird direkt beim Busfahrer am Einstieg. Geld ab 50 Rupie wird meistens nicht angenommen.
Die Busse koennen schon mal vollbesetzt sein und die Fahrten sind manchmal auch sehr abenteuerlich und nichts fuer schwache Nerven *g*.
Fuer Haltewuensch gibt es meistens Knoepfe an der Decke oder neben an den Fensterrahmen.
Auch wenn man ganz hinten sein sollte ist es kein Problem herauszukommen.
Fahrraeder gibt es ueberall zu mieten. Macht eine Probefahrt vorher ob die Bremsen gehen und die Gangschaltung. Finde ich persoenlich ziemlich wichtig bei Steigungen (Gangschaltung) und starkem Gefaelle (Bremsen). Ein Schloss sollte auch dabei sein.
Wenn ihr wie auf La Digue zum Aussichtspunkt Belle Vue wollt, von dem aus man einen herrlichen Ausblick ueber den einen Teil der Insel hat sowie die gegenueberliegenden Inseln, koennt ihr soweit wie moeglich mit dem Rad fahren und dann das Rad abstellen und zu Fuss weitergehen. 30 % Steigung ist auch hier teilweise vorhanden. (ohne Witz).
Wandern oder laufen ist auch eine Art der Fortbewegung, hier sollte man aber auch das Ziel und den Weg kennen.
Nicht vergessen, egal wie ihr euch fortbewegt, immer ausreichend Fluessigkeit dabei haben
Wetter: Sonnenmilch Schutzfaktor 50 ist fuer den Anfang beileibe nicht uebertrieben aufgrund der Naehe zum Aequator. Alles andere waere fahrlaessig. Wir sind nicht empfindlich was Sonne betrifft. Wir selbst hatten nur 30 dabei was mir am 2ten Tag nach einer halben Stunde Spazierengehen in der Sonne einen guten Hummerteint verlieh. Und lieber eine Sonnenmilch und After-Sun mehr mitnehmen. Kann durchaus teuer werden je nach Oertlichkeit wenn man sich eindecken muss.
Also einschlafen in der prallen Sonne ist ein absolutes NoGo.
Schatten ist unter Umstaenden an den Straenden schwer zu finden. Auch bei wenig besuchten Straenden koennen die paar Schattenspendenden Palmen, Baeume oder Felsen schnell belegt sein.
Der Regen kann durchaus angenehm wirken sofern man danach auf noch hoehere Luftfeuchtigkeit steht. Wie gesagt was bei uns aber sehr selten der Fall war trotz Regenzeit.
Ein Hotelbesitzer hat uns noch erzaehlt das es durchaus sein kann das im hiesigen Winter um die Weihnachts- und Neujahrszeit es durchaus sein kann das Tage-, ja sogar Wochenlang keine Sonne zu sehen ist. Ich stelle mir das als sehr uncool vor, grad zu einer der teuersten Zeiten zu Weihnachten auf den Seychellen zu sein und keine Sonne zu sehen. Das nur als kleine interne Randinfo.
Leute: Durchweg freundlich und hilfsbereit. Grad in den weniger Touristisch besiedelten Gebieten wurde man von jedem vorbeigehenden begruesst. Auch passierte es haeufiger dass wir als „Geldbringer“ im Supermarkt vorgelassen, nicht vorgezogen, wurden.
Durch einige Gespraeche mit anderen Touris hoerten wir auch gegenteilige Meinungen was die Freundlichkeit der Einwohner oder Bediensteten betraf. Sagen wir mal so, wie es in den Wald hinein schallt, so schallt es auch heraus. Zumal die gleichen Leute die als unfreundlich dargestellt wurden uns gegenueber immer ein Laecheln entgegenbrachten. Einen schlechten Tag sei jedem hiermit aber auch mal gestattet.
Tiere
Spinnen: die Palmenspinnen koennen eine beachtliche Groesse erreichen. Ich selbst habe einen grossen Ekel vor Spinnen und musste mich daran erst gewoehnen das diese Tiere allgegenwaertig sind. Ich kann aber jedem Die Angst davor nehmen und nur raten trotzdem auf diese wunderschoenen Inseln zu fahren. Die Spinnen leben im Freien. In Haeusern usw. wurden nur ganz wenige gesichtet wie uns Einheimische erzaehlten. Ganz oft sieht man riesige Netze an Strommasten oder Oberleitungen sowie zwischen Baeumen und anderen Pflanzen. Darin sitzen sie dann und bewegen sich kaum. Problem kann sein wenn eifrige Gaertner die Hotelanlagen in Schuss halten und dabei die Netze zerstoeren und dann die Heimatlosen Krabbeltiere irgendwo auf Treppen oder vor den Tueren sitzen und wohl auf den Bus warten. Das ist dann der Augenblick um kurzzeitig die Fassung zu verlieren. *g*
Des Weiteren natuerlich die teilweise riesigen, zutraulichen Schildkroeten die es ueberall zu sehen gibt. In Parks oder auch auf Privatgelaenden.
Eine Vielfalt an Voegeln, welche manchmal aber nur durch Ausdauer und Geduld zu beaobachten sind.
Immer wieder schoen in den Abendstunden zu sehen, wie die Flughunde mit teilweise grossen Spannweiten grazioes umherfliegen.
Die Schlammspringer, ueberall zu finden wo es Felsen im Wasser gibt. Witzige Tierchen aber sehr scheu (wer kann es Ihnen verdenken)?!
Krebse aller Art; Geckos in den verschiedensten Farben; Eidechsen; Schnecken; ….
Weniger erfreulich sind Sandfliegen und anderes Stechgetier. Am besten geht man direkt zum oertlichen Doktor, z.b. in Praslin (Baie St. Anne) zu Dr. Wilkins. Da bekommt man fuer 100 Rupie eine Diagnose und die dazugehoerige Creme verpasst und die Heilung stellt sich schnell ein. Es gibt nicht ueberall Stechfliegen, wir wissen auch nicht genau wo ich mir diese eingefangen habe aber es gibt sie auf alle Faelle und jucken tut es auch.
Fotoausruestung: Wer wie ich ueberall den Foto dabei hat sollte sich auch eine feine Buerste zulegen um den Sand so schnell wie moeglich von der Kamera zu entfernen. Ein Stativ waere manchmal auch von Vorteil. Grad wenn es an Sonnenuntergaenge oder Bilder in difusem Licht oder mit grossem Objektiv zu Werke geht. Es lohnt sich auf alle Faelle Ueber Motivmangel kann niemand klagen. Es ist auch keine Kunst ueber 200 Bilder von Felsen im Wasser zu machen.
Waehrung: Am besten zahlt man mit einheimischer Waehrung, egal was in Reisefuehrern steht. Mit einheimischer Waehrung kann ein Eintritt in einen Park um die Haelfte guenstiger sein als mit Dollar. Euro ist auch guenstiger als US-Dollar.
Telefon: JEDER hat ein Handy auf den Inseln. Im tiefsten Dschungel werden sie Empfang haben wie bei uns nur direkt neben einem Telefonmast.
Internetcafés gibt es auch, wenn auch in manchen Gegenden spaerlicher.
Unterhaltung: Wenn sie Wert auf Animation und Unterhaltungsprogramm legen fragen sie im Reisebuero nach. Wir hatten keine und wollten auch keine.
Kleidung: Sofern nicht anders vom Hotel vorgegeben. T-Shirt; Shorts; Flip-Flop reichen vollkommen aus. Spart euch die Weste fuer kuehle Abende, die gibt es dort nicht. Und falls man doch was braucht holt man sich ein schoenes Leinenhemd und eine Leinenhose im Souvenirshop fuer 20 €.
Zusatzkleidung fuer Golfer; Taucher, 5-Sterne-Hotel-Bucher; Radfahrer; Wanderer und aehnliches nicht inbegriffen.
Sonstiges:
Seybrew Bier – schmeckt wie zu Hause.
Es kann durchaus auch mal zum Fruehstueck Dosenananas geben, obwohl es dort Ananas in Huelle und Fuelle gibt, aber angeblich ist die Ernte manchmal in dem Gelaende etwas schwierig. Wurde uns zumindest so erzaehlt.
Rueckflug von Mahe aus. Falls man mit der Faehre von einer anderen Insel kommt und sich nicht Stundenlang am Flughafen vor dem Abflug aufhalten moechte kann man noch ins Restaurant "Pirates Arms" gehen und kann nochmal einheimisches oder internatonales Essen geniessen.
Wo wir waren, bzw. was wir gemacht haben:
Mahê
Busfahrt ueber die Insel.
Straende Baie Lazare
Hauptstadt Victoria (Abwechslung nach all den Straenden)
mit einem uralten Piratenfriedhof
Botanischer Garten (naja)
Mit Praslin Express (Faehre) nach La Digue
La Digue auf alle Faelle mit Aussichtspunkt Belle Vue und Anse Cocos.
Nationaldenkmal L'Union Estate Plantage, mit u.a. historischem Siedlerhaus, Kopramühle, Schiffswerft, Schildkrötengehege
Spazieren gehen und Fahrrad fahren.
Straende Anse Patatran/Anse Severe/Grand Anse/Petite Anse/Anse Cocos
Faehre nach Praslin
Praslin
Mit dem Bus ueber die Insel
National Park Valee de Mai
Straende: Anse Georgette ueber Golfplatz angeradelt
Schnorcheln am Strand - Babyhaie gesehen
Anse Lazio; Anse Volbert; Cote D'Or
Wandern
Ausflug nach Curieuse Schildkroeten, Mangroven; Krebse usw.
Schnorcheln bei St. Pierre
Faehre nach Mahe
Sollte jemand noch weitere Infos wuenschen kann er uns gerne anschreiben. Ich bin gerne bereit Auskunft zu geben. Wir freuen usn auch immer wenn wir von anderen Informationen aus erster Hand erhalten.



Gunter Lehmann (nicht überprüft) sagte vor 2 Jahre 4 Wochen:
Hi!
kann mich dem Bericht nur anschließen,waren 2008 für 14 Tage auf La Digue ( enfach nur traumhaft),
in 14 Tagen sind wir dann '' wiederholungstäter''und freuen uns schon mächtig.
alles Gute wünscht G.
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