Malediven low-budget
Bildschön sollte sie sein, ein tolles Hausriff sollte sie haben und darüber hinaus sollte sie auch noch supergünstig sein – unsere ultimative Trauminsel auf den Malediven. Zugegeben, das sind gleich
3 anspruchsvolle und vor allem ziemlich unvereinbare Wünsche auf einmal. Doch wer jetzt glaubt „geht nicht“, dem sei gesagt: „geht nicht“ gibt’s nicht. Man muss nur suchen! Und ganz besonders wichtig: zum „richtigen“ Zeitpunkt verreisen.
Achten Sie auf die Saison!
Denn wer seinen Urlaub in der Nebensaison (Mai–Okt.) bucht, kann schon gut 200 Euro, auf hochpreisigeren Inseln sogar bis zu 900 Euro/Wo. einsparen – muss dann aber auch damit rechnen, dass es öfter regnet, als einem möglicherweise lieb ist. Unabdingbare Hilfe: das Reisebüro. Denn sogar erfahrene Traveller werden beim Versuch, sich ihre Malediven-Reise selbst zusammenzustellen, entnervt aufgeben. Warum? Die Endsumme ist bei der Individualbuchung unverhältnismäßig hoch und steht, zumindest bei Malediven-Reisen, in keinem Verhältnis zum Organisationsaufwand.
Definieren Sie exakt Ihre Ansprüche!
Wenn es dann ans Eingemachte, nämlich die Wahl des perfekt auf den Besucher zugeschnittenen Eilands, geht, wird es noch einmal richtig kompliziert, definiert doch jeder seine Ansprüche anders. Dem Sonnenanbeter ist ein langer Sandstrand, dem Wassersportler ein attraktives Tauchrevier wichtig. Der Feinschmecker legt Wert auf ein hervorragendes Restaurant, der Ästhet auf einen schicken Bungalow. Letztere werden übrigens auf einer Budget-Insel sicher nicht ihr Glück finden: Das Essen ist zwar meist okay, mehr aber auch nicht. Ebenso verhält es sich mit dem Ambiente: Wer Teakholzmöbel und eine Bose-Anlage für sein persönliches Glück braucht, wird nur enttäuscht sein. Für diesen niedrigen Preis muss man sich schlicht mit der Basis-Ausstattung (Bett, Tisch, Sessel, Schrank, Kühlschrank und Bad) zufriedengeben. Es sei denn, man mietet sich in eine gehobenere, dann aber auch wieder teurere Unterkunftskategorie (Komfortzimmer oder Overwater-Bungalow) ein.
Setzen Sie gezielt Prioritäten!
Wir hatten andere Prioritäten als Designerspa und Champagnerbar – die Insel sollte schlicht schön sein, und zwar über wie unter dem Meeresspiegel. Vor Abreise las ich in einem Reiseführer den Satz: „Wer die Unterwasserwelt der Malediven nicht gesehen hat, hat die Hauptattraktion der Atolle verpasst.“ Entsprechend wichtig war uns, dass das Eiland über einen schönen Strand, vor allem aber über ein besonders reich bevölkertes Hausriff verfügt, an dem wir nach Lust und Laune stundenlang schnorcheln können. Mithilfe von diversen Tauchzeitschriften und Internet-Foren wurden wir schließlich fündig: Fihalhohi (www.fihalhohi.net), seit den 1980er Jahren unprätentiöser Resortklassiker im Süd-Male-Atoll, sollte es sein. Das günstigste Angebot war mithilfe des Reisebüros schnell gefunden – in der Nebensaison kosten 2 Wo./HP/Flug ab 1.240 Euro/Pers., z. B. bei Jahn Reisen, ITS, Kumara Reisen, Stop-over Reisen.
Behalten Sie die Nebenkosten im Auge!
Fazit: gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Unser Bungalow mit Meerblick war zwar nur zweckmäßig eingerichtet, aber immer sauber. Frühstück und Abendessen in Buffetform waren abwechslungsreich, wenn auch nicht sterneverdächtig. In der „Fishermans Bar“ gab es allabendlich ein Animationsprogramm, auf das wir gut hätten verzichten können, dafür bot die „Blue Lagoon Bar“ totale Ruhe. Der Service war tadellos. Auch die Nebenkosten waren wider Erwarten überschaubar – die 1,5-l-Flasche Wasser kostete 2 Euro, ein Bier 2,50 Euro. Doch wer viel Durst hat, sollte nicht vergessen: Nach 2 Wochen läppert es sich zusammen.
Zu guter Letzt: Genießen Sie Ihren Urlaub!
Die Insel per se: ein zauberhaftes Spiegelei mit langem schneeweißen Sandstrand und Hunderten von Palmen. Das Wichtigste (zumindest für uns): drum herum eine Unterwasserflora und -fauna, die Schnorchler- wie Taucherherzen höher schlagen lässt. Schon in der Lagune schwammen kleine Haie und Baby-Rochen. Weiter draußen am gut erreichbaren Hausriff: Muränen, Stingrays, Oktopusse, Clownfische, Feuerfische, Drückerfische usw. – das ganze Programm. Eine 3-stündige Schnorchelsafari gewährte uns noch Ausblicke auf eine Riesenschildkröte, einen großen Schwarzspitzen-Riffhai und eine Languste. Unbezahlbare Eindrücke, die wir in einem teuren Luxusresort auch nicht schöner hätten erleben können.



Graziella (nicht überprüft) sagte vor 2 Jahre 24 Wochen:
Danke für den tollen Bericht.
Hier gibt es auch tolle Unterkünfte auf den Malediven:
http://sri-lanka-reisen.eu/component/products/?catid=7
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rhoenhaeschen sagte vor 4 Jahre 4 Wochen:
Hallo Jessica,
haben deine aktuelle Reportage ueber die Malediven gelesen. Ganz nach unserer Vorstellung! Planen einen Aufenthalt auf einer der Low Budget Hotelinseln, da wir selbststaendig von Indien aus anreisen werden.
Wir benoetigen dringend ! Tips ueber eine guenstige Unterkunft. Haben keine weiteren Ansprueche.
Was kostet ein DZ pro Nacht und Person? Und reicht es, zur Touristeninformation am Flughafen Male zu gehen?
Fragen ueber Fragen....ach ja, befolgen deinen Tip mit der Nebensaison ab Mai :-)
Schreibe bitte schnell an: rhoenhaeschen@gmx.de
Thanks
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jessica harazim sagte vor 4 Jahre 11 Wochen:
Tja Micha, diese Thematik hat uns auch beschäftigt, das kannst Du mir glauben. Der Mare-Artikel, den ich jedem Malediven-Besucher ans Herz lege und der die schwierige Situation vor Ort eindrucksvoll skizziert, erschien direkt nach dem Urlaub.
Bleibt auch hier wieder die Frage, ob man den Menschen dort mehr hilft, wenn man hinfährt, oder wenn man zu Hause bleibt. Ich für meinen Teil habe darauf noch keine Antwort gefunden.
Um aber Deine Eingangsfrage zu beantworten: Ja, es empfiehlt sich definitiv, mit dem/der Liebsten auf die Malediven zu fahren. Außerdem sollte man ziemlich unterwasser-affin sein (tauchen ist kein muss, man kann auch wunderbar schnorcheln), sonst langweilt man sich wahrscheinlich zu Tode.
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Micha sagte vor 4 Jahre 11 Wochen:
Und was bitte, Jessica, macht man den ganzen Tag auf so einem Spiegel? Essen? Tauchen? Oder verliebt sein.... im übrigen sind die Malediven eine üble Diktatur...
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jessica harazim sagte vor 4 Jahre 12 Wochen:
Kann ich wirklich empfehlen - übrigens auch, was die Nebenkosten betrifft. Wir haben es auch mal scheppern lassen, etwa in Form von völlig unnötigen Fruchtcocktails, Milchshakes und Gin Tonics, dennoch war der Urlaub ECHT bezahlbar. Meine Baby-Haie sind wahrscheinlich jetzt schon zu groß für die Lagune und tummeln sich mittlerweile bereits am Riff… Sehnsucht!!!
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neosummer sagte vor 4 Jahre 12 Wochen:
Klasse! Fernweh...
:-)
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clickpix sagte vor 4 Jahre 12 Wochen:
Interessanter Bericht!
Bin eh schon reif für die Insel ;o)
Grüsse Torsten
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