Madagaskar? Kenne ich ich nur aus dem Kino…
So ähnlich war meine Antwort, als Esther fragte, ob wir uns den Masoala Regenwald im Züricher Zoo ansehen wollen. Vielleicht war es der Kinofilm oder der Regenwald, wir wissen es nicht mehr genau, wie wir überhaupt auf das Thema Madagaskar kamen. Aber es hat uns interessiert und direkt zu Thorsten von TANALAHORIZON geführt und die Entscheidung mit Ihm zu reisen war eine der besten überhaupt...
Vorab sollte ich erwähnen, das ich schreibfaul bin und Esther hier nicht in der Community, deshalb kommt die Urfassung des Tagebuches eigentlich von Ihr, etwas umgeschrieben aus der Sicht von mir/uns ;-). Es ist viel Text, aber auch eine lange Reise gewesen, daher freuen wir uns über jede Kritik und jeden Tipp, wie ein Reisebericht für das nächste Mal noch besser geschrieben und hier veröffentlicht werden kann. Und nu viel Spaß...
Do, 17. September 2008 (1. Tag)
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Unsere Reise starteten wir beide von Stuttgart aus mit dem TGV nach Paris. Schon im Zug haben wir Markus getroffen, einen weiteren Reiseteilnehmer aus dem Schwabenländle, und uns so gleich besser kennen lernen können. Nach dem gemeinsamen „Zeittotschlagen“ am Pariser Flughafen, dies auch noch mit den zwei Österreichern Klaus und Heidrun, die am Morgen aus Wien angeflogen waren, hoben wir dann endlich gemeinsam mit dem Flieger mit Ziel Madagaskar ab. Alle waren wir sehr gespannt, was uns dort in den nächsten 20 Tagen erwarten würde.
Pünktlich um 5 Uhr morgens landeten wir am Flughafen Ivato in Antananarivo. Nach dem Visa- und Passprozedere wurden wir von Thorsten und Patrick, seinem Freund und „Chef-Tourguide“, empfangen. Die Stimmung war von Anfang an super und sehr entspannt. Wir fuhren erstmal in unsere Pension „Au Mirandav“, die nahe dem Flughafen liegt und eine schöne Gartenanlage mit Terrasse hat. Dort frühstückten wir in der Sonne nochmals (das Frühstück im Flugzeug gab es um 4 Uhr), unterhielten uns und warteten, bis der Rest der Gruppe, der schon seit 1-2 Wochen auf Madagaskar war, endlich wach wurde: Martin, Katja und Beppo.
Die „Neueingetroffenen“ durften dann noch etwas Schlaf nachholen, um wenigstens am Nachmittag fit zu sein. Nach dem sehr erholsamen Nickerchen und einer Dusche ging es dann nochmals an den Flughafen, um die Inlandsflüge zu kaufen. Nachdem dies mit viel „mora mora“ endlich geklappt hatte, fuhren wir gemeinsam auf die Croc-Farm, eine um eine Art madagassischen Mini-Zoo erweiterte Krokodilzuchtfarm. Die Croc-Farm war zum Fotografieren (-üben) allerdings gut geeignet und so recht interessant als Start unserer kommenden Fotoreise. Ausserdem gab es im zugehörigen Restaurant köstliche Gerichte mit Krokodilfleisch, welche sogar auch die einzige Vegetarierin Esther probierte und für „gut“ befand.
Später gingen wir alle gemeinsam noch Essen in eine Pizzeria. Die Stimmung war ziemlich lustig mit viel Bier und diversen „rhum arrangé“, beendet wurde der erste Abend mit einem Abschlussbier auf der Terrasse der Pension mit vielen unterhaltsamen Geschichten von Thorsten…
Fr, 18. September 2008 (2. Tag)
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Relativ gut ausgeschlafen gab es um etwa 8 Uhr Frühstück: Kaffee, Baguette und Marmelade – wie in Frankreich, nur dass das Baguette eher Gummi als Brot war, aber man kann ja nicht das selbe erwarten wie bei uns zuhause. Gegen 9 Uhr ging es dann mit vier Jeeps auf die 1. Etappe. Wir fuhren erst einmal quer durch die 2-Millionen-Einwohner-Stadt Antananarivo oder kurz „Tana“, das ist einfacher und auch besser auszusprechen. Auf einem ersten Fotostop teilte uns Thorsten mit, dass wir nun doch noch den rova (ehem. Königspalast der Merina) besichtigen könnten, da er sowieso auf dem Weg liege. Das machten wir dann auch, mit ausführlicher Führung. Der Teil der Gruppe, welcher ihn aus einer früheren Reise schon kannte, vertrieb sich die Zeit während dessen in einem kleinen gemütlichen Restaurant/Bar am Dorfeingang. Dort kehrten wir nach der Tour auch ein, auf ein Bier (normales THB oder ein THB „Fresh“ = fast alkoholfreies Radler) und Mittagessen, soweit man überhaupt Hunger hatte. Esther und ich genossen nur ein paar feine Kokoskekse.
Nach dem rova sollte es endlich weiter zur neuen Destination gehen. Unser Fahrer Mika erklärte uns auch wohin: Anjozorobe, ca. 90 km nordöstlich von Tana in den “Highlands”. Die Fahrt war immer mal wieder von Fotostops an sehenswerten Stellen unterbrochen und an einem dieser merkte Heidrun, dass sie die Videokamera im Restaurant vor dem rova hatte liegen lassen. Also fuhr dieser Jeep nochmals zurück, der Rest derweil weiter Richtung Tagesziel. Dort angekommen, auf einer Buckelpiste etwas hinter Anjozorobe, befand sich unser Hotel Le Castel. Gegen 16 Uhr durften die ersten drei Teilnehmer den Theorieteil des Fotoworkshops bei Beppo machen. Da Esther und ich erst in der zweiten Gruppe waren, beschlossen wir einen lockeren Abendspaziergang zu unternehmen. Das machten wir dann zusammen mit Karin, die früh an diesem Morgen noch nachgekommen war (mit einem anderen Flug von Paris mit CorsAir). Nach dieser kleinen “Foto-Tour” und einem Zwischenstop im lokalen Mini-Supermarkt zum Kekse kaufen, waren wir dran mit Workshop. Dieser erstreckte sich bis zum Abendessen. Für alle Fremden bzw. Weissen, also die „vazahas“, gab es erst eine chinesische Suppe, dann „brochette omby“, das ist ein gegrillter Zebu-Spiess. Esther bekam Nudeln mit Gemüse und einem Pommes-Kartoffeln-Zwischending. Zum Nachtisch nahmen einige noch flambierte Banane, die allerdings wenig Anklang fand, da sie recht bitter bzw. pelzig war. Aber vom Geschmack her war sie eigentlich okay. Trotzdem konnte sie niemanden wirklich überzeugen. Nach dem Essen gingen alle früh in ihre Zimmer, da um 22 Uhr die „electricité“ ausgehen sollte. Für den nächsten Morgen hiess es um 7 Uhr Frühstück, um 8 Uhr los auf Tour – den Black Indri suchen! Das war nämlich das Thema und der Titel dieser Reise: „Auf der Suche nach dem schwarzen Indri“.
Sa, 20. September 2008 (3. Tag)
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Pünktlich nach dem Frühstück ging es los zum Naturpark bei Anjozorobe, bis dorthin ca. 1 Stunde Fahrt über Buckelpisten. Am Park empfiengen uns zwei sympathische Führer. Der Marsch in den trockenen Urwald war sehr anstrengend. Naja als "Bürohocker" das Jahr über ist man eben nicht trainiert. Wir sahen unsere ersten Chamäleons und Esther, fast als einzige, sogar den Indri - jedoch keinen ganz schwarzen - in den Baumwipfeln. Nach einer langen Vormittagstour assen wir in der Mananara Lodge am Parkeingang zu Mittag. Die Lodge wird geführt von einer Deutschen, was sich leider auch in den Preisen zeigte, die für Madagaskar ziemlich hoch waren. Nachmittags ging einjeder in der Umgebung der Lodge seinen Vorlieben nach: die einen tranken Bier und relaxten, andere fotografierten Chamäleons als Workshop-Übungen oder vertrieben sich sonst wie die Zeit.
Als endlich die Dämmerung hereinbrach, ging es los auf unsere erste Nachtwanderung. Das war extrem spannend – die Stimmung nachts im Urwald ist gigantisch. Die Laute, das Rauschen der Wipfel, die unter den Bäumen gespeicherte Wärme sind ein tolles Erlebnis. Die Tour verging wie im Fluge, da wir zahlreiche Chamäleons und Artverwandte zum Fotografieren fanden, so dass wir fast aus dem Wald getrieben werden mussten. Um etwa 20 Uhr ging es „buckelig“ über die lange Piste zurück ins Hotel. Nach einer erfrischenden Dusche (wenn Wasser lief) gab es noch Abendessen, dazu etwas Radler und um 22 Uhr ging es ab ins Bett: am nächsten Morgen sollte es schon um 6 Uhr losgehen, da die Indris früh am Morgen aktiver und damit besser zu finden seien.
So, 21. September 2008 (4. Tag)
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Aufstehen um 5.30 Uhr, Abfahrt um 6 Uhr – ohne Frühstück, machte aber nichts, waren eh alle gespannt auf die kommende Tour. Bei der Mananara Lodge ging es direkt los auf Exkursion. Der Führer legte einen Affenzahn vor. Eine Stunde spurteten wir in den Wald hinein, ohne Pause. Während wir dann an einer Wegkreuzung warteten, gingen die Führer die Indris “spotten”. Als sie zurückkamen, ging es wie die Jäger im Eilschritt querfeldein weiter. Esther und ich waren glücklicherweise ganz vorne bei einem der Führer und sahen die Indris recht gut, allerdings waren sie viel zu schnell wieder weitergesprungen, als dass man sie passabel hätte fotografieren können.
Wir wanderten nach dieser Sichtung noch Stunden weiter und erreichten die Lodge gegen Mittag. Eine 5-stündige Morgentour ohne Frühstück und in gutem Tempo geht an die Substanz für uns Bürosportler. In der Lodge gab es lunch, wobei Esther und Thorsten ihres in der Früh abbestellt hatten. Esther hatte sich nämlich schon am Vortag darüber aufgeregt, dass die (deutsche) Besitzerin für das vegetarische Essen (pampige Nudeln mit Gemüse, das man darin suchen musste) den gleichen hohen Preis (für madagassische Verhältnisse) verlangte wie für das normale. Nach dem Essen gab es dazu noch Querelen mit der Wirtin: die Fahrer durften 1. nicht mit uns im Resti essen (was eigentlich normal ist zumindest für Thorsten, da seine Fahrer auch seine Freunde sind und nicht irgendwelche "Mitarbeiter") und bekamen 2. nur die Reste der Hühnchen, die wir gegessen hatten, als Mittagessen. Verständlicherweise weigerten sie sich zu bezahlen, da Fahrer normalerweise nie Ihr Essen bezahlen müssen. Dann wollte die Wirtin auch noch ein Essen mehr abrechnen, das ja Thorsten auch schon am Morgen abbestellt und daher natürlich auch nicht bekommen hatte. Es sei anscheinend aus der Küche raus gegangen und gegessen worden. Grrr…. Nun gut, nächstes Mal gibt es ein privates Picknick ausserhalb des Lodge-Areals mit dem ganzen Team, direkt an der Grenze dazu ;-) Schmeckt bestimmt genauso gut und unsere Fahrer dürfen dann auch bei uns am Tisch sitzen und bekommen keinen Müll aufgetischt. Denn wir haben uns nach nur so kurzer Zeit bereits super mit Ihnen verstanden. Die Rückfahrt über die Buckelpistenstrecke verlief erst sehr ruhig, weil sich jeder innerlich noch aufregte. Irgendwann gab es dann aber einen Halt und eine coole Fotosession. Karin und Heidi stiegen auf das Dach eines der Jeeps, die anderen fotografierten und filmten die Aktion.
Zurück im Le Castel durften wir erstmal duschen, insofern Wasser kam - bei uns zum Glück ja, bei anderen nicht - und ruhten uns etwas aus. Danach machten wir einen kurzen Vorabendspaziergang zur „brick fabric“; hier werden Ziegelsteine im Delta beim Fluss Mananara hergestellt und gebrannt. Abends gab es dann gegrillte und sehr leckere Tilapias, als plötzlich ein tropisches Gewitter einsetzte. Es regnete in Strömen und blitzte wie wild. Also mussten die Müdesten gezwungenermassen auch noch etwas warten, bis der stärkste Regen vorüber war und sie vom Restaurant ins Hotel (es waren zwei separate Gebäude) gehen konnten, ohne dabei pitschnass zu werden. Um 21 Uhr gingen wir endlich todmüde und völlig ausgepowert ins Bett. So fertig waren wir schon lange nicht mehr!
Mo, 22. September 2008 (5. Tag)
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Nach zehn Stunden Schlaf ging es dann wieder einigermassen. Die folgenden zwei Tage “Erholung” bzw. Fahrt (das heisst ohne Wanderungen) taten aber trotzdem gut. Nochmals Frühstück im Le Castel, an diesem Morgen zur Abwechslung mit sehr feiner Tamarindenmarmelade, dann ging es schon wieder zurück nach Tana. Die Fahrt verlief ruhig, mit einem interessanten Fotostop: Reisbauerinnen im Feld beim Arbeiten, Reis pflücken und büscheln, dabei eine schöne Lichtsituation. Wir machten alle relativ lange und ausgiebig Fotos von ihnen. Die Frauen müssen sich sicherlich recht komisch vorgekommen sein, eine Horde Fotografen, die sie bestimmt eine Stunde lang von allen Seiten bei der täglichen Arbeit fotografierten. Sie nahmen es aber mit Humor, zumindest einige von ihnen, und machten sogar Späße über Beppo, der Ihnen fast bis aufs Hemd nahe rückte.
In Tana ging es dann noch kurz in einen Supermarkt, um Verpflegung für die nächsten Tage zu kaufen: Kekse, Snacks, Obst, Picknick fürs Lunch und natürlich THB Bier, welches wie übrigens hervorragend in der Coolbox bei Mika im Geländewagen kühlen konnten ;-). Nach einem kurzen Abstecher zum Flughafen, um Geld zu tauschen, fuhren wir wieder zur Pension Au Mirandav. Dort machten wir erstmal ein Picknick auf der Veranda, mit Baguette und Thunfisch. Später am Nachmittag war Fotoworkshop angesagt:: Schärfentiefe und Bildbesprechungen. Währenddessen ging ein enormes Gewitter runter: es hagelte, blitzte und donnerte, was das Zeug hielt. Innert kürzester Zeit war alles weiss von Hagelkörnern. Glücklicherweise hatten wir wegen des Workshops die Kameras auf der Veranda dabei, so dass wir alles fotografieren konnten. Als der Workshop gegen halb acht endlich fertig war, ging es zum Abendessen in ein französisches Restaurant. Das Essen dort war sehr gut, zum Beispiel unsere Crevetten in einer Kokos-Koriander-Sauce. Zurück in der Au Mirandav noch einen „Absackerdrink“ auf der Veranda, dann ab ins Bett, da für den nächsten Morgen die Abfahrt auf 7 Uhr beschlossen war.
Di, 23. September 2008 (6. Tag)
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Abfahrt um 7 Uhr, einige haben davor noch gefrühstückt, andere nicht oder einfach im Auto. Es ging zunächst ewig lange durch das trockene, gerodete und vielmals erodierte Hochland – praktisch keine ursprüngliche Vegetation mehr, lediglich ab und an eine grüne “Oase” in einer Hangspalte. Ungeschickterweise hatte Esther „Probleme“ mit der Verdauung, bestimmt vom "Absackerdrink" am Vorabend oder von dem Essen im Restaurant. Somit war die Fahrt, auch wenn an und für sich wunderschön und interessant, sehr beschwerlich für sie. Endlich machten wir in Marevatanana Lunch-Pause und die Toilette kam zum rechten Zeitpunkt ;-). Weiter ging es, und die Hitze war nun schon enorm stärker als in der Hauptstadt und die Tage zuvor. In Ambondromamy machten wir nochmals einen Stop, um letzte Essenseinkäufe zu tätigen. Wir hatten nämlich von nun an auf der Tour eine Köchin mit dabei: Nina. Endlich kamen wir um etwa 19 Uhr im Nationalpark Ankarafantsika an. Schnell bezogen wir das Camp, stellten die Zelte auf und gönnten uns kaltes Bier und entspanntes oder notwendiges Abliegen. Während Nina kochte, sass der Rest draussen, redete und trank Bier. Esther versuchte sich mit Vodka zu kurieren, der sollte durchputzen. Immerhin tat er nicht schlecht, eigentlich sogar gut. Dann gab es endlich Essen. Erst eine Art Gemüsesalat, dann Omby mit Vari, das ist Zebu mit Reis und für Esther Reissuppe mit Gemüse. Das hat zwar gut geschmeckt, sie konnte aber nur wenig davon essen... Das tat uns total leid, machte Nina sich doch extra die Mühe, etwas speziell vegetarisches zu kochen. Relativ bald gingen alle in ihre Zelte. Auch Markus war es in der Nacht zuvor schlecht gewesen, hatte wohl das gleiche Essen im Restaurant wie Esther, nur mehr davon, und er hatte die gesamte Fahrt über gelitten. Sofort nach der Ankunft hatte er sich hingelegt und war den ganzen Abend nicht mehr gesehen geworden. In der Nacht regnete es noch, aber wir konnten immerhin schlafen, wenn auch nicht sonderlich gut.
Mi, 24. September 2008 (7. Tag)
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Gegen 8 Uhr Frühstück. Ab 9 Uhr sollte es auf eine erste leichte Tour gehen. Da es Esther immer noch nicht so gut ging, überlegte sie hin und her, ob sie nicht auf dem Camp bleiben sollte, zumal es dort auch viel zu sehen gab. Bis wir endgültig losliefen, hatten wir nämlich schon Iguanas, Sifakas und diverses andere Tiere auf dem Platz vor die Linsen bekommen. Nun gut, schlussendlich ging sie doch mit, sie wollte sich ja nichts entgehen lassen. Wir marschierten erst lange durch den schönen Trockenwald, ohne Nennenswertes zu sehen. Dann ging es um den Lac Ravelobe herum, in dem Krokodile leben, welche wir ab und an auch an der Seeoberfläche auftauchen sahen. Mit zunehmender Tageszeit wurde es immer heisser. An einer Stelle wenig ab vom Weg gab es eine Gruppe Baobabs zu bestaunen. Imposante, tolle Bäume! Besonders zu erwähnen ist, dass wir unsere ersten zwei Schlangen auf der Tour sahen.
Zurück am Camp waren alle super erledigt. Manche sprangen schnell unter die Dusche, während andere schon am Essen waren, das Nina vorbereitet hatte: frittierte Fische, Gurkensalat und ein super leckerer Nudel-Gemüse-Salat. Wiedermal ein super-geniales Essen! Nachmittags wurde dann relaxt, fotografiert und gegen später unseren Fotokurs gemeinsam durchgeführt. Am Camp-Restaurant sprang uns zwischendrin eine Gruppe „Mongoose Lemurs“ ins Bild. Als wir gerade noch mit Beppo bei der Bildbesprechung waren, ging es schon wieder los auf eine Nachtwanderung. Das war nun wieder total entspannt, da das Tempo angenehm langsam war und die Stimmung herrlich ruhig. Zu sehen gab es neben Chamäleons auch einen „Golden Mouse Lemur“. Zurück am Camp dann Abendessen: „brochette de zebu“ und Krautsalat, für Esther super leckeren „Riz Cantonais“. Nach dem Essen (und es gab sooo viel davon und war so lecker) waren alle extrem müde und gingen gut gesättigt früh schlafen, da am nächsten Tag die „Extremtour“ in die Ambalabongo-Schlucht auf dem Programm stand.
Do, 25. September 2008 (8. Tag)
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Da am Vorabend demokratisch entschieden worden war, bereits um 7 Uhr in der Früh loszumarschieren, gab es schon um 6.30 Uhr Frühstück. Weil aber so früh im nahe gelegenen Dorf noch kein Baguette zu bekommen war, gab es anstatt dessen Mofos eine Art Fettgebäck. Wegen des üppigen Mahls vom Vorabend beschränkten sich manche auch nur auf Milchkaffee. Nun marschierten wir stramm los, um vor der gnadenlosen Mittagshitze in die Schlucht zu gelangen. Erst ging es eine ganze Weile durch den Trockenwald. Da es aber immer wieder interessante Tiere und Pflanzen zu sehen gab, dauerte das doch deutlich länger als geplant. Schliesslich erreichten wir eine Ebene, die zur Schlucht führt und eher einer afrikanischen Savanne gleicht. Die Hitze war entgegen den Ankündigungen von Thorsten, Katja und Beppo zum Glück erträglich, da ein angenehmer Wind wehte. Oben an der Ambalabongo-Schlucht zeigte sich erstmals das ganze gigantische Panorama – und hier machten wir nochmals Fotoworkshop zur Panorama-Fotografie.
Danach stiegen wir hinab in die Schlucht. In dieser blieben wir eine ganze Weile zum Fotografieren und Katja vor allem auch zum Filmen. Nach längerem Verweilen packten wir den anstrengenden Aufstieg wieder an, anschliessend durch die “Savanne” zurück und zum Schluss wieder durch den Wald. Zurück am Camp waren alle recht erschlagen. Wieder gab es erstmal Mittagessen, leckere Curry-Nudeln. Danach machte jeder gerade so das, was er wollte. Esther war Lemuren fotografieren, mit genügend Ausdauer kamen sie am Schluss ganz nah heran. Später gab es Abendessen, nämlich die zuvor in einer lustigen Fangaktion geschlachteten Hühnchen „sportif“ vom Grill, für Esther Gemüse mit Kartoffeln. Abends haben wir uns alle noch sehr lustig unterhalten, ich habe mir madagassischen Rum-Coke gegönnt und wie immer gingen wir recht bald schlafen.
Fr, 26. September 2008 (9. Tag)
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Esther wurde schon um 5 Uhr wach konnte nicht mehr pennen. Daher fing sie an zu packen und aufzustehen. Da entdeckten sie und Karin, die auch bereits wach war, glücklicherweise die Sifakas am Camp und gingen fotografieren, fast 1 ½ Stunden lang und aus nächster Nähe.
Danach frühstücken, Sachen zusammenpacken, Zelte abbauen... und erstmal ein riesiger Schreck: Esthers Fototüte mit den Akkuladegeräten war nicht mehr da. Nicht im Rucksack, nicht im sonstigen Gepäck, nicht im Jeep. Sie geriet fast in Panik und sah ihre Fotofreuden im Urlaub schon schwinden, zumal auch die Akkus von den anderen Nikonfotografen Markus und Thorsten andere Bautypen waren. Ganz deprimiert und schlecht gelaunt trat sie also die Fahrt an. Beim ersten Stop an einer Tankstelle in Ambondromamy erzählte ich das Problem Patrick, und da meinte der „ach, die sind doch im anderen roten Jeep“. Juhuuh, da waren sie also wieder. nächste Ziel weit entfernt und wir wollten vor dem Nachteinbruch in Ambanja sein. Vor der Mittagszeit ging es ca. 30 km lang Offroad – anstrengend dieses Gehoppele aber auch interessant vorallem für Offroad-Fans ;-).
Mittagspause machten wir in Antsohihy in einem kleinen Imbiss. Weiter ging es und immer weiter, bis wir um etwa 19 Uhr in Ambanja im vorgesehenen Hotel ankamen. Aber die reservierten Zimmer bzw. Hütten waren schon anderweitig vergeben. Der arme Beppo hatte übrigens den ganzen Tag Kreislauf- oder sonstige Probleme und hing nur wie ein Schluck Wasser in der Kurve bzw. im Auto. Irgendwie verträgt wohl niemand den Rum am Abend außer mir ;-). Nun ja, also mussten wir weiter zu einem anderen Hotel...das war auch voll...nächstes Hotel...auch voll oder zu wenig Zimmer für alle. Da keines der angesteuerten Hotels genügend Zimmer für die ganze Truppe hatte, wurden wir nun auf unterschiedliche Hotels verteilt. Wir zwei kamen in das ursprünglich vorgesehene und hatten ein äusserst schönes Zimmer. In diesem Hotel assen wir nun noch alle zusammen, bis das letzte Hotel mit freien Zimmern von den Fahrern aufgespürt wurde. Esther und ich assen Fisch, Meerestier-Brochettes: lecker, aber wie immer sehr fettig. Irgendwann fuhren die anderen in die weiteren Hotels, wir zwei tranken mit Klaus, der mit Heidrun auch in unserem Hotel untergebracht war, noch einen Absacker und gingen dann pennen.
Sa, 27. September 2008 (10. Tag)
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Das erste Mal brauchten wir den Wecker wirklich – um 7.30 Uhr. Aufstehen, duschen, frühstücken, im Garten noch kurz einen Goldstaub-Gecko aufnehmen. Nach dem Frühstück sollte es auf eine Kakaoplantage mit „Fabrik“ gehen. Also fuhren wir dort hin, doch nach kurzem Fotografieren mussten wir das Areal schon wieder verlassen, weil wir keine „permission“ hatten. Schade, war es doch sehr interessant. Daher direkt weiter, doch zum Glück sahen wir auf dem Weg noch ein paar Arbeiter zwischen den Bäumen, die dort den frisch geernteten Kakao bearbeiteten. Leider setzte kurz darauf Regen ein, also war dieser Spass nur von kurzer Dauer aber dennoch lohnenswert und interessant. Bekommt man ja nicht alle Tage...
So fuhren wir nun ans Meer nach Ankify in das Hotel le Baobab– ca. 20 km von Ambanja entfernt über eine Buckelpiste zu erreichen. Adolfo hatte die Zimmer dort morgens früh um 6 Uhr klargemacht. Es erwarteten uns recht luxuriöse Bungalows, die direkt am und mit Blick durch die verspiegelte Eingangstür aufs Meer lagen. Zwischen den Reisedestinationen auch mal 1 ½ Tage relaxen tat gut. Am Nachmittag ging jeder nach einem kurzen Snack und Esther nach einem leckerem frischem Tamarindensaft seinen Vorlieben nach: Baden und am Meer abliegen, fotografieren, Bier trinken. Karin und Esther beschlossen, zusammen in das ca. 2 km entfernte Dorf Ankify und zu dem dortigen Strand zu spazieren. Der Weg dauerte recht lange, da sie wohl ständig spannende Sachen zum Fotografieren fanden. Am Strand war es dann herrlich – das Wasser klar und von optimaler Badetemperatur. Nach einem sehr erholsamen Bad latschten sie gut gelaunt wieder zurück und kamen mit Einbruch der Dunkelheit in der Anlage an. Nun hatten wir noch Bildbesprechung mit Beppo, welche dauerte bis das Abendessen fertig war. Es gab super leckere frische „brochette du pecheur“ und Salat, hm schmackofatz! Nach dem Essen haben wir uns noch etwas unterhalten und sind wie immer alle früh ins Bett.
So, 28. September 2008 (11. Tag)
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Um ca. 5.30 Uhr weckte ich Esther aus ihren Träumen, um Sonnenaufgangfotos am Strand zu machen. Ganz in Eile, weil es fast schon zu spät war, und total verpennt stolperten wir also an den Strand, wo auch schon Katja und Beppo mit Videokamera, Karin und Markus aktiv waren. Nach den Fotos versuchten wir nochmals zu schlafen, was aber nicht mehr klappte. Also sind wir schliesslich eben doch ganz aufgestanden. Oben im Restaurant Frühstück, zwischenzeitlich war es ca. 7 Uhr. Das Frühstück war lecker, da die Baguettestücke leicht gegrillt waren und es frische Papaya und Bananen und einen grandiosen frischen Corossolsaft gab. Den Namen der Frucht nannte uns die Bedienung auf Nachfragen und zeigte uns auch gleich die dazugehörige Frucht: grün, ca. 15-20 cm gross, mit einer Art Noppen drauf. Kannten wir bislang nicht.
Nach dem Frühstück liefen wir zu zweit nach Ankify-Dorf, wobei wir erstmal in den Wald abbogen um Tiere zu suchen. Wir fanden leider nur ein komisches Insekt und viele Frösche – aber auch gut. Nun musste Esther mich bis Ankify “schleppen“, da ich eigentlich gar keine Lust hatte. Es war aber auch sauheiss und schwül. Endlich erreichten wir das Dorf und kauften in einer Hütte immerhin ein Wasser. Zurück gingen wir erst wieder der Strasse entlang, später durchs Watt bzw. der Küste folgend, da das Meer weit zurückgezogen war (es war Ebbe). Im Hotel gab es noch schnell eine Dusche, dann Sachen gepackt und Abfahrt weiter nordwärts, in den nächsten Nationalpark nach Ankarana. Auf der Fahrt hielten wir bei einem Cashew-Bauern an und kauften ungeröstete Cashews, die das Kilogramm 400 Ariary kosteten – ein Spottpreis laut Patrick. Wir holten uns daher ein Kilo, das Esther im Maroniröster zu Hause machen wollte. Von den giftigen Dämpfen, die dabei entstehen, erfuhren wir jedoch erst daheim übers Internet, nach dem Esther Ihre Wohnung in der Schweiz eingeräuchert hatte. Kurze Zeit später hielten wir noch bei einer Cashew-Verkäuferin an der Strasse, bei welcher die Dose fertige Nüsse 1'000 Ariary kostete. Die Frau machte mit unserer Truppe das Geschäft des Tages – Monats – Jahres? Die meisten von uns kauften sich nämlich mindestens eine Dose dieser köstlichen Nüsse!
Weiter ging es nach Ankarana. Kurz vor der Ankunft, etwa zur Sonnenuntergangszeit, hielten wir noch an einer schönen Stelle mit Panoramablick. Leider war das Fotowetter schwierig, so dass man die savannenartige Stimmung schwer festhalten konnte. Dafür konnten wir schöne Schattenrisse mit Klaus und Heidrun vor gerötetem Himmel aufnehmen. Nach einiger Zeit erreichten wir schliesslich das Tagesziel: den Nationalpark Ankarana. Die reservierten Hütten bei Golam, welch ein Schreck, waren nur leider am Vortag an britische Touristen vergeben worden. That’s malagasy life. Also sind wir zu einer nahe gelegenen Unterkunft, die gerade fertig gebaut, aber noch nicht offiziell eröffnet war, gebraust. Dort waren aber nur 4 Zimmer frei die uns Thorsten mit seiner jahrelangen Erfahrung auf Madagaskar organisieren konnte. Die bekamen nun wir „normalen clients“ – Thorsten, Katja und Beppo suchten sich ein anderes Quartier, einfache Hütten. Esther war ganz deprimiert, da Sie gerne auch mal in einer typischen Hütte übernachtet hätte. Nun ja, die Zimmer hier waren ziemlich luxuriös und zum Schlafen natürlich total komfortabel. Das “Hotel” bereitete uns nun noch, spontan improvisiert, ein „sakafo“ zu. Das schmeckte uns: erst Salat, dann für Esther Vegi-Pasta mit superfrischer Tomatensosse und Käse, zum Dessert etwas mariniertes Obst. Früh wie immer gingen wir schlafen, und wie gut!
Mo, 29. September 2008 (12. Tag)
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Wir hatten so gut gepennt, dass uns Thorsten durch sein Klopfen – mehr oder weniger – um 7.20 Uhr wecken musste, da auf 7.30 Uhr das Frühstück bestellt war. Nach dem Frühstück ging es in den Park. Erst wollten wir zu den Grotten wandern, blieben aber schon auf dem Camp am Parkeingang bei einem Uroplatus hängen. Bis diesen alle auf dem Bild hatten, verstrich sehr viel Zeit; dazu haben wir bei den Autos auch noch eine seltene Manguste gesehen. Endlich ging es los Richtung Grotten: in der ersten waren zahlreiche grössere Fledermäuse, in der zweiten kleinere Fledermäuse und Riesenspinnen, die bis zu 3 m springen können. Etwas unangenehm war der Fledermausscheissgeruch, der vor und in den Grotten hing. Riecht in Richtung Maggi-Würfel, Esther war es danach fast schlecht davon! Ich fand ihn eigentlich nicht so unangenehm...
Die nächste Etappe der Wanderung führte uns durch einen langen Trockenwald (ca. 4 km) bis zu den Tsingys. Auf dem Weg fanden wir noch ein schönes Pantherchamäleon. Die Tsingys waren sehr beeindruckend – vor allem aber gefielen auch die schönen Pflanzen in und auf den Tsingys. Bei einer relativ neuen Hängebrücke über einen der Canyons verweilten wir eine ganze Weile, da 1. jeder nur einzeln darüber durfte und 2. Katja alles filmte. Nach längerer Pause traten wir den 4 km langen Rückweg an. Zwischenzeitlich war es schon bald 16 Uhr. Gegen Schluss des hurtig gelaufenen Rückwegs setzte Regen ein – zum Glück aber nicht tropisch stark, denn an Regenschutz (vor allem für die Kameras) hatten die wenigsten gedacht. Dafür sahen wir einen tollen Regenbogen über dem Regenwald! Zurück im Hotel mussten wir erst mal den ganzen roten Staub runterspülen. Danach war es schon deutlich angenehmer. Da aber an diesem Abend kein Wind ging, war es sehr-sehr schwül und warm. Wir beschlossen, nochmals im Restaurant des Hotels zu essen. Esther trank nun endlich ihren in Tana gekauften Mango-Punsch (Rum-Mango), da sie ihn schliesslich nicht wieder heimschleppen wollte. Da nichts besseres vorhanden war, mischte sie ihn mit Fanta (in Mada orange) und etwas Wasser. Interessanterweise ergab das einen leckeren Drink. Im Laufe des Abends trank sie (alleine fast) eine ganze Flasche (es war allerdings nur ein halber Liter). Zum Essen gab es erst Linsensalat; dann für Esther auf Ihren Wunsch hin nochmals die feine Pasta mit Tomatensosse. Zum Nachtisch wurde wieder ein leckerer Fruchtsalat gereicht und nach einem schönen Tag ging es gut genährt und leicht bedudelt ins Bett.
Di, 30. September 2008 (13. Tag)
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In der Nacht regnete es recht ausdauernd, weshalb es am Morgen eher kühl war und sehr trüb. Wir wurden schon um 6 Uhr wach und liessen uns viel Zeit mit Einpacken. Um etwa 7 Uhr frühstückten die anderen, wir nahmen nur eine Cola. Abfahrt Richtung Diego Suarez war um ca. 9 Uhr. Den ersten Stop machten wir recht bald in einem Saphirschürferdorf, das entlang der Strecke lag. Wir machten von den Verkäufern an ihren Ständen ein paar Fotos, die Stimmung war aber sehr komisch. Wohl war uns hier allen nicht, zumal Thorsten auch meinte, die Typen oder Aufpasser, die uns ständig beobachteten, wären sehr gefährlich und nicht zimperlich. Daher waren die meisten eigentlich eher froh, als wir endlich weiterfuhren. Dennoch war es ein interessanter Stop. Auf der Strecke entdeckte Mika 3x aus dem fahrenden Auto heraus Chamäleons im Gestrüpp hängen! Wie er das macht war uns wirklich schleierhaft. Super Augen hat er auf jeden Fall. Zweimal hielten wir an und fotografierten sie. Mussten uns aber etwas schneller das Motiv finden, da wir noch weitere „Programmpunkte“ an diesem Tag hatten, für die genügend Zeit bleiben sollte.
Der nächste Stop war in Anivorano, wo wir am Heiligen See der Krokodile (Lac Antanavo) die rituelle Zeremonie erleben wollten. Dafür mussten wir aber erst in der Stadt eine permission einholen. Während Thorsten und Patrick das machten, liefen wir etwas am Eingang des Marktes herum und kauften Brot und Kekse und Wasser ein. Nun ging es aus dem Dorf raus über eine buckelige Piste zum See mit der Opferstelle (für die Zebus, die an die Krokos verfüttert werden). Obwohl an diesem Tag eigentlich keine Zeremonie stattgefunden hätte, machten einige Dorfbewohner „ausnahmsweise“ eine für uns. Sie sangen und klatschten, um die Krokodile anzulocken und zu füttern. Wir filmten dies und fotografierten von allen Seiten. Bis allerdings die ersten Krokodile raus- bzw. ans Ufer kamen, dauerte es recht lange. Schliesslich waren doch zwei imposante Tiere (das Männchen ca. 5m) da und schnappten sich die hingeworfenen Fleischstücke. Katja, Klaus und ich stellten uns direkt an den Baum und waren nur noch wenige Meter entfernt von den beiden Krokodilen. Eine tolle wie auch spannende Erfahrung. Es war überhaupt eine ganz spezielle und einmalige Stimmung, die wir hier mit den Einheimischen erleben durften.
Nach der ganzen Aktion ging es weiter zu den roten Tsingys. Dies ist ein kleines Schutzgebiet mit gelb-rötlich gefärbten „Sandtürmchen“, das über eine 17 km lange Buckelpiste relativ nahe angefahren werden kann. Die letzten paar hundert Meter mussten wir dann noch in das Tal laufen. Als wir zu den Autos zurückkamen, waren diese zwischenzeitlich schon wieder blitzblank geputzt, eines der grossen „Hobbies“ unserer Fahrer. Noch kurz eine Fotosession vor den Autos, dann zum nächsten Ziel: Diego Suarez. Dort wurden wir in ein (noch nicht ganz fertig gebautes) schickes Hotel einquartiert. Die Zimmer waren super modern, sogar mit Klimaanlagen und Flat-TV! Aber ein etwas harter Kontrast zu den Bildern, die man die letzten Tage erhalten hatte. Nach kurzem Auspacken nahmen wir einen Drink im Hotel, beschlossen dann aber in die Stadt zum Essen zu gehen, weil die Preise im Hotel europäisch hoch waren. Also liefen wir in die Stadt auf die Hauptstrasse Rue Colbert, wo wir bald auf eine so genannte Sandwicherie namens „voky be“ (= total satt, voll) stiessen, die auch normale Gerichte im Angebot hatte. Das Essen fand bei allen grosse Zustimmung, gegen Schluss wurden wir aber alle müde wie Steine und gingen bald zurück ins Hotel.
Mi, 1. Oktober 2008 (14. Tag)
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Der Morgen stand bis 9 Uhr zur freien Verfügung – welch' eine Freude! Also um 7 Uhr aus dem Bett, geduscht und ab auf die Rue Colbert. Nur hatten die Läden um 7.30 Uhr noch gar nicht geöffnet, wie blöd aber eigentlich logisch. Wir nahmen aber sowieso erst mal einen Kaffee bzw. eine Coke mit Croissant im Bistro Colbert. Es war bislang der beste Kaffee auf der gesamten Reise. Anschliessend in ein paar Souvenirläden, wo ich mir ein gelbes THB-Longsleeve kaufte. Wenn ich schon soviel davon trinke, kann ich mich auch passend kleiden dazu ;-). Esther wollte mit ihren Einkäufen noch warten, bis wir das nächste Mal in Diego wären. Beim Hotel gingen wir noch kurz Richtung Meer bzw. zum Hafen, um ein paar Fotos zu machen, dann hiess es Abfahrt in den letzten Nationalpark: Montagne d'Ambre. An einem Mini-Supermarkt hielten wir noch kurz, um uns für die nächsten 2 ½ Tage mit Getränken einzudecken.
Kurz vor dem Park Montagne d'Ambre stoppten wir an einer Schule und besuchten die Kinder mit kleinen Geschenken. Wir verteilten an die Kleineren Luftballons und an die Grösseren Kugelschreiber. Sie freuten sich sehr darüber. Vor der Schule probierten wir an einem Straßenstand eine Jackfrucht, die hier überall an den Bäumen hängt. Interessanter Geschmack, ähnlich Maracuja.
Kurz darauf war schon wieder der nächste Stop angesagt, in Joffreville am Fuss des Montagne d'Ambre, da die Fahrer ihr Mittagessen brauchten. Im Park, der mitten im Regenwald lag, wurden erst die Zelte aufgebaut, dann die ersten Lemuren fotografiert. Nebenbei konnten wir auch noch die zuerst als vermeintlich großes Eichhörnchen vermutete Ringelschwanz-Manguste, eines der seltensten Tiere der Welt, fotografieren. Sie kam uns die Folgetage regelmäßig „besuchen“. Am Abend wurde getrunken, gekocht und auf das wieder von Nina vorzügliche leckere Essen gewartet. Da es eisig kalt war (Temperatur ging runter bis 16 Grad, gefühlt allerdings unendlich viel kälter) beschlossen wir, den schlechten Rotwein von Karin zu Glühwein zu verarbeiten. Er war nicht super, aber trinkbar. Von Mika und Patrick wurde er vorsichtig probiert, wir konnten sie allerdings nicht wirklich dafür begeistern ;-). Zum Essen gab es dann Nudelsalat als Entrée (mit Fisch Capitan, absolut köstlich), anschliessend Crevetten mit Reis. Als wir endlich ins Zelt gingen, war es gerade mal 21 Uhr.
Do, 2. Oktober 2008 (15. Tag)
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Um etwa 5.30 Uhr sind wir aufgestanden, da wir Lemuren fotografieren wollten – nur waren sie leider nicht (wie von Thorsten angekündigt) da. Tja, die Tiere sind halt doch noch "wild" und machen einglück das was sie wollen und sind nicht geplanter Bestandteil eines Nationalparkprogramms. Sehr gut. Nach dem Frühstück ging es um ca. 8 Uhr los auf eine Tour zu den Kaskaden. Die ersten paar Meter dauerten schon ewig, da wir mehrere Chamäleons (unter anderem das kleinste Reptil der Welt, ein brookesia minima – fingernagelgross) sahen und aufnahmen. Zudem einen faszinierenden Blattschwanzgecko.
Nun liefen wir eine ganze Weile meist bergab durch den sehr schönen Regenwald mit bizarren Pflanzen, bis wir nach 4 bis 5 km die grosse Kaskade erreicht hatten. Der Rückweg war ungleich anstrengender, da es fast nur bergan ging. Zurück auf dem Camp gab es relativ bald Mittagessen (15.30 Uhr), Nudeln mit Gemüse. Danach vertrieben wir uns die Zeit mit fotografieren und reden. Mika und Patrick waren während des Tages nach Diego gefahren und hatten die Inlandsflüge bestätigt. Von daher konnten sie uns Rum und Wodka mitbringen. Diese wurden im Laufe des Abends fast gänzlich vernichtet. Man muss bedenken, dass es hier um 18 Uhr total dunkel ist und man in der Dunkelheit und Kälte und ohne Strom sowieso nicht viel „Sinnvolles“ machen kann. Es wurde auf jeden Fall ein lustiger Abend.
Fr, 3. Oktober 2008 (16. Tag)
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Morgens früh kurz vor der Dämmerung weckten Esther die Lemuren mit ihrem Geheule auf. Leider waren sie zu weit weg, um sie passabel zu fotografieren. So legte sie sich nach der Aufnahme einer Riesenschnecke nochmals hin, bis um ca. 7 Uhr. Aufstehen, frühstücken, dann los auf eine grössere Tour auf den Amber Mountain. Erst erreichten wir die kleine Kaskade, danach ging es eine ganze Weile bergauf, um dann wieder bergab zu einem kleinen grünen See zu gelangen. Dort pausierten wir relativ lange und es stellte sich heraus, dass das schon das Ziel war. Von wegen „anstrengende“ Tour – dies war nur ein besserer Spaziergang Thorsten! ;-). Vermutlich waren wir mittlerweile gut „trainiert“ nach den letzten Wanderungen. Somit gelangten wir um ca. 13 Uhr schon wieder zurück aufs Camp. Nach einiger Zeit gab es sehr leckeren frischen Fisch Capitan zu essen.
Für den Nachmittag war kein Programm angesagt, und da das für Karin und Esther zu langweilig war, beschlossen sie, noch die 7 km (bergab) nach Joffreville zu spazieren. Für den Rückweg baten sie Adolfo, sie dort mit dem Auto abzuholen. Sie liefen also gemütlich plaudernd ins Dorf, machten dort einige Aufnahmen und wurden um 17 Uhr wieder abgeholt. Auf dem Camp nichts Neues. Trinken, reden, fotografieren am Regenwaldrand und auf dem Camp, später sehr leckeres Essen. Da es wieder so kalt (vor allem klamm) war und ein frischer Wind wehte, machten die Jungs gegen später ein kleines Lagerfeuer, um welches wir uns dann alle scharten. Zudem waren wir eingepackt wie im Skiurlaub: Strumpfhose, Trekkinghose, Regenhose, T-Shirt, Longsleeve, Softshelljacke, Kapuzenpulli und Northface-Jacke mit Futter. Nicht gemütlich und schon gleich gar nicht in den Tropen. Am Feuer stimmten die Madegassen dann schöne mehrstimmige Lieder an und vor allem Adolfo entpuppte sich als guter und passionierter Sänger. Es war ein wirklich schöne und lustiger Abend gemeinsam zusammen.
Sa, 4. Oktober 2008 (17. Tag)
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Nach dem Frühstück wurde alles verpackt, die Zelte abgebaut und der Weg nach Diego – endlich zurück in die Wärme – angetreten. Dort fuhren wir wieder ins gleiche Hotel de la Poste, wo wir wieder mal duschen konnten. Nun war Shopping angesagt. Im Tross nicht wirklich genial, aber da die Läden sowieso um 12 Uhr für die Mittagspause schlossen und es schon 11.30 Uhr war, ging die Shoppingtour vorerst schnell zu Ende. Wir kehrten also im Rock-Café ein und tranken etwas, manche assen auch. Karin und Esther hatten keine Lust auf lange Pause und gingen daher zusammen auf den lokalen Markt. Das war äusserst spannend, „vazahas“ verirren sich normalerweise nicht hier her, und entsprechend wurden sie auch begutachtet (und von einem Kind mit Geschrei sogar gefürchtet). Nach längerem „Durch-den-Markt-Streifen“ erstand Esther eine Tasche für Ihre Einkäufe und einen Reissack. Bei brühender Hitze (bzw. intensiver Sonne) gingen sie wieder Richtung Rue Colbert zurück – und oh Wunder, die gesamte Mannschaft sass immer noch im Rock-Café, von den Bieren in der Mittagshitze schon recht angeheitert. Wie warteten, bis die Shops um 15 bis 16 Uhr wieder öffneten. Nun konnte die Shoppingtour weitergehen, und endlich schlug Esther auch zu. Ein Teil ging danach ins Hotel zurück, andere tranken nochmals etwas im Bistro Colbert.
Als wir das Hotel erreichten, war es schon 18 Uhr und die anderen gerade auf dem Weg zum Essen ins Voky Be. Da wir aber erst auf dem Balkon im Hotel „apérölen“ wollten (die Getränke hatten wir noch), sagten wir, wir kämen nach. Die „Vorglüh“-Runde mit Mika und Daddy war super lustig und ging doch etwas länger, so dass wir erst um 8 Uhr ins Voky Be losgingen. Die anderen hatten da dann schon gegessen und mussten nun leider warten, bis auch wir gegessen hatten, was mit viel „mora mora“ geschah. Nun konnte endlich der geplante Discobesuch starten. Nur leider hatte diese um 21.30 Uhr noch zu, so dass wir erst in eine Bar mit Live-Musik gingen. Das war ein komischer Schuppen, wo viele junge Madegassinnen und alte Franzosen auf der Suche nach Mädchen rumhingen (zumindest erschien es uns so). Entsprechend sank bei einigen auch die Laune, aber irgendwann brachen wir doch noch auf in die Disco. Dort erstmal eine kleine Überraschung, da der Eintritt pro Person 10'000 Ariary kosten sollte. Da aber Thorsten und die Jungs schon drin waren, mussten wir wohl auch mit. Da wartete schon die nächste Überraschung – Touristen zahlen keinen Eintritt. Komische Regelung, aber auch recht. In der Disco war es dann recht voll und sehr amüsant. Innert kürzester Zeit tanzte viele von uns und hatten viel Spaß gemeinsam und sogar mit den Einheimischen vor Ort kam man schnell ins Gespräch. In einer ersten Ladung gingen einige zu Fuss zurück, andere blieben aber noch eine Weile, einfach weil es recht amüsant war. Endlich beschlossen auch die restlichen zu gehen, mussten aber erst mal die Jungs einfangen. So wurden wir die paar 100 m von der Disco ins Hotel feudal mit den Jeeps zurück gefahren.
So, 5. Oktober 2008 (18. Tag)
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Verhältnismässig lange, bis um 8 Uhr, haben wir geschlafen, dann gepackt, im Hotel noch etwas rumgesessen, bis es los ging nach Ramena. Auf dem Weg konnten wir noch ein paar BaoBab Bäume sehen, die uns Mika zeigte, und eine imposante Aussicht auf die Bucht von Diego geniessen. In Ramena, einem netten Fischerdörfchen am Strand, bezogen wir die Unterkunft „La Casa en Falafy“ mit sehr netten Hütten. Unsere lag direkt oberhalb des kleinen Pools. Es stand für den Tag kein festes Programm an. Also gingen alle an den Strand – einige in ein Restaurant, andere nur rumlaufen und liegen und baden. Allerdings war es sehr windig, so dass einem ständig der Sand ins Gesicht geblasen wurde, zudem bekamen wir auch langsam Appetit. Daher gingen wir bald wieder zurück ins Hotel. Auf dem Weg noch trockenes Baguette gekauft, dann Mittagessen mit Baguette (pur) und Kokoskeksen (eigentlich auch trocken, aber gut!). Ab 16 Uhr hatten wir Bildbesprechung mit Beppo zum Thema „Tell a story“, das wir während der Tsingywanderung in Ankarana bearbeitet hatten. Aufgabe (story to tell): Die Wanderung aus ungewöhnlichen Perspektiven mit Fotos erzählen. Sehr interessant und eine gute Übung. Das Besprechen dauerte lange, da wir alle nach und nach drankamen, und ging nahtlos ins Abendessen in derselben Bar bzw. Restaurant bei Falafy über. Das Essen war ziemlich gut, Esther hatte das erste Mal auf Madagaskar eine Pizza! Um etwa 21 Uhr gingen wir zurück zum Bungalow.
Mo, 6. Oktober 2008 (19. Tag)
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Erstmal in die Bar, wo Beppo schon wieder am Besprechen der Fotos war. Nach einiger Zeit gab es Frühstück, dann war Abhängen am Pool (oder wo auch immer) angesagt. Wir blieben die meiste Zeit am Pool, im Pool oder an der Bar und Esther konnte einige Seiten ihres französischen Buches lesen. Am Nachmittag hatten wir mit Katja einen Workshopteil zur Bildbearbeitung mit Fotoshop (Panoramas stitchen, Bilder kontrastieren…). Ab 16.30 Uhr ging die gesamte Mannschaft inklusive unseren Fahrern an den Strand, wo letztere ein Abschieds-BBQ organisiert hatten. Bei gemeinsamem Apéro wurde erstmal zusammen gesessen und getrunken, Kinder und Sonnenuntergang fotografiert und die gesammelten Alkreste (Wodka und viel rhum rouge) geleert. Irgendwann gab es dann auch das super leckere Essen: gegrillten Fisch (capitan), Scampi, Calmar, Zebu, dazu fantastischen „riz coco“, eine Spezialität aus dem Norden/Nordwesten von Madagaskar. Später wurden dann noch die Geschenke respektive die Sachen, die die Gäste für die Fahrer (und ihre Familien) da lassen wollten, verteilt. Es war ein sehr schöner und lustiger Abend, ein gelungenes „Abschiedsfest“. Nicht allzu spät gingen wir aber ins Bett, da am folgenden Tag früh aufstehen und packen für die Heimreise nach Europa anstand.
Di, 7. Oktober 2008 (20. Tag)
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Aufstehen, duschen, packen und Tagebuch schreiben. Abfahrt von Ramena zum Flughafen in Diego um 7.30 Uhr. Dort verabschiedeten wir uns von den Fahrern, die über die ganze Zeit treue Begleiter und fantastische Scouts waren und auch unsere Freunde geworden waren. Sie fuhren mit ihren Autos zurück nach Tana. Da wir sehr frühzeitig losgegangen waren, mussten wir am Flughafen in Diego recht lange warten, bis der Inlandsrückflug startete. In Tana angekommen wurden wir mit einem Kleinbus von Mikas Vater am Flughafen abgeholt und fuhren zum Handwerkermarkt, wo wir unsere letzte Kohle ausgeben wollten. Dort wurden mit heftigem Feilschen tolle Sachen erstanden: Pfeffer, Seidenspinnerhalstücher, Zebuhornringe, Bananenblattfotoalbum, Bracelets und anderes. Anschliessend noch ein kurzer Stop an einem Supermarkt, um dort noch Rum und Klamotten zu kaufen. Nun ging es nochmals zu Gastro Pizza, wo wir quasi unser Abschlussessen zu uns nahmen: klassisch Pizza natürlich. Am Flughafen mussten wir wieder ziemlich lange warten, bis es abends um etwa 22 Uhr los zurück Richtung Paris ging. Der Flug war angenehm und ruhig.
Mi, 8. Oktober 2008 (21. Tag)
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Morgens Ankunft in Paris Charles de Gaulle. Da wir den TGV aber erst auf 15.30 Uhr gebucht hatten, konnten wir noch über einen halben Tag in Paris verbringen. Nach dem wir uns alle verabschiedet hatten, mussten wir zunächst am Flughafen warten, bis ein Koffer gesprengt wurde, fuhren dann mit Markus, der einen früheren TGV nahm, in die Stadt hinein und gingen in einem Café frühstücken bzw. café au lait trinken. Nun mussten wir uns von dem lieben Markus verabschieden. Um die Zeit sinnvoll zu nutzen, beschlossen wir, noch zum Eiffelturm zu fahren, da Esther diesen noch nie gesehen hatte. Dort ein paar schnelle Fotos gemacht und langsam wieder zurück gelaufen bzw. mit dem Bus gefahren, Richtung Gare de l'Est. Das Gepäck hatten wir am Gare du Nord eingeschlossen, mussten wir also noch schnell holen. Nach drei Stunden mit dem TGV bis Stuttgart waren wir wieder daheim in der alten Heimat – mit hunderten neuen Eindrücken und Gefühlen, die wir aus Madagaskar mitnehmen durften!
"Ein bestimmt nicht einmaliges Erlebnis..."
... denn die nächste Tour steht für uns schon fest. Das geht wohl fast jedem so, der einmal diese Insel mit ihren freundlichen Bewohnern, den interessanten Tieren und den erstaunlichen Landschaften gesehen und erlebt hat. Und das war einwandfrei möglich mit Thorsten und seinem Team. Uns wurde ein organisierter Urlaub geboten, der zu keiner Zeit irgendeinen Charakter einer Pauschalreise zeigte. Wir genossen eine erlebnisreiche Tour mit vielen Highlights, die nie langweilig wurde. Drei perfekte Wochen mit einem Team, das sowohl professionell als auch lockerflockig immer das Beste für uns umsetzte, ein Team, das mit den Teilnehmern zusammenwuchs und das schon nach ein paar wenigen Tagen zu guten Freunden wurde. Eine Zeit in einer Gruppe mit ähnlichen Interessen aber gänzlich unterschiedlichen Charakteren. Trotzdem hatte man nach wenigen Tagen das Gefühl, als würde man sich schon Jahre kennen. Und dass wir aus der Heimat mit einem Paket "Arbeitsstress" anreisten und dieses innerhalb weniger Tage völlig ablegten, ist sowieso klar! Vielen Dank an Thorsten für die ganze Tour, an Beppo und Katja für den fotografischen Support, an Patrick für den vielen Spaß und die tolle Organisation, an Mika, Adolfo, Odon und George für die sicheren und unterhaltsamen Offroadfahrten und an Nina für die super leckere Küche!
Misaotra Namanas!
Veloma und bis zur nächsten Tour!
Alex & Esther





























clickpix sagte vor 2 Jahre 47 Wochen:
Super Bericht und traumhafte Bilder!
Grüsse Torsten
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GreenGumble sagte vor 2 Jahre 49 Wochen:
Dankeschön... Zebras, Giraffen, ...? Madagaskar hat sich vor ca. 150 Millionen Jahren vom Kontinent Afrika abgespalten und diese typischen afrikanischen Tiere existieren dort nicht. Dafür aber Tiere aus der Reptilienwelt oder Affenwelt, die es teilweise zu 90% oder mehr nur dort auf der Insel gibt und demnach endemisch sind... also nirgendwo sonst auf der Welt vorkommen... wie z.B. 99% der Lemurenaffen.
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angelika wolfberger sagte vor 2 Jahre 49 Wochen:
Phantastische Fotos! Spannend und interessant. Macht Lust zum Nachvollziehen!
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greekangel33 sagte vor 2 Jahre 50 Wochen:
PS: Hammermässige Photos nur....wo sind denn nun Zebra, Giraffe, Nilpferd und co ? ;)
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greekangel33 sagte vor 2 Jahre 50 Wochen:
Hmmm- da kriegt man wieder fernweh!
Liebe grüße aus Österreich...
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Alex (nicht überprüft) sagte vor 2 Jahre 50 Wochen:
Hallo Redaktion, ... mhh ok wenn das wirklich so ist, mache ich mir natürlich die Mühe die nächsten Tage, war ehrlich gesagt einfach zu faul ;-) Aber gerne, wenn Ihr meint das das wirklich so rüberkommt?
Grüße
Alex
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REDAKTION (nicht überprüft) sagte vor 2 Jahre 50 Wochen:
Alex, wie wäre es denn, wenn du den kompletten Bericht auch bei uns postest? Andernfalls fühlen sich die User wohl eher veräppelt!
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