Leser-Reportagen
8 Parks und Naturreservate - Tour durch Costa Rica (2008)
Dienstag 04.03.2008 (Amsterdam)
15:00 Uhr (MEZ): Abflug Amsterdam-Shiphol mit Martinair. Der Abflug hat sich - wie schon im letzten Jahr - um 1 Stunde verzögert. Zwischenstopp ist diesmal nicht Orlando, sondern Miami. Im Flugzeug bekam ein Passagier einen Herzanfall. Es waren zwei Ärzte an Bord, die ihm ein wenig helfen konnte. Es stand die Überlegung im Raum einen Zwischenstopp in Halifax oder Boston einzulegen. Letztlich entschied man sich dann doch dafür planmässig weiterzufliegen. In Miami genossen wir dann den wahrscheinlich schnellstens Checkin für US-Verhältnisse. Es blieb für den planmässigen Weiterflug der Anschlussmaschine nur 40 min Zeit und die haben wir auch geschafft. 132 Passagiere in knapp 30 min durch den diesmal nicht ganz so strengen Security-Check zu bekommen war wohl auch für die Amis was neüs. Meine Kameratasche genoss allerdings eine Sonderbehandlung. Im Röntgengerät störten den Officer dann doch viele Kabel und Batterien und Elektronik, weshalb die Tasche von Hand gecheckt wurde. Ankunft in San Jose war pünktlich um 22:10 (Ortszeit).Am Flughafen - während des Wartens auf das Gepäck - hab ich mich am Automaten mit Geld versorgt. Dollars und Colones. Von da aus ging es mit dem Taxi ins Hotel.
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Donnerstag, 06.03.2008 (Puerto Viejo)
Eigentlich sollte oben ja Gandoca Manzanillo stehen, ABER. Der Reihe nach. Als ich am Terminal del Caribe rechtzeitig ankam, stand der Bus noch nicht da. Viele Leute warteten. Soweit kein Problem. Dann kam er endlich. Unser Bus. Nun was soll ich sagen, es war das gleiche Modell, mit dem wir letztes Jahr auf dem Weg von Paquera nach Montezuma schon mal stehengeblieben waren. Das muss ja nichts heissen, dachte ich mir. Dennoch scherzte ich zu einem jungen Kanadier, dass der Bus nicht so aussieht, dass er die Tour durchhält. Nachdem alles verladen war startete der Fahrer den Motor und pumpte mehrmals, so als wolle er den Druck im Hydrauliksystem erhöhen. Wir fuhren also los und: Nach ca. 60 Minuten Fahrt, inmitten des Nationalpark Braulio Carillo gab es einen Mega-Zisch und der Bus blieb vor einer Kurve stehen. Nichts ging mehr. Der gesamte Bremsdruck war entwichen. Der Fahrer versuchte noch, das ganze zu reparieren, stellte aber bald fst, dass das nicht geht. Daher rief er aus San Jose einen Ersatzbus. Das daürte dann natürlich auch eine Weile. Und so stiegen die meisten aus dem Bus aus und "vergnügten" sich am Strassenrand. Eine Frau versuchte zu trampen. Irgendwann hielt auch ein LKW an. Die Stelle an der wir unfreiwillig hielten war nicht ungefährlich. Unsere Fahrtrichtung hatte nur eine Spur, was die nachkommenden LKW veranlasste zu überholen - trotz Gegenverkehr. Irgendwann - nach fast 90 Minuten - kam dann der Ersatzbus und wir konnten unsere Fahrt endlich fortsetzen, erreichten wegen Strassenbauarbeiten Puerto Viejo dann mit über 2 stündiger Verspätung.
Und warum blieb ich nun wieder in Puerto Viejo ? Wir kamen hier erst um halb 5 an, kurz vorher ging der vorletze Bus nach Manzanillo. Der letzte erst wieder um 19:30 Uhr. Also suchte ich mir eine Cabina, die ich nach nur 3 Anläufen auch fand. Cabinas "Dolce Vita" , ziemlich versteckt gelegen bei Stanford (das ist da wo man die "Salsa Brava" so gut sieht). Ich hab ein 3 Bett-Zimmer für mich allein, für ganze 12 Dollar die Nacht. Nach Manzanillo fahre ich morgen entweder mit dem Fahrrad oder mit dem Frühbus um halb 8. Wahrscheinlich eher der Bus, da es 15 km bis Manzanillo sind...
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Samstag, 08.03.2008 (Cahuita)
Der Tag in Cahuita stand ganz im Zeichen des Nationalparkes, den ich frühmorgens betrat und erst gegen 16:30 Uhr wieder verliess. Habe jede Menge Kapuzineraffen gesehen, Lurche, Schmetterlinge, Vögel, ein Faultier und und und...
Im Park traf ich zwei Schweizerinnen. Tina ist schon seit Ende Januar in Costa Rica, sie war in Tamarindo in der Sprachschule. Ihre Freundin Monika besucht sie jetzt und die beiden reisen so noch 1,5 Wochen durch das Land, bevor Monika wieder nach Hause muss und Tina zunächst nach Nicaragua und dann weiter nach Quito (Equador) fliegt. Die politische Lage hat sich wieder entspannt, nachdem aus einem Kriegsgipfel auf typisch lateinamerikanische Art auf einmal ein Friedensgipfel wurde.
Am Abend war Live-Musik in Cahuitas Cocos Bar angesagt. Reggae und Salsa sollte gespielt werden. Es wurde zwar nur Reggae gespielt, was der Stimmung aber keinen Abbruch tat. In der Luft war ein seltsamer Geruch von Gras und irgendwie hatten alle Leute ihren Spass.... Morgen ist die Fahrt nach Limon geplant, von wo aus ich versuchen möchte in Richtung Westen zu kommen. Die Region Monteverde / St. Elena / Arenalsee / Tenorio möchte ich besuchen und dort ein paar Tage bleiben. Den Botanischen Garten am Arenalsee möchte ich mit in meine Reise integrieren.
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Dienstag, 11.03.2008 (Nuevo Arenal)
Der Tag in Nuevo Arenal begann wieder mit einem netten Frühstück, die Pizza vom Vorabend hab ich gut vertragen. Ausserdem steht die Überlegung an mit dem 11:00 Uhr Bus nach Tilaran weiterzuziehen, um dort den 12:30 Bus nach Santa Elena zu bekommen, wenn denn schon in Nuevo Arnenal nichts los ist. In der German Bakery von Thomas und Ellen wollte ich mich danach erkundigen. Ellen war sehr erfreut einen Deutschen zu treffen, der nicht mit einer Reisegruppe kam. Und sie war erstaunt wegen meiner Nachfrage bezüglich des 11:00 Bus. Den es nämlich gar nicht gab. Das liess sie sich bei 2 Telefonaten bestätigen und daher fragte ich nun, was es denn hier so zu unternehmen gäbe. Sie machte mir den Vorschlag, dass ich erst runter an den See gehen und am frühen Nachmittag wieder bei ihr vorbeikomme.
Die Aussicht am See war wirklich sehr toll, das Wetter eignete sich hervorragend für eine kleine Wanderung. Am Nachmittag war ich wie versprochen zurück und Ellen hatte einen Freund gefragt, ob er mich abholen könne und wiederum zu einem anderen Amigo fahren könnte. Der hat nämlich ein schönes Grundstück in höherer Lage und dort könnte ich viele Fotos machen. von Pflanzen und von der Umgebung. Das liess ich mir natürlich nicht zweimal sagen. Und ich sollte nicht enttäuscht werden. die Aussicht auf den Arenalsee war wirklich fantastisch, sogar den Tenorio konnte ich sehen. Das war ein sehr schöner majestätischer Anblick.
Nach einer knappen Stunde war ich zurück und bei Thomas und Ellen sass ein anderer Deutscher, der in Thailand ein Restaurant hat und nun nach 4 Jahren erstmal Urlaub braucht und den verbringt er in Costa Rica. wir unterhielten uns sehr angeregt über dies und jenes und obwohl wir 2 "Fremden" Thomas und Ellen vorher noch nie im Leben gesehen haben luden die beiden uns am Abend zu sich nach Hause zum Grillen ein. Dieser Einladung folgten wir beide natürlich sehr gern und es wurde ein sehr schöner Abend.
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Freitag 21.03.2008 (Poor Man´s Paradise)
Das Taxi kam pünktlich um 8:00 Uhr in Bahia an und los ging die Fahrt – ein Stück weit entgegengesetzt der Strecke, die ich gestern Abend zurückgefahren bin. Es war der Sohn des Taxifahrers von gestern. Kurz nach 9 Uhr erreichten wir in Sierpe die Bootsanlegestelle. Ich hatte nun noch über 2 Stunden Zeit, die ich an diesem herrlichen Tag mit einem ausgiebigen Frühstück. Danach setzte ich mich ein wenig ans Wasser und beobachtete die Wasserpflanzen, die auf dem Rio Sierpe mit der Strömung mitfuhren.
So gegen 11:00 begab ich mich dann an den Bootssteg des Poor Man´s Paradise, wo schon einige wenige Leute warteten. Ich kam ins Gespräch mit einem dort wartenden Mann, dessen Akzent sich schnell als Schweizer herausstellte. Er heißt Pierre-Francois – oder Peter-Franz wie er mit einem Augenzwinkern hinzufügte. Er hatte eine Costa Rica Tour hinter sich und wollte jetzt seinen Abschluss im PMP verbringen, genauso lange wie ich auch. Wir würden die Zeit also gemeinsam verbringen. In seinem Gepäck befanden sich einige Flaschen Wein, da er dort seinen 45. Geburtstag feiern würde.
Die Abfahrt vom Bootssteg verzögerte sich leider noch, da man noch auf zwei Touristen warten wollte, die nicht pünktlich da waren. Die kamen dann aber bis 12:00 Uhr doch nicht, so dass Capitano Pincho entschied, nun loszufahren. Hinterher erfuhr ich, dass „Pincho“ der Chef des PMP war. Zunächst begann die Bootsfahrt gemächlich, solange wir in der Nähe von Sierpe waren. Am Boot war ein 400 PS-Außenbord-Motor, der aber schon bald für mächtig Dampf sorgte und so begann eine sehr rasante Fahrt über die Rio Sierpe und dann übers offene Meer
Kurz nach 14:00 Uhr erreichten wir das Ressort – jedoch mussten wir auf offener See das Boot wechseln, weil das größere Boot mit dem wir kamen nicht zum Anlanden am Strand geeignet ist. Es bedarf nämlich einer ganz speziellen Technik, um am Strand des PMP überhaupt landen zu können. Bei PMP wurden wir von Katja, einer Deutschen, begrüßt. Nach einem Mittagessen erklärte sie uns allen zusammen, wie die Organisation der einzelnen gebuchten Ausflüge an den verschiedenen Tagen von statten geht, wann es Essen gibt, wann der Strom weg ist, wo man schwimmen gehen kann und wo man es sicherheitshalber besser sein lässt.
Für den Nachmittag stand heute erstmal nur die Besichtigung der näheren Umgebung auf dem Plan. Gemeinsam mit Pierre-F. ging ich dem Strand entlang nach San Jocecito. Auf dem Weg dahin hatten wir schon das große Glück, dass uns diese wunderbaren Roten Aras begegneten und ich sie aus der Nähe ablichten konnte.
Am Abend erfuhren wir, dass es am nächsten Tag auf die erste Expedition in den Corcovado gehen wird – nach San Pedrillo gemeinsam mit einer sehr erfahrenen Consuelo, die – dank eines Aufenthaltes in München – deutsch verstand und auch einige Brocken sprach.
Bereits heute Abend sollte sich herausstellen, was für ein Sprachtalent Pierre-F. ist. Neben Deutsch und Englisch beherrscht er Spanisch und Französisch perfekt. All diese Sprachen würden wir in den nächsten Tagen noch gebrauchen. Am Abend erfuhr ich auch, dass Pierre morgen Nachmittag noch ein französisches Paar hier in PMP erwartet. Die beiden hat er auf seinem Trip zuvor kennengelernt. Er sei ein „alter begeisterter Fischer“.
Für heute war es das aber erstmal. Der Abend hält noch einen der wunderbarsten Sonnenuntergänge bereit und bei einem kühlen Cerveca lassen wir den Tag ausklingen und bereiten uns auf die morgige Expedition vor.
Den vollständigen Reisebericht der 2008er Reise - inklusive Poor Man´s Paradise in Costa Rica gibt es: http://www.marunde.com/index.php?option=com_content&view=article&id=51&I...
Mehr Infos zum Land, eine eigene Enzyklopädie und ein Forum gibt es hier: www.costa-rica.eu und www.ticopedia.de





















Britta (nicht überprüft) sagte vor 2 Jahre 42 Wochen:
Costa Rica ist einfach toll, da gibt es nichts dran zu rütteln!!
Und am beeindruckensten bei meiner ersten Reise dorthin (vor ca. 15 Jahren) fand ich, dass ich schon damals im Touristoffice einen vollständigen Busfahrplan bekommen habe und die Busse auch immer zur dort angegebenen Uhrzeit gefahren sind!!! Und dass hat sich bei meinen vielen Reisen nach Costa Rica auch nicht wesentlich geändert - hier gibt es ja bei der Deutschen Bahn auch ständig Verspätungen. Von daher hast Du ein bißchen Pech gehabt mit den Öffentlichen. Aber den Spaß an der Reise hast Du Dir ja offensichtlich nicht vermiesen lassen!
Für Individualreisende ist Costa Rica, wie ich finde, ein klasse Land und auch ein super Einstieg, wenn man noch nie in Latinoland war. Im Vergleich mit Megastädte wie Lima, Bogota oder Guatemala City ist San Jose echt schnuckerlig und auch ziemlich sicher (aufpassen auf seine Wertsachen muss man hier natürlich auch, aber wo muss man das nicht).
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Pele sagte vor 3 Jahre 47 Wochen:
Servus Nico!
Wie ich schon greekangel33 geschrieben habe. C.R.-Geschichten rufen bei mir schöne Erinnerungen wach.
Tolle Story.
Viele Grüße von Josef
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Sabine sagte vor 3 Jahre 48 Wochen:
Hallo Marunde,
das hört sich alles wunderbar an und ich würde am liebsten gleich meine Koffer packen :-) Ich hatte mal vor zwei Jahren aufgrund einer Kreuzfahrt einen Zwischenstop in Puerto Limon, aber leider leider hatte es damals den ganzen Tag so füchterlich geregnet, dass alle Ausflüge für Costa Rica abgesagt wurden. So ein Pech. Als "Trost" haben wir abends die Ausflüge von vorherigen Gruppen gezeigt bekommnen. Das wäre ihr Preis gewesen... :( Aber ich denke Costa Rica ist eine Reise wert und da werde ich bestimmt noch mal hinkommen.
Viele Grüße
Sabine
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greekangel33 sagte vor 3 Jahre 48 Wochen:
Hallo Nico!
Und noch ein Costa Rica Fan. :) Es ist schoen zu sehen, dass dieses Land es immer noch schafft die Menschen zu verzaubern!
Super Photos! Lustige Reportage- hab mich gleich wieder wie daheim gefuehlt- speziell bei Deiner Cahuita Beschreibung...
Liebe Gruesse,
Angie
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jessica harazim sagte vor 3 Jahre 50 Wochen:
Super Reportage, tolle Fotos. Und schön, dass Du wieder da bist!
Viele Grüße aus der Redaktion!
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