Leser-Reportagen
Eine Reise zur blauen Küste
Eine Reise zur blauen Küste.
Angebote aus aller Welt hatten wir eingeholt, und uns dann doch für ein Ziel recht nah der Heimat entschieden. Die Côte d' Azur, die Blaue Küste, und das im März wo jeder fragt „Ihr fahrt mit dem Cabrio? Aber wie warm ist es da denn jetzt?“
Gleich hinter den Alpen war klar: warm genug. Bei unserer Ankunft in Fréjuse hatten wir strahlend blauen Himmel und milde Temperaturen.
In den nächsten Tagen gab es außerdem so viel zu sehen und zu staunen als hätte man uns die vielfallt der Welt an diese Küste geholt.
St-Tropez lag so wunderschön ruhig im Sonnenschein als hätte es die großen Besucheranstürme von bis zu 80.000 Touristen am Tag in den letzten Jahrzehnten nicht gegeben.
Franzosen die in aller Ruhe ihren Kaffee trinken. Einzelne Händler die am Hafen versuchen ihre Bilder zu verkaufen. Angestellte polieren die Jachten für die Saison und die Zitadelle ist menschenleer.
In Monaco hingegen ist alles ein bisschen besonders, hier begegnet man ständig Menschen von denen man meint sie schon in einer Fernsehreportage gesehen zu haben. Auch im März strömen die Touristen in das Casino, sie staunen über die Unmengen an Geld die am Roulettetisch in Jetons getauscht werden. Die PKW die hier vor der Tür stehen, sind so selten das man viele davon noch nie gesehen hat, man meint sie seien überhaupt nur für die Besucher aufgestellt. Im Hafen liegen die größten Jachten der Küste und stehlen jedem Museum die Show.
In St-Paul de Vence, Gourdon oder Éze sieht es hingegen ein wenig wie im Märchen aus.
Die Häuser so eng bei einander das Autoverkehr nicht möglich ist. Kleine Läden, überall Blumen vor den Türen und tolle Ausblicke über die Landschaft. Fantastisch ist der Blick am Abend von Gourdon, 758m hoch auf einem Felsen liegt der 400 Ew Ort.
Eine Fahrt bis zum Grand Canyon du Verdon bringt dann Überraschungen ganz anderer Art. Nebel, Wolken die so tief hängen das sie einem auf den Kopf zu fallen scheinen. Riesige Felswände ragen links und rechts der Straße auf. Warnhinweise vor Hochwasser am Ufer des reisenden Flusses, Regen...und dann beginnt es große weiße Flocken zu schneien. Die wenigen weiteren Fahrzeuge bewegen sich nun bei nicht mal 30 km/h durch die Serpentinen. Nein dies sind nicht die Gegebenheiten fürs Cabrio.
Cannes die Filmstadt und Grasse mit all den Parfümerien gehören ebenso zum muss wie Nice (Nizza). In der größten Stadt an der Côte d' Azur (ca.350.000 Ew.) gibt es enge Gassen in der Altstadt, die Promenade de Anglais ist so berühmt wie das dortige Hotel Negresco. Der Kaffee kostet hier gerne mal fünf oder auch acht Euro.
Das Musée d' Art Moderne et d`' Art Contemporain bringt erneutes Staunen, keine Kosten, dafür eine Auswahl interessanter Werke und ein toller Blick „über den Dächer von Nizza“, der auch Alfred Hitchcock beeindruckt hätte.
Am Ende sitzen wir in einem Kaffee in Fréjuse, all diese Eindrücke, die Landschaft, die Städte, das Blau von Himmel und Meer, das schon so viele Künstler anzog.
Um uns Einwohner, die wie wir, ihren Kaffee zu einem Preis von zwei Euro trinken, das Frühjahr und die Sonne genießen. Jugendliche prahlen mit ihren Mofa. Ein kleiner Junge jagt den Tauben nach, die immer wieder auffliegen. Was für eine Küste.



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