Leser-Reportagen
VIETNAM - Mui Ne,Perle am Südchinesischen Meer
Im November 2006 flog ich von Singapur nach Saigon
(Ho Chih Minh City), wo ich zunächst einige Tage lang mit dem Tourguide, Herr Nguyen, die Stadt erkundete und einen Ausflug ins Mekong-Delta unternahm.
Nun bringt er mich mit dem Wagen nach Mui Ne, einem Fischerdorf in der Provinz Binh Thuan am Südchinesischen Meer. Die Fahrt auf dem gut ausgebauten Highway One dauert zirka fünf Stunden. Nachdem wir das Einzugsgebiet von Saigon hinter uns gelassen haben, nimmt der Verkehr schnell ab. Wir fahren durch abwechslungsreiche, üppig grüne Hügellandschaften und strohgelbe, abgeerntete Reisfelder. Hin und wieder überholen wir hochbeladene Ochsenkarren und wenn wir kleine Dörfer passieren, öfters auch Grüppchen von radelnden Schulkindern.
In Phan Thiet, der Provinzhauptstadt, etwa zwanzig Kilometer vor Mui Ne, zeigt mir Herr Nguyen den malerischen Fischereihafen am Ca Ty-River, das Ho Chih Minh-Museum und den Cham Tower, eine Tempelruine aus der Khmer-Zeit, die außerhalb der Stadt auf einem Hügel gleich neben einem buddhistischem Tempel liegt.
Ziemlich geschafft von der langen Fahrt und der schwülen Tropenhitze erreichen wir am frühen Nachmittag das "Blue
Ocean Resort" in Mui Ne. Die Hotelanlage mit herrlichem Gartenpool liegt direkt am Strand. Mui Ne bedeutet übersetzt "Halbinsel, hinter der man Schutz findet" und bezieht sich auf die Fischer, die dort bei stürmischer See Zuflucht suchen. .
In den nächsten Tagen genieße ich den Komfort und Service des Resorts. Der feinsandige Strand ist im Westen von einem felsigen Kap begrenzt, in die Gegenrichtung zieht er sich kilometerweit bis zum Fischereihafen von Mui Ne. Hier liegen kleine Hotelanlagen. Einige Surfschulen gibt es auch. An der Straße hinter den Hotels kann man kleine Shops und jede Menge gut geführter Restaurants finden. Viele haben ihre Speisekarten auch in Deutsch oder Russisch geschrieben.
Die Vietnamesen sind da sehr flexibel.
Früh morgens um sechs herrscht bereits reger Betrieb am Strand. Die Fischer ziehen ihre runden, riesigen Körben gleichenden Boote ans Land, in denen sie nachts mit Netzen ihrer nicht ungefährlichen Arbeit nachgehen. Frauen warten bereits mit Tragekörben und feilschen mit den Fischern um den Preis. Was nicht an die Restaurants verkauft wird, dient der Eigenversorgung. Kleine Kinder spielen unterdessen vergnügt im Sand. Eine friedvolle, entspannte Szenerie für den unbeteiligten Zuschauer.
Nach ein paar erholsamen Tagen erkunde ich mit einem gemieteten Motorroller die weitere Umgebung. Und es gibt Einiges zu entdecken. Auf halbem Weg zum Hafen kann man mit oder ohne Führung in einem roten Bachbett einen Spaziergang zu einem kleinen Wasserfall unternehmen. Im meist nur knöcheltiefen Wasser ist es ein Leichtes, den Bach hinaufzuwaten und dabei die Landschaft zu genießen.
Ein paar Kilometer nördlich von Mui Ne beginnen die "Red Sand Dunes". Diese tennisplatzroten Sanddünen, unmittelbar am blauen Meer, bilden einen einzigartigen Kontrast und eine einmalige Landschaft in Vietnam. Viele einheimische Touristengruppen wandern in den Dünen. Geschäftstüchtige Knirpse bieten für umgerechnet ein paar Cents ausrangierte Surfboards an, auf denen man das
Rodeln versuchen kann.
Die ausgefallenste Szenerie bietet dann vielleicht der
"Red Canyon", nicht mehr weit von den Dünen entfernt. Ein ausgetrocknetes Bachbett windet sich durch steile Sand- und Felsformationen, die in allen erdenklichen Rottönen leuchten. Ein Wüsten-Canyon im tropischen Vietnam!
Copyright by: Text und Fotos: Josef Stadler











jessica harazim sagte vor 3 Jahre 45 Wochen:
Tolle Fotos! Wir hoffen auf weitere Beiträge zu den anderen 45 Ländern, die Sie schon bereist haben... ;-)
Beste Grüße aus der Redaktion!
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