Leser-Reportagen
Sansibar - Alptraum- oder Trauminsel?
Es gibt Orte, die haben bei Globetrottern einen guten Klang. In Afrika gehört zweifellos Timbuktu dazu, aber auch Sansibar.
Sansibar- eine faszinierende Insel, eine faszinierende Stadt. Das Archipel mit Sansibar, Pemba und fast 50 weiteren Inseln erstreckt sich über eine Fläche von 4.891 Quadratkilometer vor der Ostküste Tansanias. Wenn man sich überlegt, dass sich der Landesname Tan/za/nia aus TANganyika, ZAnsibar und AzaNIA (griechischer Name der Ostküste) zusammensetzt, wird deutlich, welch wichtige Rolle diese Insel spielt in einem Land mit 945.087 Quadratkilometern.
Sicherlich, man kann nach Sansibar auch fliegen, aber bei einer Fährüberfahrt von Dar-es-Salaam nach Stonetown, dieser alten arabisch angehauchten Stadt, bekommt man viel mehr mit. Nicht nur, dass man das Durcheinander vor der Abfahrt beobachten kann, man kommt auf der Überfahrt, die je nach Schiff zwei bis vier Stunden dauert, auch mit den Einheimischen in Kontakt, fährt an etlichen Fischerbooten vorbei und sieht, wie sich die Silhouette von Stonetown langsam vor einem aufbaut.
Besuch in Stonetown
Am Hafen muss man erst mal zur Grenzkontrolle, obwohl man das Land ja eigentlich nie verlassen hat. Auch dies zeigt den Sonderstatus von Sansibar deutlich. Hat man die Pass- und die Gesundheitskontrolle passiert, kämpft man sich erst einmal an den ganzen Guides und Taxifahrern vorbei.
In Stonetown ist es am besten, einfach ohne festes Ziel durch die Gassen zu schlendern, wobei man aber früh mal beim Fischmarkt und zum Sundowner auf der Terasse der Bar des Africa House Hotel aufschlagen sollte. Stonetown gehört zu den wenigen Städten in Ostafrika, wo man sich als Weißer auch nachts weitgehend gefahrlos durch die Gassen bewegen kann. Und das ist gut so, kann man doch dann die fantastische Sansbiar-Küche probieren.
Kein guter Ort für eine Diät
Etwa im Monsoon Restaurant: Tolles Flair, sehr stilvoll. Die Schuhe bleiben vor der Tür, gespeist wird auf Kissen, das Essen wird auf niedrigen Swahili-Tischen serviert. Zu essen gibt es erstklassige und bezahlbare Swahili-Küche, im Hintergrund spielt ein Musiker Taarab-Musik.
Alternativ kann man sich auch in den Forodhani Gardens an den zahlreichen Grill- und Garküchen sehr preiswert satt essen. Das Spektrum reicht von leckeren Samosas (Teigtaschen mit herzhafter Fleisch- bzw. Gemüsefüllung) über Mishaki (gegrillte Spieße) und herzhafte Kachori (Kartoffelbällchen) bis hin zu Chapatis (ungesüßte Crepes), Spicetea und frisch gepressten Zuckerrohrsaft.
Das House of Wonders zeugt vom früheren Reichtum der Stadt. 1883 von Sultan Barghash errichtet, war dies das erste Gebäude Sansibars, das nicht nur über Elektrizität verfügte, sondern auch über einen Lift. Dieser Reichtum war aber teuer erkauft, der Erlös stammte nicht nur aus dem Verkauf von Gewürzen, sondern vor allem aus dem Verkauf von Sklaven. Dort wo heute das Zansibar Serena Inn Touristen aus aller Welt beherbergt, am Kelele Square, befand sich früher der Sklavenmarkt.
Man sieht also, Samsibar war nicht immer eine Trauminsel...
Die Insel Sansibar hat aber noch mehr zu bieten: Traumhafte Sandstrände, erstklassige Schnorchel- und Tauchareale, Fahrten mit den traditionellen Dhaus oder den Besuch einer Spicefarm.
Preiswerte Unterkünfte in hervorragender Lage
Ein einfaches, sauberes, zentral, aber dennoch ruhig gelegenes Hotel ist das Shangani Hotel (www.shanganihotel.com) mit Klimaanlage, Internetcafe und einem Dachrestaurant.
Eine schöne Anlage an der Nordspitze der Insel, direkt am Strand von Nungwi, ca. 500 Meter von den wirklich sehenswerten Dhau-Werkstätten, mit Tauchzentrum, Reisebüro, Internetcafe, Geschäften und mehreren Restaurants, sind die Amaan Bungalows (www.amaanbungalows.com). Die Zimmer in Reihenbungalows sind großzügig geschnitten und sauber. Das Essen im Restaurant auf Stelzen im Meer ist recht gut, vor allem das Frühstück. Sehr gut ist das Essen in der benachbarten Langi Langi-Bungalowanlage.
Sehr schön: Da die Polizei am Strand patroulliert, hat von Ruhe vor den Beach Boys, die an anderen Stränden Sansibats recht enervierend sein können.











D-ROLF sagte vor 1 Jahr 38 Wochen:
Sansibar aber noch mehr Timbuktu sind garantiert "normalen" reisenden nicht zu empfehlen, da gibt es exotische Inseln wie Reunion, wo man sich stressfreier aufhalten kann
ff
D-ROLF
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Pele sagte vor 2 Jahre 1 Woche:
Servus!
Deine Reports lese ich immer wieder gerne.
Nette Grüße von Josef
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