Gewinnen kann so schön sein!!!
Fast wäre es mir passiert: Als ich die E-Mail von Frau Harazim (abenteuer und reisen) mit der Betreffzeile „Gewinnspiel“ in meinem Postfach sah, dachte ich im ersten Moment nur an die typischen Spam- Mails, die einem ja fast schon täglich den Gewinn von Geld, einem Auto oder einer Reise suggerieren… Aus diesem Grund wollte ich die Mail eigentlich auch direkt löschen! Da sie aber nicht wie sonst im Spam- Ordner war, öffnete ich sie dann doch und erinnerte mich daran, dass ich in der Tat bei diesem Gewinnspiel teilgenommen habe. Ich hatte wirklich ein Offroad- Fahrertraining für 2 Personen gewonnen!!! Meine Freude war jedoch leider nicht von langer Dauer. Denn als ich den Termin für das Event erfuhr, musste ich feststellen, dass ich genau an dem geplanten Wochenende noch im Urlaub bin! Was nun? Einen Ersatztermin gab es nicht! Ich setzte mich also noch einmal mit Frau Harazim in Verbindung und bekam die Erlaubnis, den Gewinn an Freunde oder Verwandte weiterzugeben, um wenigstens jemand anderes eine Freude damit machen zu können. Aber als auch die beiden Freunde, die ich dafür im Kopf hatte, aus zeitlichen Gründen absagen mussten und mir beim besten Willen niemand mehr einfiel, stand mein Entschluss fest: Bevor irgendjemand anderes meinen Gewinn bekommt, der sich überhaupt nicht über ein Offroad- Training freuen würde, fahre ich lieber selbst! Dann komme halt drei Tage früher aus dem Urlaub zurück. Zum Glück hatte die Umbuchung auch ohne Schwierigkeiten geklappt. Im Nachhinein betrachtet hatte ich alles richtig gemacht! ;-) Und als dann auch schon bald die E-Mail von Paul inklusive Ablaufplan und Hotelbestätigung in meinem Postfach war, konnte es losgehen!
4.September. Unsere Anfahrt aus Düsseldorf zum Parkhotel Velbert war mit 25Km sehr kurz und dank Navi auch genauso unproblematisch. Dort angekommen fiel mir auf dem Hotelparkplatz sofort der schwarze Landrover Discovery ins Auge. „Ob wir mit dem wohl morgen ins Gelände dürfen?!“ Die Vorfreude stieg langsam an! Nach dem Einchecken im Hotel und einer kurzen Zimmerinspektion ging es dann runter zur Rezeption. Kaum aus dem Aufzug begrüßte uns schon Michael, mit einem freundlichen „Hallo! Landrover?“ „Genau!“ Und da saßen sie auch schon alle in der Lobby – die glücklichen Gewinner und eine Gewinnerin. Denn Kathi (die Freundin von Nils), hatte einen schweren Stand und hielt als einzige Frau in der Runde die weibliche Quote hoch. Im Gegensatz zu den Gewinnern aus Krefeld, die gar nicht erst erschienen und sich noch nicht abgemeldet hatten. Unverständlich wie wir uns alle einig waren, zumal Paul in seinem Schreiben extra seine Mobilfunknummer angegeben hatte. Wie vereinbart ging es dann aber schließlich um Punkt 19Uhr zusammen in das Hotelrestaurant. Was dort zunächst als kleiner Monolog seitens Paul über Landrover begann, entwickelte sich schließlich nach und nach zu einer lebhaften und unterhaltsamen Diskussion, bei der spätestens nach dem leckeren Essen alle Teilnehmer bei dem „DU“ angekommen waren! Das Eis war also gebrochen! Von Autos über Berufe zu Politik wurde letztlich kein Thema ausgelassen und auch die ein oder andere persönliche Geschichte wurde erzählt! Gegen 0 Uhr löste sich die Gruppe dann aber doch auf und ein Teilnehmer nach dem anderen verschwand auf seinem Zimmer. Man wollte ja fit sein für nächsten Tag…
5.September. Auch wenn Kathi am Vorabend betonte sie würde gerne schon um 8 Uhr frühstücken, wurde als Treffpunkt 8.30Uhr am Buffet vereinbart, was mir als notorischen Langschläfer schon nicht ganz leicht viel... ;-) Nach einem ausgiebigen Frühstück mit Speck, Rührei und sogar frisch gepresstem Orangensaft war aber dann selbst ich fit und bereit für das was kommen sollte. Abfahrt vom Parkplatz war gegen 09.30Uhr. Paul fuhr in seinem Landrover vor und wir Teilnehmer als Kolonne hinterher. Es dauerte nicht lange und wir erreichten eine Einfahrt mit dem Landrover Emblem oben drauf. Paul machte für einen Moment die Warnblinkanlage an und fuhr dann zügig hindurch. Ich dachte erst, es war das Signal dafür, dass wir angekommen waren. Als es dann aber über einen unbefestigten Schotterweg relativ steil bergab ging, wusste ich wofür der Hinweis war. Es war bereits ein kleiner Vorgeschmack, der Lust auf mehr machte! ;-) Gleichzeitig bekamen wir schon einen Teil der Anlage inklusive Hindernissen und den steilen Ab- bzw. Auffahrten zu sehen, sodass nach dem Aussteigen bei allen das Funkeln in den Augen zu sehen war. Kathi hatte nicht ganz Unrecht damit, dass ein Spielplatz für große Jungs wohl genau so aussehen muss! Zunächst ging es aber erst einmal in das Haupthaus, auch genannt „Castle“. Da nach dem üppigen Frühstück niemand auch nur ein einziges von den dort ausgelegten Schnittchen essen konnte, kamen wir direkt zum Wesentlichen! Wir wurden den anderen Fahrtrainern vorgestellt und über den Ablauf des Events informiert, während wir schon brav unsere Zettel unterschrieben, auf denen wir unter Anderem versicherten, nicht unter Drogen- oder Alkoholkonsum zu stehen. Ich glaube insgeheim hoffte nun jeder Anwesenden, er könnte gleich in eines der Fahrzeuge da draußen steigen und das Gelände unsicher machen. Zumindest ging es mir so, nachdem ich die ganzen Hindernisse gesehen hatte, die nach sehr viel Spaß aussahen! Und auch Markus und Christian waren so motiviert, dass sie bei unserem Rundgang zu Fuß direkt die große Wippe ausprobierten. Was nun folgte, waren aber erst einmal technische Informationen zu Sperrdifferenzialen, Allrad-Antrieb, Luftfederung, Karosserie, Einzelradaufhängung etc. und Hinweise darüber, was zu einem vollständigen Sicherheitscheck vor einer Fahrt im Gelände dazugehört. Hört sich im ersten Moment vielleicht langweilig an, war es aber nicht! Denn erstens waren für jeden viele Sachen dabei, die man noch nicht wusste und zweitens gab es fast zu allem anschauliche Fahr- Demonstrationen, wie sich die Landrover mit unterschiedlicher Ausstattung auf verschiedenen Unterböden verhalten. So staunten wir z.B. nicht schlecht, als bei einem Hindernis das Hinterrad vom Freelander in der Luft hing, während es beim Discovery mit Luftfederung eindeutig auf dem Boden stand (siehe Fotos). Anschaulicher geht es nicht! Gegen 12Uhr war es dann aber soweit. Wir durften selbst in die Fahrzeuge. Jeweils immer ein Gewinner-Team plus Trainer in einem Wagen. Insgesamt standen also vier Modelle für vier Teams zur Verfügung. Perfekt! Für uns ging es zuerst in den Discovery. Auch hier wurden wir zunächst noch einmal mit den Besonderheiten des Fahrzeugs vertraut gemacht und durften uns in einer Demonstrationsrunde von den Geländefähigkeiten des Autos überzeugen. Dann hielt unser Trainer an und stieg aus. „Jetzt seid ihr dran! Wer möchte?“ „Ich natürlich!“ Also ab auf den Fahrersitz. Wie gelernt stellte ich nun den Sitz für mich ein und wollte mich gerade an die Spiegel machen, als von rechts ein „Die brauchen wir nicht!“ kam. „OK, los geht’s!“ Was danach folgte kann man wirklich nur schwer beschreiben. Man sollte es einfach mal selbst mitgemacht haben: 110% Steigung auf unbefestigten Wegen, Anhalten am Berg und wieder Anfahren im 3.Gang der Geländeübersetzung, durch einen kleinen See mit Wasser bis zur Tür, über einen aufgeschütteten Sandhügel, dann Steilkurven, bei denen man das Gefühl hat nur auf zwei Rädern zu fahren, Schlaglöcher , Schlamm, Kies und Abfahrten, bei denen man darauf wartet, dass einen das Heck überholt... Kurz und gut: Das volle Programm! Natürlich durfte mein Papa auch noch ans Steuer und auch den Range Rover durften wir beide noch testen, bevor wir uns wieder zum Mittagessen im Castle trafen. Erster Erfahrungsaustausch: „Das ist doch besser als Phantasialand“ strahlte Kathi. Und in der Tat, wenn man so darüber nachdenkt, sind der Blickwinkel und das Gefühl kurz vor Abfahrt durchaus mit einer Achterbahn vergleichbar! Zumindest wird man dort genauso gut durchgeschüttelt! Bei Schnitzel, Bratkartoffeln und Salat bekamen wir dann noch einen älteren Landrover-Film mit einigen Tipps zu Geländefahrten und anschließend auf Wunsch noch Zusammenschnitte von den Exkursionen des Teams nach Mexiko, Namibia und Island vorgespielt! Drei völlig unterschiedliche Landschaften und eine faszinierender als die andere! Die Gruppe kam kollektiv ins Träumen und beneidete Paul, der ein wenig aus dem Nähkästchen plauderte, während er auf dem Video zu sehen war, wie er gerade einen Maya-Tempel betrat. Doch genug geträumt. Wir wollen ja noch ein bisschen fahren! Und so ging es wieder raus, um auch die anderen beiden Landrover-Modelle noch zu fahren. In unserem Fall den Defender und schließlich den Freelander. Es ist schon erstaunlich, wie unterschiedlich Geländewagen doch sein können und gleichzeitig doch alle irgendwie mit den widrigen Bedingungen fertig werden. Im Falle vom Discovery und Range Rover bedurfte es dabei bloß des Vertrauens, sich vollständig auf die Technik zu verlassen. Denn im Prinzip braucht man dank Bergabfahrhilfe den Wagen nur noch über die Bergkuppe zu fahren und dann zugucken. Bloß Lenken muss man noch selbst! Echt beeindruckend! Und wie das halt immer so ist: Die Zeit ging natürlich viel zu schnell um! Ein Highlight stand aber noch auf dem Programm: Der Trial! Nach einer kurzen Pause mit Kaffee und Kuchen ging raus auf den Parcours. Es war ein mit Stangen abgesteckter Slalom-Kurs. So weit so gut! Nur dass auf den Stangen noch Golfbälle lagen, die nicht herunterfallen durften. Dabei war der Abstand der Stangen gerade mal so breit, dass der Range Rover Sport mit eingeklappten Seitenspiegeln so eben hindurch passte. Die Regeln: Stehenbleiben ist nicht erlaubt, zurücksetzen gibt 3 Fehlerpunkte, ein heruntergefallener Golfball einen Fehlerpunkt und eine mitgenommene Stange sogar 6 Fehlerpunkte. Das Zeitfenster für den Kurs war mit 4 Minuten bis 5.30 Minuten vorgegeben. Für jede 10 Sekunden zu schnell oder zu langsam kam noch einmal je 1 Fehlerpunkt dazu. Harte Bedingungen also! Klar, dass alle erst einmal den Kurs genauestens unter die Lupe nahmen und jedes Team sich eine Strategie überlegte. Es war ja schließlich ein Wettkampf. Anfangen wollte aber dann doch niemand, bevor sich Christian und Markus schließlich dazu bereit erklärten den Anfang zu machen. Drücken durfte sich ja eh keiner. Und so kämpfte dann jeder einmal mit diesen verflixten Stangen und Golfbällen. Und nicht selten führte dabei die Teamkommunikation a la „Etwas mehr links! Nein! Das andere links!“ zu Gelächter und viel Spaß! Selbst die gegnerischen Teammitglieder versuchten dem Fahrer irgendwie zu helfen und belohnten jeden, egal wie gut oder schlecht mit einem gebührenden Applaus! Eine absolute Meisterleistung legte dabei jedoch Nils ab, der es doch tatsächlich schaffte komplett ohne Fehlerpunkte und dazu auch noch in dem vorgegebenen Zeitfenster den Kurs zu meistern! Natürlich Platz eins! Doch auch alle anderen Teilnehmer bekamen bei der anschließenden Siegerehrung eine Urkunde für die erfolgreiche Teilnahme! Damit war dieser Tag dann auch vorbei und ich muss sagen, dass bei diesem Event einfach alles stimmte. Nette Teilnehmer, ein tolles Trainer-Team, super Organisation und eine Menge Spaß! Und ob beabsichtigt oder nicht: Zumindest mein Papa und ich haben uns am selben Abend die Preisliste des Landrover Discovery noch einmal genauer angeschaut und freuen und seither immer, wenn wir einen Landrover auf der Straße sehen…
Vielen Dank an alle, die uns dieses Erlebnis ermöglichten!
Euer Michael



Gonext sagte vor 2 Jahre 31 Wochen:
Nix mitgeschrieben! Das war die positive Wirkung des Fahrspaßes auf das Gedächtnis. Und ein exzellentes Vater-Sohn-Team wart Ihr obendrein.
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paul entwistle (nicht überprüft) sagte vor 2 Jahre 31 Wochen:
Hi Michael - exzellenter Bericht - muß allerdings auf meine fahrweise achten - aber das sagen die Jungs von der Agentur schon seit Jahren. Sehr viele Details in der Geschcihte - hatte gar nicht gmerkt dass Du so viel geschrieben hattest - alle Achtung! Damit meine ich hast Du eine gute Chance!!!
Alles Gute
paul
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Marggraf sagte vor 2 Jahre 33 Wochen:
Es ist schön zu hören, dass wir nicht die einzigen sind, die mit einem breiten lächeln im Auto sitzen, wenn sie einem Land Rover im "Urbanen Gelände" begegnen...
Danke für das Lob, aber die Meisterleistung hätte ich ohne meine Co-Pilotin nicht geschafft.
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Gonext sagte vor 2 Jahre 34 Wochen:
Fragt mich doch die Eierfrau auf dem Wochenmarkt: "Möchten Sie lieber Freelander oder mit Bodenhaftung?"
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markus sagte vor 2 Jahre 34 Wochen:
Hallo Michael,
im Namen der Reaktion und stellvertretend für Frau Harazim ein Dankeschön für den umfassenden Bericht und die vielen Bilder. Da bekommt man richtig Lust, mal den Asphalt zu verlassen ...
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peter_pfaender sagte vor 2 Jahre 34 Wochen:
Guter Bericht - mich wundert nur, dass Autos und Fahrer noch so sauber sind. Da fehlt die malerische Schlammpackung. So oder so - Danke für den Beitrag und ebenfalls viel Glück für die Namibia-Reisen-Auslosung.
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Klaus Neumann (nicht überprüft) sagte vor 2 Jahre 34 Wochen:
Den Spaß an der Offroad-Fahrfreude sieht man Euch beiden auf den Bildern immer noch an. Wen zieht es nach diesem Tag noch in eine Achterbahn?
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