Leser-Reportagen
Thailand!
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Anreise/Tag 1 in Bangkok
31.1.2009 – 01.01.2010
Jetzt war es also mal wieder so weit – ab in den Urlaub.
Der Traum, den wir in der Moskauer Zeit nicht mehr realisierbar war,
konnten wir nun endlich in die Tat umsetzen – auf nach Thailand!
Von Wien aus ging es mit den Emirates über Dubai nach Bangkok.
Außer dem Flugticket hatten wir nichts in der Hand. Einen Reiseführer hatten
wir zwar – gelesen hat ihn aber keiner von uns. Und so war natürlich im Vorfeld
auch nichts gebucht.
Die Anreise hat aber schon mal ganz gut geklappt.
So gut gegessen wie im Flug von Wien nach Dubai hatten wir beide im Flugzeug noch nie.
Und auch das Entertainmentprogramm in der Boeing 777 war klasse, so dass uns in den 4,5 Stunden nicht einmal langweilig wurde.
Dem Flughafen in Dubai sieht man an, dass es in den Emiraten Geld gibt bzw. gab. Beeindruckend.
Trotz über vier Stunden Aufenthalt haben wir das Kunststück fertig gebracht, gleich zwei Mal
das Neujahr zu verpassen. Beim Neujahr nach Ortszeit Dubai waren wir so sehr mit
Neujahrs-SMS-Schreiben beschäftigt, dass wir nachher nicht mehr genug Zeit hatten,
rechtzeitig Champagner zu kaufen.
Also wollten wir das Feiern eine Stunde später nach russischer Zeit nachholen. Aber auch das
haben wir um einige Minuten verpasst, weil die Bedienung bei der Auswahl und Servierung des
Champagners sehr sorgfältig vorging. Egal. Wir haben die Investition von knapp € 40 in
die zwei Gläser bis auf den letzten Tropfen ausgekostet und sind dann weitgehend ereignislos
weiter nach Bangkok geflogen.
Völlig überraschenderweise haben wir es geschafft, bei den langen
Flügen den Reiseführer auch nicht in die Hand zu nehmen...Ist das normal?
Für uns zumindest offensichtlich schon :)
Vom Flughafen ging es mit dem Bus nach einer Stunde zu unserer Zielstraße Kao San.
Bei uns bekannt gemacht hat sich dabei zum ersten Mal die berüchtigte Thailänder Hitze.
Man (zumindest aber ich) braucht ja immer was zu meckern ;)
In dieser berühmten Touristenstraße (voll mit Reiseagenturen, Hotels, Restaurants und natürlich Geschäften) haben wir auch relativ schnell ein Doppelzimmer mit Klimaanlage und eigener „Dusche“ für 13 € die Nacht gefunden. Die Thailänder scheinen es für nicht als notwendig
zu erachten, die Dusche in irgendeiner Form vom Rest des Badezimmers zu trennen,
so dass nach einer Dusche dann immer gleich das ganze Badezimmer nass ist.
Obwohl wir kaum geschlafen hatten machten wir uns doch nach einer kurzen
Ruhephase zu einem ersten Spaziergang auf. Eigentlich wollten wir gleich
zu der großen Palast und Tempel-Anlage, haben aber auf die Schnelle keinen
vernünftigen Fußweg gefunden, so dass wir uns entschlossen, einfach so
etwas in unserem Viertel herum zu spazieren. Die Straßen waren alle relativ
ähnlich wie Kao San. Es machte den Eindruck, alles sei auf das Touristengeschäft
ausgelegt und man sah zumindest genauso viele Touristen wie Thailänder,
Eher zufällig kamen wir an den Fluss wo rund um ein schönes Fort ein großer
Markt war, der zum Neujahrsfest aufgebaut wurde.
Spannend zu beobachten, was dort alles an leckeren Sachen gekocht und verkauft wurde.
Da haben wir natürlich auch gerne probiert und gemütlich auf dem Rasen sitzend gegessen.
Auch handwerklich wurde allerlei geboten.
Und es waren sogar ein paar wirklich schöne Sachen dabei. Aber das Einkaufen
haben wir aus logistischen Gründen auf die zweite Urlaubshälfte verschoben.
Schon fast auf dem Rückweg kamen wir ins Gespräch mit einer Thailänderin,
die uns empfahl, unsere Reiseplanung bei einer offiziellen Touristen-Info
so schnell wie möglich noch an diesem Freitag abend zu machen,
weil Samstags/Sonntags vieles geschlossen sei und es überhaupt aufgrund
der Hauptsaison nur wenig freie Plätze gäbe.
Wir folgtem ihrem Rat und fuhren mit dem Tuk-Tuk dorthin,
wo wir dann überaus freundlich empfangen wurden.
Der Mitarbeiter dort war ein echter Verkaufsprofi und hat uns
alles schön erklärt. Schön war dann auch der Preis: 1300 €
zu zweit für zwei Wochen Thailand fanden wir dann doch zu teuer.
Wir wollten uns noch anderweitig informieren und haben uns
für 10 Uhr am nächsten Morgen mit ihm verabredet.
Für uns wurde ans Hotel hierzu von ihm ein Taxi bestellt...
Wir sind dann zu Fuß weiter Richtung Hotel.
Wir wollten uns im Internet näher informieren, was wir vorab
in der Heimat nicht geschafft hatten.
In einem „Internet-Restaurant“ in der Nähe haben wir dann gut
gegessen, lange recherchiert und uns letztendlich für eine
andere Route entschieden, bei der wir uns auch zugetraut haben,
diese im Alleingang zu organisieren.
Etwas froher gestimmt gingen wir dann ins Hotel zurück.
Schließlich war es ein langer Tag und morgen früh um 10 Uhr
wollten wir mal schauen, welchen Preis uns die Tourist-Info
für unseren Routenvorschlag nennt. Nach unseren Kalkulationen
müssten wir dabei mit der Hälfte des von ihm vorgeschlagenen auskommen.
Tag 2 – 2.1.2010 – Bangkok
Noch etwas Jetlag-geschädigt kamen wir vom Taxi abgeholt
mit einer Verspätung von 15 Minuten in der Tourist-Info an.
Jack (unser Ansprechpartner) war aber noch nicht da.
Und schnell wurde klar, dass er so bald auch nicht kommen würde.
Schließlich ist Neujahr wurde uns erklärt – also liegt er noch
mit einem Kater im Bett...Na gut, wir wollten sein erstes Angebot
sowieso nicht annehmen.
Also gingen wir nun zum zweiten Male in Richtung Palast/Tempel.
Und diesmal haben wir den Weg dann auch gefunden.
Wirklich sehr beeindruckende Anlagen, wie man auf den Bildern
nachempfinden kann. Schön war auch, dass es nicht nur Touristen,
sondern sogar deutlich mehr Thailänder als Touristen gab. Wie in
Russland wurde hier die einheimische Bevölkerung besonders behandelt.
Zwar war der Eintritt für die Thais kostenlos, jedoch mussten sie sich
dafür in eine sehr viel längere Schlange einreihen – bei der Hitze sicher kein Vergnügen.
Es gab so viele Eindrücke, dass man diese kaum fassen konnte.
Aus westeuropäischer Brille betrachtet kann man es wohl als ein bisschen überfrachtet betrachten.
Getrübt wurde dieses Erlebnis durch die zu dieser Jahreszeit wohl unvermeidlichen Menschenmassen.Viel mehr aber noch von der kaum erträglichen Hitze – ebenso unvermeidlich.
Die Hitze führte aber immerhin zu einem meiner bisherigen Lieblingsbildern:
Natalia beim sichtbar zufriedenen Probetragen ihrer späteren Neuerstehung :))
Nach einem anstrengenden Fußmarsch zurück wollten wir dann für
eine kleine Ruhepause ins Hotel zurück, um die Klimaanlage zu nutzen :)
Nach gut 1,5 Stunden Schlaf gings dann ins „Nachtleben“ der Altstadt Bangkoks.
Noch mehr als am ersten Tag entstand der Eindruck, dass dieser Teil der Stadt
ausschließlich für Touristen besteht – fast ein bisschen wie ein Ghetto...
Das sollte uns aber nicht daran hindern, den Abend zu genießen:
Nach einigen Häppchen auf der Straßen, bestellten
wir auch in einem schicken Restaurant deutlich mehr, als wir gewöhnlich
essen – inklusive Bier und Wasserpfeife. Sehr lecker!
Im Anschluss dann noch – man gönnt sich ja sonst nichts – eine Fußmassage!
Genau das Richtige nach dem vielen Laufen. Und eine halbe Stunde für 2 €
kann man sich schon mal gönnen :)
Für die weiteren Tage haben wir aber weiterhin nichts organisiert.
Also bleiben wir vermutlich morgen noch einen Tag in Bangkok
und werden uns dann nach der Altstadt auch den modernen
Teil anschauen, auf den wir sehr gespannt sind.
Und morgen wollen wir zumindest auch Zug- oder Bustickets
nach Ayutthaya kaufen – unserer ersten Etappe ins Landesinnere,
bevor es dann nach drei bis vier weiteren Etappen nach Kho Samet für ein paar Tage an den
Strand gehen soll. Bin ja mal gespannt, ob alles klappt, oder ob wir
es noch bereuen werden, nicht auf das Komplettangebot von gestern
eingegangen zu sein!
Tag 3 – 3.1.2010 – Bangkok
Heute morgen bestand also die erste Aufgabe (noch vor dem Frühstück!) darin,
eine Fahrt nach Ayuttahya zu buchen. Aus unserem Buch wussten wir,
dass eine Fahrt im teuersten Fall höchstens ca. 100 Baht kosten dürfte.
Wir fragten beim Reisebüro unseres Guesthouses und und wurde ein Preis
von 250 Baht genannt. Noch dazu fuhr der Bus bereits um 7 Uhr morgens
ab und man sollte noch zu einem recht weit entferntem Busbahnhof fahren.
Das hat uns nicht soo gut gefallen. Uns wurde aber versichert, dass es woanders
sogar 350 Baht kosten sollte – und genau dies sollte sich auch bewahrheiten.
Wir wollten aber nicht so viel über Geld nachdenken und nachdem uns
das dritte Reisebüro für 600 Baht gleichzeitig eine organisierte Rundfahrt
anbot, nahmen wir dies einfach an.
Nach einem kleinen (aber sehr leckeren) Frühstück wollten wir uns dann
das moderne Bangkok anschauen. Es war gar nicht so leicht,
ein Tuk-Tuk zu finden, welches uns zum Hauptbahnhof bringen wollte.
Wir wurden gefragt, ob wir dort Reisen buchen wollten und dies doch
lieber gleich vor Ort machen sollten... Wir wollten aber ohnehin vom
Bahnhof aus mit der U-Bahn in die Stadt fahren, so dass wir so lange
suchten, bis uns jemand fuhr.
Auch wollten wir uns dort natürlich nach Zugtickets erkundigen.
Schließlich wurde uns versichert, dass alle Tickets aufgrund der Hochsaison
auf einen Monat hinaus ausgebucht seien (alle Tickets würden schon vorab
von den „Touristinfos“ aufgekauft).
Am Bahnhof angekommen war es aber „erstaunlicherweise“ sehr einfach,
ein Anschlussticket von Ayatthuya nach Pak Chong zu kaufen und auch
von Bangkok aus wäre es überhaupt kein Problem gewesen. Das alles zu
einem Preis, der ca. bei einem Viertel desjenigen lag, der im Touristenviertel
gehandelt wurde. So eine Überraschung...
Dann erprobten wir zum ersten Mal die U-Bahn in Bangkok, die sehr gut
klimatisiert aber sogar teurer als in Moskau. Nach nur zwei Stationen
ging es weiter zu Fuß durch einen recht schönen Park Richtung Zentrum.
Das fehlende (ausreichende) Frühstück veranlasste uns, zwischendurch an
einem der vielen seven-eleven (auch Sonntags geöffnet) anzuhalten,
und bei einer einfachen Mahlzeit das Leben zu genießen.
Das moderne Zentrum Bangkoks war laut, hektisch und voller Menschen.
Ein Hochhaus reihte sich an das andere und von Armut war (auf den ersten Blick)
nicht mehr viel zu sehen. Schön war es aber trotzdem nicht.
In dem Gewühl wurde uns auch klar, warum die Metro, die aus lediglich
einer Linie besteht, nicht durchs eigentliche Zentrum führt. Hier gibt es
eine Sky-Train, die aber auch nur zwei Linien befährt. Die Betonkonstruktionen
sind aber an vielen Stellen unübersehbar und tragen somit auch nicht gerade zu
einem angenehmen Stadtbild bei. Trotzdem nahmen wir uns vor, auf dem Rückweg
mit der Sky-Train zu fahren. Nachdem wir aber einige Zeit im Zentrum
unterwegs waren, wollten wir auf jeden Fall noch zum höchsten Gebäude des Landes,
dem über 300m hohen Baiyoke-Tower. Die Sicht von dort war tatsächlich sehr beeindruckend.
Wir waren (natürlich absolut zufällig) zu einem strategisch sehr günstigen Zeitpunkt dort.
Zum einen war wenig los (außer uns waren – so schien es uns zumindest – nur Russen
und Deutsche da) und zum anderen waren wir in der Lage, uns Bangkok sowohl
bei Tageslicht, als auch beim Sonnenuntergang als auch im Dunkeln von oben anzuschauen!
Absolut zu empfehlen! Vor allem die sich drehende Plattform im 84. Stockwerk.
Wir waren so lange dort, dass die Bootsfahrt auf dem Menam Chao Phraya aus Zeitgründen
leider ausfallen musste. Das wollten wir dann aber nach unserer Rückreise nachholen.
Die Rückfahrt nach Khaosan verlief über Sky-Train, Metro und Tuk-Tuk interessant – wir wollten schließlich alle Möglichkeiten ausprobieren. In der Konsequenz war es relativ beschwerlich und auch keineswegs günstiger, als wenn wir die ganze Strecke mit dem Tuk-Tuk gefahren wären.
Nach einem wieder einmal leckerem Abendessen gingen wir dann erschöpft zu Bett.
Viel war noch zu tun: Packen, den Tagesbericht schreiben usw. Und für morgen
geht der Wecker bereits um 6 Uhr. Aber das macht nichts. Trotz eines wieder
anstrengend-schönen Tages in Bangkok sind wir froh, die lärmende und stinkende
Großstadt endlich verlassen zu können – auf nach Ayatthuya!
Tag 4 – 4.1.2010 – Bangkok – Ayutthaya – Pak Chong
Morgens früh um sechs Uhr ging also der Wecker...
Und um halb acht wurden wir mit einem Minibus abgeholt.
Wie versprochen bestand die gebuchte Reisegruppe nur aus acht Leuten – schön.
Nach einer guten halben Stunde Fahrt hielten wir schon für ca. 20 Minuten an einer
Tankstelle (merkwürdigerweise ohne dort Souvenirs kaufen zu können...)
zusammen mit zwei anderen Minibussen, mit denen wir die Tour zusammen
machten...Na ja...Außerdem sprach der Guide sehr schlecht Englisch. Da hatten
wir schon mehr erwartet. Die Tour selbst war (vom Guide abgesehen) aber sehr gut
und interessant. Die vielen unterschiedlichen Tempel, Buddha-Darstellungen und
alten Khmer-Ruinenanlagen waren eine neue unbekannte Welt. Alleine in Ayatthuya
und Umgebung gab es davon eine Vielzahl mit für mich nicht merkbaren Namen,
was denke ich aber auch nicht so wesentlich ist. Die Bilder vermitteln einen ganz
guten Eindruck von dem, was es dort zu sehen gab.
Schwer zu schaffen machte uns wieder die Hitze. Erst gegen drei Uhr
wurde es erträglicher. Dies ließ auch die Hoffnung steigen, dass die anschließende
Zugfahrt nach Pak Chong in der zweiten Klasse (ohne Klimaanlage, mit Ventilator)
nicht so schlimm werden würde. Am Bahnhof dort gab es mehr Touristen, als wir erwartet
hatten. Die zweistündige Wartezeit hat uns ein süßes ca. dreijähriges Mädel verkürzt,
welches uns fast die ganze Zeit über ganz amüsant auf Trab gehalten hat. Das war schön.
Wir sind nicht sicher, ob die Oma des Mädchens das immer genauso sah...
Auch die Zugfahrt war absolut ok. Angenehme Temperaturen, holländische Mitreisende
und Verkäufer, die zu (für unsere Verhältnisse) günstigen Preisen regelmäßig kalte
Getränke und leckeres Essen brachten. Mit Verspätung kamen wir gegen 20:30h
in Pak Chong an. Zusammen mit den Holländern wurden wir am Bahnhof von einem
Guesthouse-Betreiber „empfangen“. Nach einigen Verhandlungen ließen wir uns schließlich
(auch aufgrund der späten Stunde und der Müdigkeit nach einem langen Tag) auf
sein Angebot ein. Das Guesthouse hier hat ein ganz anderes Niveau als das, in welchem wir
in Bangkok lebten. Ein richtiges Hotelzimmer mit Balkon, Kühlschrank, Fernsehen usw.
Sogar kostenloses Internet haben wir ausgehandelt. Das Zimmer ohne Klimaanlage und mit
Ventilator kostete hier ca. € 9 am Tag (also weniger, als wir in Bangkok bezahlt hatten).
Jedoch gab es keine Zimmer ohne Klimaanlage mehr – also nahm er uns nur die Fernbedienung weg. Offensichtlich weiß er nicht, dass man diese Klimaanlagen auch direkt am Gerät einschalten kann :) So waren wir alles in allem zwar müde, aber sehr zufrieden. Auch, weil wir nun
endlich den Neujahrssekt kalt stellen konnten, den wir seit Wien schon mit uns herum tragen :)
Tag 5 – 5.1.2010 – Pak Chong
Wie schön ist es doch, in so einem tollen und noch dazu kühlen Zimmer auf zu wachen.
Einem also, in dem man die ganze Nacht durchschlafen konnte, ohne nachts wegen zu starker
Hitze aufzuwachen. Wunderbar! Und auch wirklich schön war es, als wir merkten,
dass die Temperaturen hier tatsächlich etwas niedriger zu sein scheinen, als in Bangkok.
Und zwar um genau die 5 Grad, die wir uns in Bangkok gewünscht hatten – wieder wunderbar!
Ein Programm gab es erst für heute Nachmittag. Also machten wir uns, nach dem (sehr kärglichen) Frühstück auf den Weg in die Stadt. D.h., wir ließen uns bringen...Das ist wirklich Service!
Ah, apropos Service. Am Morgen haben wir auch noch unsere dreckige Wäsche der letzten
Woche abgegeben. Um sie sauber und trocken wieder zu bekommen, mussten wir immerhin
1,30 € bezahlen! Und wir hatten Wäsche für ca. zwei Maschinen :)
In der Stadt haben wir nach Hosen und Schuhen gesucht. Immerhin haben wir ein paar
Schicke Schuhe für Natalia für 8 € gefunden. Den Rest finden wir ein andern mal.
Dann wollten wir noch zu Mittag essen. Wir haben nun schon öfter festgestellt, dass die Leute
in den kleineren Städten viel authentischer und offener/freundlicher sind, als in den Großstädten.
So auch hier. Mit viel Spaß und mit Hilfe von Händen und Füßen konnten wir uns verständigen,
was uns ein richtig leckeres Mittagessen einbrachte. Zum Nachtisch sollte es Obst geben.
Hierzu kauften wir uns unter anderem eine besondere Bananenart: Kleine und grüne.
Grün ist natürlich etwas verdächtig, aber es gibt ja grüne Tomaten und auch grüne Bananen.
Als wir dann nach dem Essen zum Nachtisch kamen fiel uns schon auf, dass diese ganz
besonderen Bananen sehr schwer zu schälen war. Na ja – kann ja alles sein!
Es gibt ja ganz unterschiedliche Obstsorten, die auch sehr schwierig zu schälen, aber dafür
sehr lecker sind. Natalia sind wohl schon zu dieser Zeit die stutzenden Verkäuferinnen
im Geschäft hinter uns aufgefallen. Als wir die Bananen dann aßen, verstand Natalia
plötzlich, warum die Verkäuferinnen sogar zu lachen anfingen. Der Geschmack war einfach
scheußlich! Offensichtlich handelte es sich also doch nicht um eine besondere Art von
Bananen, sondern einfach um unreife...Das wurde uns richtig schön gezeigt, als die Verkäuferinnen aus dem Handyladen herauskamen, uns zwei gelbe Bananen gaben, und uns mit einem offenen Lachen sagten, dass wir bis zum Verzehr der grünen noch ca. eine Woche warten müssten.
Ich kann mir sogar durchaus vorstellen, dass sie die reifen Bananen extra besorgt haben,
um uns den Unterschied deutlich zu machen. Es gibt schon doofe Touristen :)
Wir haben also mit viel Spaß eine dieser leckeren reifen Bananen gegessen, was wiederum
zu genauso viel Vergnügen bei den Verkäuferinnen geführt hat, als wir ihnen deutlich machten,
wie lecker wir die Bananen fanden – ein schönes Erlebnis :)
Nach dem Rücktransport zum Hotel wurden wir dann um 15 Uhr zu unserer halbtägigen
„Jungeltour“ abgeholt, die aus Elefantenreiten durch den Jungel, Baden in einer Jungelquelle
und Fledermausbeobachtung bestehen sollte. Neben uns war noch ein französisches Pärchen
und ein Amerikaner aus Kalifornien dabei – alles weitgereiste Leute, so dass es nie langweilig wurde. Obwohl das Elefantenreiten sehr touristisch war, hat es doch viel Spaß gemacht.
Wir ritten durch den „Jungel“ und durften sogar nicht nur auf dem „installierten“
Sattel sitzen, sondern abwechselnd auch direkt auf dem „Nacken“. Das war schon
ein besonderes Erlebnis – denn so ging es bergauf, bergab, zu Wasser und zu Land
durch den Tropenwald. Und das ohne Führer – denn der gab nun aus einiger Entfernung
nur noch per Stimme Befehle. Und so machten die Elefanten für die Fotos auf Kommando
immer wieder ihre Mätzchen. Alles in allem eine schöne Erfahrung.
Die Jungelquelle war viel wärmer als erwartet – bestimmt so 22 Grad. Erstmals trafen
wir dabei auch auf viele Thailänder, für die die Urlaubszeit nach der Haupturlaubszeit
der ausländischen Touristen nun auch angebrochen ist. Wirklich tolles, klares Wasser.
Auch wenn man sich dabei vorhersehbarer Weise von Mücken ärgern lassen musste.
Aber wir haben ja vorher Mückenspray gekauft :)
Das Fledermausbeobachten war auch toll. Nach einer langen Autofahrt ins Nirgendwo
hielten wir in einem Feld - zusammen mit ca. vier weiteren Autos mit Touristen.
Von dort schauten wir hoch zu einer Felsöffnung, in der angeblich Millionen von
Fledermäusen hausen und tagsüber schlafen. Bei Sonnenuntergang kommen
sie alle zur Nahrungssuche heraus, um vor dem Flug in den Wald tolle Formationen zu fliegen - und genau dieses Schauspiel wollten wir uns anschauen. Wirklich toll, was die
Fotos sicherlich nur bedingt wiedergeben können.
Zur Belohnung für diesen tollen Tag ging es dann nach einer kurzen Erholungspause
in ein nahe gelegenes Restaurant (Empfehlung der Franzosen).
Wir konnten draußen sitzen und hatten viel Platz – das war schon schön.
Wir wunderten uns aber, dass die Mahlzeiten genauso teuer waren, wie in Bangkok.
Eigentlich sollte es in der Provinz ja schon günstiger sein. Na, egal!
Wir bestellten also vier Gänge (aber nur jeweils einmal für uns beide).
Beim Salat wurden wir gefragt, ob es „spicy or medium“ sein soll.
Meine Frage, ob „spice denn very spice bedeutet“ wurde wohl so verstanden,
dass wir „very spice“ wollten. Und so kam der Salat dann auch...
Gott sei Dank wurden weitere grüne und rote Chilischoten auf einem
Extrateller gebracht. Auch ohne diese Extraportion war es schon ein sehr
beeindruckendes Esserlebnis :)
Unvergesslich wurde dieser Restaurantabend auch aufgrund der Portionen.
Die Preise waren zwar die gleichen wie in Bangkok – dafür waren aber
die Portionen doppelt so groß...Auch hier wieder: egal! Und nach hartem
Kampf haben wir dann doch tatsächlich (fast) alles gegessen...
Inklusive der drei Bier haben wir dafür zu zweit 11 € bezahlt. Schon akzeptabel...
Ein insgesamt ruhiger, aber sehr schöner Tag. Und morgen geht’s dann richtig
in den Jungel - einen ganzen Tag lang! Wir sind gespannt!
Tag 6 – 6.1.2010 – Pak Chong
Gleich um acht Uhr morgens ging es los mit der Fahrt vom Guest House zum etwa 40km entfernten Nationalpark. Schon am Eingang warteten die ersten Affen am Straßenrand auf uns.
Was zunächst noch lustig war, wurde dann aber bald schon uninteressant. Schließlich waren
diese schon an den Menschen gewöhnt und nur auf etwas zu Essen aus.
Am ersten Aussichtspunkt (siehe Panorama) sahen wir auch eine „fliegende Eidechse“
einen Baum hochkrabbeln. Leider bereitete sie uns nicht das Vergnügen, auch wirklich
zum nächsten Baum zu gleiten. Egal! Ein Stückchen weiter hatten wir dann das Glück,
sogar ein Paar von den sehr schönen und seltenen _____-Vögeln zu sehen.
Auch hierzu gibt es schöne Fotos. Danach ging es zum eigentlichen Trekking.
Ca. zwei Stunden lang ging es nun zu Fuß durch den Regenwald. Tiere haben
wir dabei nur gehört, dafür aber viel interessantes über riesige Bäume und
„nahrhafte“ Pflanzen erfahren. Als wir dann schon eine ganze Weile in Richtung Mittagessen fuhren, wollte unser Guide uns noch ein Krokodil zeigen. Also ging es noch einmal in
den Jungel. Und diesmal ging es recht steil bergauf und bergab – für ungeübte Trekker
wie uns durchaus schon eine kleine Herausforderung, die uns auch wieder zeigte,
dass wir zu wenig Sport treiben. Wir haben das (weit weg in der Sonne dösende) Krokodil
(siehe Foto) gefunden, waren aber bei der Rückkehr zum Auto nach ca. einer Stunde
fix und fertig. Danach ging es zum Mittagessen, was aufgrund der späten Stunde aber
ausfallen sollte, da die Küche des Restaurants geschlossen hatte.
Dafür gabs leckere Früchte, bevor es dann zum berühmten _____Wasserfall ging.
Jetzt können wir bestätigen, dass er zurecht so berühmt ist – wirklich schön!
Ganz unabhängig vom Film „The Beach“ Und Leonardo di Caprio ist ja auch
nicht selbst herunter gesprungen – sondern ein Stuntman...
Im Anschluss machten wir uns auf den Weg zum zweiten Aussichtspunkt zum Abschluss
des Tages. Dort hatten wir noch mal Glück, eine andere Vogelart aus der Nähe zu sehen.
Leider war es schon recht dunkel, so dass die Bilder nicht so gut geworden sind.
Nach dem zweiten Aussichtspunkt ging es dann zum „verspäteten Mittagessen“ und
anschließend fuhren wir zufrieden und satt Richtung Hotel. Ein richtiges Highlight
sollte aber noch auf uns warten: Eine ca. 3m-lange Phyton überquerte die Straße und
wurde vom Guide eines anderen Pick-Ups am „Schwanzende“ haltend für uns Touristen
zum Fotografieren präsentiert. Dabei konnte er sich natürlich nicht verkneifen, die Schlange in unsere Richtung zu schleudern... Ein tolles Erlebnis!
Zurück im Hotel wollten wir noch eine ähnliche Tour für den nächsten Tag organisieren,
was aber entweder zu aufregend (Hitchhiking) oder zu teuer geworden wäre, weil wir die
beiden einzigen waren. Also entschlossen wir uns, schon am nächsten Tag mit dem Bus
in Richtung Meer zu fahren. Die Abstimmung mit dem einzig englischsprachigen Mitarbeiter
im Hotel per Telefon war relativ schwierig, so dass wir entschlossen, über die nächstgrößere
Stadt Korat weiter nach Chanterburi im Süden schon recht nach an Trat, dem Hafen für die
Überfahrt nach Koh Chang zu fahren. Dort soll es auch eine interessante Diamantenmine
geben, die besichtigt werden kann. In Anbetracht von zu erwartenden 7-8 Stunden im Bus
schien uns dies als eine gute Alternative.
Tag 7 – 7.1.2010 – Pak Chong-Koh Chang
Also hieß es auch heute wieder: früh aufstehen! Wir wurden vom Hotel zum Busbahnhof
gebracht uns saßen dank der wirklich hilfsbereiten Thailänder bereits um neun Uhr im Bus
nach Korat. Die Fahrt sollte ca. 1,5 Stunden dauern und um 11:30 Uhr hatten wir laut Plan den Anschluss von dort nach Chanterburi.
Um 10 Uhr waren wir schon in Korat und suchten dort gleich nach dem richtigen Bus.
Und dort trafen wir - „unsere“ Holländer! Wir wussten zwar, dass sie auch nach Koh Chang
wollten, dachten aber, dass sie noch länger in Pak Chong bleiben wollten. So war die
Überraschung groß. Und: Von ihnen erfuhren wir, dass es auch einen direkten Bus nach
Trat gibt, mit dem sie auch fahren und mit dem es schon in 10min auf den Weg gehen sollte.
Wunderbar! Also fuhren wir schon ab 10:30h auf direktem Wege zum Meer!
Auf die Fahrt im Bus waren wir einigermaßen gut vorbereitet. Wir hatten gelesen,
dass dort der Fernseher angestellt und die Lautstärke voll aufgedreht wird. Wir hatten
auch gelesen, dass oft sehr kleine (und damit lautstarke) Kinder mit unterwegs sind.
Und all das durften wir nun am eigenen Leib erfahren. Das war doch schön ;)
Dass die Fahrt nicht komfortabel würde – darauf hatten wir uns auch eingestellt.
Dass es aber offensichtlich überhaupt keine Stoßfänger gibt, war sehr gewöhnungbedürftig.
Trotzdem waren wir in der Lage, die Zeit für das Schreiben unserer Berichte zu nutzen.
Das war vor allem für Natalia sehr schön, da sie in den vergangenen Tagen weniger
Möglichkeiten zu schreiben hatte ;)
Wir hatten uns auf sieben bis acht Stunden Fahrt eingestellt – und so kam es dann auch.
Doch hielt der Bus nicht am Busbahnhof in Trat – sondern im Nirgendwo, wo es ganz
überraschenderweise eine einzelne Reiseagentur gab...Und die bot neben einer Überfahrt
auf die Insel gleich auch Unterkunft an. Na so was! Es war schon spät und viele Möglichkeiten
hatten wir nicht. Ich gehe davon aus, dass das Geschäft dieser Agentur ganz gut läuft...
In europäischen Maßstäben blieb es aber trotzdem günstig. Für Taxi und Überfahrt
haben wir (hin und zurück) 5 € bezahlt. Das Hotelzimmer haben wir für eine Nacht
für 13€ gebucht. Die Überfahrt funktionierte ohne Probleme und nach noch einmal
knapp einer Stunde fahrt im Taxi auf der Insel zum Hotel waren wir dann doch endlich da.
Über 12 Stunden waren wir unterwegs, bis wir in unserem eigenen Bungalow waren,
mit Meeresblick vom Schlafzimmer aus – das Meer ein paar Schritte entfernt!
Na ja – wir erwähnen mal nicht, dass es einer von natürlich sehr vielen eng beieinnander stehenden Bungalows war, dass die Luft im Bungalow sehr muffig war, die Wände wie der Boden nackter Putz und es keinerlei Ablagemöglichkeiten in Form von Schränken, Regalen, Tischen oder sonst was gab...
Na ja – für eine Nacht wird’s schon gehen und morgen schauen wir mal.
Tag 8 – 8.1.2010 – Koh Chang
Nach dem wir mal wieder schön ausschlafen konnten, haben wir bei einem leckeren Frühstück zum ersten mal die Hotelanlage bei Tag gesehen. Sehr gemütliche Liege-/Sitzplätze mit einem traumhaften Ausblick aufs Meer – das hat schon was! Leider aber gibt es aber keinen direkten
Sandstrand. Also mieten wir uns nach dem Frühstück einen Motorroller und machen uns auf,
die Insel ein bisschen zu erkunden. Ich muss gestehen, ich hätte mir das Fahren auf so einem
Roller einfacher vorgestellt und habe eine Weile gebraucht, mich daran zu gewöhnen.
Die nächste Tankstelle ist ein paar Kilometer entfernt und so wird hier in jedem dritten Geschäft
der Treibstoff in Flaschen verkauft. Das hatte ich so auch noch nie gesehen...Aber nach dem
auch das Tanken gemeistert war, ging es nun (anfangs etwas ungelenk) die Berge hoch und
herunter zunächst weiter Richtung Norden zum nächst gelegenen Sandstrand „Lonely Beach“.
Ein wirklich schöner Strand mit traumhafter Natur ringsherum und angenehm wenigen Besuchern.
Da haben wir unsere ersten zwei Stunden so verbracht, wie andere ihren ganzen Urlaub verbringen: Abwechselnd in der Sonne und im Meer baden. Und bei so tollen Wassertemperaturen kann ich diese Art von Urlaub wirklich gut verstehen – zumindest für 2-3 Stunden am Tag :)
Als wir dort lagen sahen wir übrigens auch unsere drei Holländer mit Sack und Pack durch
den Sand stampfen – scheinbar war nach den langen Diskussionen in Pak Chong auch hier
etwas nicht nach ihren Vorstellungen – ist schon manchmal nicht leicht im Urlaub!
Danach ging in den Süden der Insel. Dort angekommen entdeckten wir einen sehr schönen
Küstenabschnitt wo wir (bzw. ich) mal das Schnorcheln ausprobiert habe. Die Sicht war
nicht doll, aber ein paar Fische und vor allem viele Krebse gab es schon zu sehen.
Aber es bestätigte uns in den Aussagen der anderen, dass man zum Schorcheln schon
mit dem Boot rausfahren muss, was wir dann für etwas später auch geplant haben.
Danach ging es zu Fuß noch etwas die Küste entlang und auch ein klein bisschen
durch den Jungel, bevor wir uns am späten Nachmittag wieder auf den Rückweg machten.
Dabei schauten wir uns einige andere Hotelanlagen an, die aber auch alle ihre Vor- und
Nachteile hatten, so dass wir entschieden, noch eine weitere Nacht in unserem „Luxus-Bungalow“
zu bleiben – man gewöhnt sich schließlich an alles und so schlecht war er ja nun auch nicht...
Zurück im Hotel ging es weiter zur Restaurant-/Geschäftsmeile des Lonely Beach wo wir
lecker zu Abend aßen und auch erfolgreich nach einer Wasserpfeife suchten.
Damit ließen wir diesen gemütlichen Urlaubstag zufrieden ausklingen – der zweite
ohne ein einziges Foto gemacht zu haben...
Tag 9 – 9.1.2010 – Koh Chang
Wieder ließen wir den Tag ruhig bei einem tollen Frühstück anklingen um ihn
danach noch ruhiger faul in der Hängematte dösend und lesend fortzusetzen :)
Für den frühen Nachmittag war dann ein kleiner Kochkurs im Nachbarhotel gebucht,
bei dem wir nicht so recht wussten, was uns erwarten würde. Im Vorfeld hatten wir
für uns beide schon sechs Rezepte ausgesucht, die wir kochen wollten.
Und wir wurden sehr positiv überrascht! Als wir ankamen, waren für alle sechs
Gerichte sämtliche Zutaten bereits klein geschnitten auf einem Teller zusammengestellt
und auch sonst war alles vorbereitet. Und dann ging es auch gleich mit den Suppen los.
Wir waren nur zu zweit und für uns beide gab es eine eigene Kochstelle, so dass wir
parallel unter fachkundiger Anweisung von bis zu drei (!) Personen zwei verschiedene
Suppen zubereiteten, die wir dann im Anschluss am schon gedeckten Tisch auch gleich
genießen konnten. Danach ging es in gleicher Weise mit zwei Hauptgerichten weiter,
die auch sehr, sehr lecker waren, die wir aber nur noch mit großer Mühe essen konnten.
Zumindest einen Teil vom Nachtisch zu essen war dann schon ein Kraftakt...
Das dritte Hauptmenü sowie den Rest vom Nachtisch hat uns die sehr freundliche Köchin dann
für später eingepackt. Und mit Hilfe der Rezepte, die uns auch gleich mitgegeben wurden,
sind wir nun zuversichtlich, zu Hause (zumindest fast) genauso lecker kochen zu können,
auch wenn einige Zutaten sicher nicht in jedem Laden in Europa zu finden sind.
Auf dem Naschmarkt in Wien finden wir sicher alles! :)
Mit hoffnungslos vollen Mägen setzten wir dann unsere Vormittags“beschäftigung“ fort
und lagen noch ein paar Stunden dösend und lesend in den Hängematten und kamen in
den Genuss, dabei einen wunderschönen Sonnenuntergang genießen zu dürfen.
Ja...das ist Urlaub! Anschließend ging es wieder den Berg hinauf zur Restaurant-/Ladenstraße,
um ein bisschen einzukaufen und auf ein paar Drinks in ein Internetcafé zu gehen.
Zurück im Hotel ließen wir uns die Reste von unserer Kochaktion schmecken und
ließen uns wieder einmal zufrieden ins Bettchen fallen. Schließlich wartet morgen
wohl wieder mal ein anstrengender Tag auf uns – gleich nach dem (frühen) Frühstück
werden wir zu einem ganztägigen Jungeltag abgeholt! Dann bis morgen!
Tag 10 – 10.1.2010 – Koh Chang
Trotz Wecker waren wir natürlich zu spät zum Frühstück, so dass es (vor allem
für Natalia) nicht so entspannt war. Bis wir von unserem Guide abgeholt wurden,
haben wir aber doch alles aufessen können. Der erste Unterschied zum „richtigen“
Dschungel: Wir wir (für uns zu spät) erfuhren: Es waren auch kurze Hosen erlaubt.
Mit einer fast komplett deutschsprachigen Gruppe (außer uns noch zwei Schweizer,
ein Deutscher und zwei Holländer) hatten wir den ersten Stopp bei den uns bekannten
Affen, an einer Fütterungsstelle. Das war ganz nett, aber im Sinne der Affen auch
nicht sehr professionell – im Kao Yai NP wurde das Füttern von Tieren strikt abgelehnt.
Vor dem eigentlichen Start des Trekkings wurden wir alle mit Mückenspray eingesprüht.
Auch das hatten wir vorher anders erlebt. Da gab es kein Spray mit der Begründung,
dass man ohne zu Schwitzen kaum Mücken anlockt und mit Mückenspray auch alle
möglichen anderen interessanten Insekten verscheucht. Aber vielleicht herrschten hier
auf der Insel auch nur andere Bedingungen, die ein Spray unumgänglich machten.
Das Trekking selbst war aber klasse. Aus meiner Sicht sogar schöner, als im NP
auf dem Festland. Tiere haben wir zwar (fast) gar keine gesehen, aber der „Wald“
war toll und das Trekking richtig anstrengend. Ich habe zum ersten Mal seit langer
Zeit einmal wieder gefühlt, wie schön es ist, so richtig zu schwitzen und dabei festgestellt,
dass ich dieses Gefühl vermisst habe! Sobald ich aus dem Urlaub zurück bin, werde ich
wieder regelmäßig Sport machen!Ganz bestimmt...!Na, bin mal gespannt...
Nachdem wir uns zu einem schönen Wasserfall hochgekämpft haben,
ging es nach einem Mittagessen und einer kleinen Schwimmeinlage dann auch
wieder herunter. Und dabei gab es dann neben Schmetterlingen auch tierseitig
noch zwei Highlights. Eine schwarze Cobra, die sich ca. 10 Meter von uns entfernt
durch das Gebüsch schlängelte und reißaus nahm und dann natürlich die Tarantel,
die unser Guide aus ihrem Heim herausgelockt hat.
Die war wirklich groß und durchaus aggressiv! Kein Wunder, wenn wir sie bei
ihrem Mittagsschlaf gestört haben.
Das nächste Highlight war dann die Fahrt nach Haus. Konkret: Der kühlende/erfrischende Fahrtwind nach vielen Stunden starken Schwitzens. Das war wirklich toll!
Zurück im Bungalow haben wir es uns gleich wieder in den Hängematten gemütlich gemacht
und den Blick auf das Meer genossen. Das Leben ist schon nicht so schlimm...:)
Am Abend ging es dann frisch geduscht (noch ein Highlight!) zum Treehouse,
wo wir uns ebenfalls am Meer sitzend kulinarisch verwöhnen ließen, dies auch
bei einem leckeren Cocktail-Eimer. Ein schöner Tag!
Tag 11 – 11.1.2010 – Koh Chang
Heute wollten wir uns nach dem gestrigen anstrengenden Dschungeltag wieder einen
faulen Tag gönnen: Erst ein bisschen am benachbarten Sandstrand und dann mit dem
Motorroller zu dem tollen Strand im Süden der Insel, den wir gestern bei unserem
Ausflug gesehen haben. Dort wollten wir auch wieder das Schnorcheln probieren.
Dies war vor allem für Natalia wichtig, weil wir ja dann morgen den Bootstag haben,
bei dem wir u.a. auch im offenen Meer schnorcheln werden.
Kommen sollte aber alles ein bisschen anders. Wieder einmal etwas unzufrieden mit unserem
Bungalow und der Entfernung (ca. 15 Minuten zu Fuß) zum nächst gelegenen Sandstrand,
fragten wir wieder einmal bei anderen Guesthouses nach freien Hütten. Und diesmal wurden
wir fündig. Wir fanden eine etwas teureren (naja – um einen Euro....) aber größeren und
freundlicheren Bungalow. Und (was am wichtigsten war) – direkt am Strand! Also zogen wir
kurzerhand um. Auch wenn wir bzgl. der Mücken etwas skeptisch waren – schließlich war
unser neues Zuhaus eine Holzhütte mit entsprechend vielen Möglichkeiten, an den Fliegengittern
vorbei zu kommen. Aber das würde erst die kommende Nacht zeigen.
Da der Tag schon recht weit fortgeschritten war, verzichteten wir auf den Motorroller,
verbrachten die Mittagshitze bei einem Film im Bungalow (toll, so ein Nebook!)
und gingen dann nach einem kleinen Mittagessen an den Strand.
Dort machte Natalia ihre ersten Erfahrungen mit Maske und Schnorchel.
Die Bedingungen dafür waren hervorragend. Das Ufer fällt hier sehr seicht ab und besteht
nur aus feinem Sand. Eine wichtige Übung für morgen!
Danach passierte nicht mehr viel: Noch ein bisschen am Strand lesend/dösend und
dann nach einer Dusche in die „Stadt“ um ein paar Besorgungen zu machen (inklusive Friseurbesuch für € 2,20...) und schön zu Abend zu essen. Dann war es (zumindest für uns)
schon wieder spät genug und Zeit, „zu Haus“ am Netbook noch ein bisschen fleißig zu sein.
Auf den morgigen Tag bin ich vor allem wegen des Schorchelns sehr gespannt...
Hoffentlich geht alles gut! Auch mit den Mücken hier...Bei aktuell mehr als zwanzig
Stichen muss nicht noch unbedingt eine Menge dazukommen...
Tag 12 – 12.1.2010 – Koh Chang
Heute war also der große Tag! Nach einem schnellen und noch wichtiger magenschonenden...Frühstück ging es zum Boot. zu dem wir mit einem kleinen
Motorboot vom Strand aus gebracht wurden.
Nach ca. 1,5 Stunden fahrt waren wir bei unserer ersten Schnorchelstelle angelangt.
Einen Shortie gabs für Natalia natürlich nicht, aber damit hatten wir auch nicht wirklich
gerechnet. Flossen gab es leider auch keine und die Rettungswesten waren teilweise
schon reichlich abgenutzt. Egal – sie würden funktionieren und es gab keinerlei Wellengang -
also wagten wir es! Bei diesem ersten Mal war alles natürlich noch etwas angespannt,
auch wenn beim Erblicken der ersten Fische ein bisschen „aufgeregte Beruhigung“ eintrat.
Um es nicht zu übertreiben, kamen wir relativ schnell wieder an Bord. Beim zweiten Mal
war alles (vom Anfang mal abgesehen) schon wesentlich entspannter. Natalia wusste nun,
dass sie mit der Schwimmweste nicht untergehen konnte, der Spot war besser und so konnten
wir gemeinsam durch das Meer treibend schon die Fischvielfalt (wenn auch bei eingeschränkter
Sicht) genießen. Der dritte Spot war dann der Höhepunkt. Umgeben von einem malerischen
Strand und einer tollen Insellandschaft rundherum gab es in unmittelbarer Strandnähe
eine tolle Korallenlandschaft mit einer sogar noch größeren Fischvielfalt als beim zweiten
Spot – so schöne Schnorchelstellen hatte ich gar nicht erwartet! Und diesen Spot konnten
wir dann schon so richtig genießen. Und es war soooo schön, danach Natalias so befreites
Lachen im Gesicht zu sehen! Nach einer entspannten Rückfahrt (die Affenküste mit den
angefütterten Affen lassen wir hier mal unerwähnt) erholten wir uns bei einem Film
um danach dann wieder einmal schön essen zu gehen. Ja, und das war es dann auch
schon mal wieder für heute! Reicht ja auch :) Morgen geht’s weiter mit dem Erholen :)
Tag 13-15 – 13.-15.1.2010 – Koh Chang
Und weil das Erholen so schön ist, haben wir das auch gleich die nächsten drei Tage gemacht! :)
Um nicht allzu große Langeweile aufkommen zu lassen, fasse ich diese Tage dann mal
elegant zusammen! Tag 13 ist am elegantesten: Da waren wir einfach den ganzen Tag
faul: nur Essen, Sonne, Meer und später Cocktails :). Der Vormittag des 14. Tages war
grundlegend anders, denn wir änderten die Zusammenstellung des Frühstücks! ;)
Am Nachmittag jedoch überwanden wir uns und schnappten uns ein Kayak um in
der näheren Umgebungen nach den einsamen, wunderschönen Sandstränden Thailands zu suchen.
Einen Strand auf der kleinen Nachbarinsel haben wir sogar gefunden - und dort waren
wir auch ganz einsam! Na ja – zusammen mit etlichen anderen Kayakfahrern, die diesen
Strand auch gefunden hatten...Und dann war auch dieser Tag schon wieder vorbei!
Nur, um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen: Wir erholten uns prächtig
und es gab absolut keine Langweile. Das Wetter war toll, das Meer warm und es war
einfach wunderbar, die leckeren Mahlzeiten durch Sonnen- und Meeresbaden zu unterbrechen :)
Tag 15 sollte dann der letzte dieser erholsamen Tage sein. Nach der abermaligen (leichten)
Abwandlung des Frühstücks und einem wohl letzten (na ja – zumindest für Natlalia....;))
Strandvormittag schnappten wir uns am Nachmittag einen Motorroller, um noch einmal
die Insel ein wenig zu erkunden und dies auch fotografisch festzuhalten.
Das wurde noch einmal ein richtig schöner Ausflug zu schönen Sandstränden und sogar
noch einmal einer kleinen (diesmal ungeführten, dafür aber beschilderten) Tour durch
den Regenwald zu einem weiteren schönen Wasserfall der Insel. Vorbereitet waren wir
dafür immerhin hinsichtlich Mückensprays, was auch gut funktioniert hat.
Natalia hatte aber mit ihren Badelatschen verständlicherweise erhebliche Probleme –
was sie aber nicht davon abhielt, bis zum Wasserfall durchzuhalten. Was musste mein
Schatz in diesem Urlaub nicht alles ertragen – und wie meisterhaft hat sie alles bewältigt!
Nach dem Wasserfall waren wir bei einem letzten sehr schönen Sandstrand, um den
ein ganzes Urlaubsresort gebaut wurde. Wir hatten den Eindruck, die einzigen im
ganzen Resort zu sein. Es war keine Menschenseele zu sehen und die Hotels (alle
in Form von Schiffen im Wasser liegend) waren alle dunkel – gespenstisch und erschreckend
zugleich. Als wir das Restaurant fanden (um unser mit der Eintrittskarte verbundenes
Gratis-Bier abzuholen) fanden wir Menschen. So ca. acht. Und alle gehörten zum Personal.
Sogar Livemusik spielte...Und uns konnten sie auch nicht zum Bleiben überreden...
Etwas abenteuerlich wurde die Rückfahrt im Dunkeln. Es lag bestimmt nicht an dem
einen kleinen Bier, dass ich mit den schärferen Bergaufrechtskurven mehrmals erehebliche
Probleme hatte. Komisch, komisch...Das nächste Mal werde ich versuchen, mich mehr
in die Kurven zu legen – wann auch immer das sein wird...
So verbrachten wir den letzten Abend auf der uns lieb gewonnen Insel auf für uns klassische Art
und Weise. Schön war es hier! Aber nun genug der Erholung – morgen früh geht’s zurück nach Bangkok!
Tag 16 – 16.1.2010 – Koh Chang – Bangkok
Am Jahrestag einer für einen begrenzten Personenkreis berühmten e-mail stand wie so
häufig bei unseren (vielen) Feiertagen in der letzten Zeit mal wieder eine beschwerliche
Reise auf dem Programm, die aber sehr gut organisiert war und somit auch gut geklappt hat.
Mit dem „Linien-Taxi“ (das etwas auf sich warten ließ) ging es zum Pier von Koh Chang.
Für die Überfahrt durften wir tatsächlich das bei der Ankunft verwendete Rückticket für
die Überfahrt verwenden – da hatte ich ehrlich gesagt nicht mit gerechnet.
Es bleibt nun aber unerwähnt, dass es trotzdem günstiger gewesen wäre, Hin- und Rückticket
separat zu kaufen ;)
Nach der kurzen Fährenfahrt wurde zentral allen Touristen die Busse und die Sitzplätze
zugewiesen. Interessant organisiert – und funktioniert.
Der Bus war tatsächlich wesentlich besser, als der Linienbus von Pak Chong nach Koh Chang.
Und so war auch diese ca. sechsstündige Busfahrt recht angenehm und dank Netbook auch
kurzweilig. Nach dem Einchecken in einer Straße etwas abseits von Khao San gingen wir
dann noch etwas in der Altstadt spazieren und planten dabei auch schon die Bootsfahrt
über den Fluss, die wir in den ersten Tagen nicht geschafft hatten. Leider war dieser
schöne Markt in der Nähe des Piers verschwunden. Offensichtlich war dies nur zum
Neujahrsfest aufgebaut worden – also konnten wir diese schönen Souvenirs leider nicht kaufen,
die wir dort Anfang Januar gesehen hatten.
Tja, ich wollte das ja wieder aus Bequemlichkeit bei der Rückfahrt machen...So geht das!
Dafür haben wir beim Spazieren aber schon ein bisschen den Blick auf die Klamotten geworfen,
die man hier so wunderbar kaufen kann. Schließlich hat mir Natalia das Versprechen
abgerungen, am letzten Tag noch ausführlich shoppen zu gehen...
Aber bis dahin habe ich (zum Glück) noch einen Tag Schonfrist–
für morgen steht ja noch die Bootsfahrt und der Besuch von China-Town auf dem Programm!
Tag 17 – 17.1.2010 – Bangkok
Nach der Buchung der morgigen Taxifahrt zum Flughafen von Bangkok sollte nun also
endlich unsere Schifffahrt auf dem hiesigen Fluss stattfinden – und tatsächlich tat sie das auch!
Kürzer, als wir das vermutet hätten – aber absolut empfehlenswert, inkl. leck geschlagenem
Schiff – Gott sei Dank nicht unser eigenes...Schon erstaunlich, wie viel Betrieb auf diesem
Fluss ist, der hier voll in den Transport der vielen Millionen Menschen mit dazu gehört.
Und dies sowohl um von Norden nach Süden zu kommen, als auch oft, um einfach nur
ans andere Ufer zu kommen – denn Brücken gibt es hier offensichtlich noch zu wenig.
Und somit gibt es ein doch beachtliches Verkehrsaufkommen, dass ich so auch noch
nicht erlebt habe. Hat Spaß gemacht, dabei zuzuschauen! An der Haltestelle zu China Town
sind wir dann ausgestiegen. Offensichtlich haben wir aber nicht den eigentlich üblichen
Ausgang gewählt – denn plötzlich waren wir die einzigen Touristen. Und das war schön!
Endlich einmal hatten wir zB einen Tempel für uns alleine und wir konnten ihn ganz in
Ruhe erkunden. Auch haben wir ein tolles Geschäft gefunden, in dem wir viel Zubehör
für Natalias künftige Schmuckherstellung gekauft haben. Nach einigem hin und her haben
wir dann auch in die Hauptstraßen von China Town gefunden. Und es ist tatsächlich so,
wie man es von Bildern von anderen China Towns anderer Städte kennt. Es war interessant,
aber sehr gefallen hat es uns nicht, da es einfach zu viele Leute gab. Dazu kommt, dass es
keine richtigen Weg für die Fußgänger gibt, weil alles mit Verkaufsständen zugestellt ist. Beeindruckend war die Vielfalt an Produkten/Lebensmitteln usw, die auf den vielen
Märkten angeboten wurde.
Sachen, die wir noch nie gesehen, gerochen und schon gar nicht probiert haben.
Nun hatten wir also die Gelegenheit, die wir auch ausgiebig nutzten – mit wechselndem
Erfolg...;) Nach einem weiteren Tempel und schier endlos großen Märkten kämpften
wir uns (bereits müde) zum Pier durch, welches wir nach einigen Umwegen auch erreichten,
nur um festzustellen, dass es das falsche war – also wieder zurück und ab Richtung
„Heimathafen“. Dort lagen wir noch schön gemütlich im Park und schauten den Thais
beim Kampfsporttraining zu. Und schon neigte sich der letzte (gemeinsame) vollwertige
Urlaubstag dem Ende zu. Der Abend war wieder klassisch mit Restaurantbesuch und
auch eine weitere Massage haben wir uns noch gegönnt. Und nachdem wir den oft
begutachteten Koffer im Geschäft bei unserem Hotel dann nach zähen Verhandlungen
endlich gekauft hatten, waren wir auch für die morgige Shoppingtour gerüstet.
Na ja – das dachte ich zumindest. Ich wusste zu dem Zeitpunkt noch nicht,
dass ich Natalias gesamte Sommergaderobe schon mit nach Wien nehmen darf :)
Tag 18 – 18.1.2010 – Bangkok - Kao Lak
Ich denke, über die Shoppingtour muss man nicht viel schreiben. Ich war (wenn man
bedenkt, wie nervig Einkaufen sein kann...) mit dem Ergebnis zufrieden.
Das galt für Natalia nur bedingt – schließlich haben wir keinen Silberschmuck für
sie gefunden. Schuld daran bin natürlich ich, weil ich die Einkäufe immer bis zum
letzten Moment vor uns herschiebe und man dann natürlich nicht mehr reagieren kann,
wenn man etwas nicht findet. Na, da fällt mir schon noch was ein :)
Lecker war noch das Bananenbrot (eigentlich mehr Bananenkuchen) nach Hausmannsart
von unserem Hotel. Das war so lecker, dass wir uns gleich das Rezept dazu diktieren
lassen. Die stolze Köchin (bzw. Bäckerin) meinte, die Gleiche Bitte hätte es zuvor schon
aus der Schweiz und aus England gegeben. Das war eine nette Geschichte :)
Nach einem letzten Mittagessen ging es dann aber doch Richtung Flughafen.
Gut, dass wir mit Zeitpuffer gebucht haben – der Feierabendverkehr ist zwar nicht
so krass wie in Moskau, wir haben aber doch ziemlich lange gebraucht.
Vom Flughafen aus ging es dann für Natalia auf den langen Rückweg ins eiskalte
Moskau, während ich weiter nach Phuket flog, um von dort aus mit dem über die
Tauchbasis bestellten Privattaxi die 90km nach Kao Lak fuhr – für immerhin 1200 Baht.
Aber egal. Ein bisschen Luxus kann man sich ja auch mal gönnen.
Im dort ebenfalls vorgebuchten Hotel angekommen, stellte sich erst mal heraus,
dass es dort keine freien Zimmer mehr gab – die Reservierung durch Kao Lak
Scuba Adventures war offensichtlich wieder storniert wurden und nun nichts mehr frei.
Immerhin organisierte die Dame an der Rezeption des Hotels ein freies Zimmer in
einem anderen nahe gelegenen Hotel, wo mich dann der Taxifahrer auch hinbrachte.
Ein toller Bungalow für bescheidene 1200 Baht, statt der gebuchten 500 Baht im
anderen Hotel. Aber wie war das doch gleich? Ein bisschen Luxus muss man sich
ja auch mal gönnen :)
Tag 19-23 – 19.-23.1.2010 – Khao Lak
Die letzten Tage sind schnell zusammengefasst. Denn gemacht habe ich nicht mehr viel. Vom Tauchen mal abgesehen - leider gibt’s aufgrund einer (noch) fehlenden Unterwasserkamera keine Bilder.
Schon erstaunlich, wie viele Tauchbasen (19) bzw. Agenten (unzählig) es allein in Khao Lak gibt. Und alle scheinen mehr oder weniger gut damit/davon leben zu können. Da ich keine klassische Tauchsafari in meinem Zeitfenster bei einem der Anbieter gefunden habe (na ja – habe ich auch nicht soo viel gesucht...), folgte ich einfach dem Rat von Ecodivers auf Kho Chang und ging zu den Khao Lak Scuba Divers.
Dort stellte sich heraus, dass ein Mitarbeiter die Zimmerreservierung für mich wieder storniert hat. Na ja.. Immerhin gab es einen kleinen Rabatt, der meine Mehrkosten wieder kompensiert hat – anständig! Auch wurde ich mit dem Auto zum Hotel gebracht und zum neuen Hotel gefahren, das ich auf der Suche nach der Tauchbasis schon gebucht hatte. Die Khao Lak Scuba Divers haben neben zwei „normalen“ Schiffen für Tauchsafaris (Die Manta Queens) noch die Seahorse, die allerdings nach einer Verwechslung beim letzten Lackieren Seagull heißt...
Und dieses Boot umkreist ständig die Similans und fährt einmal die Woche nach Kho Bon (berühmt für seine Mantas). Und da diese täglich von einem Speedboot aus angfahren wird, kann man neben Tagesausflügen auch täglich mit Tauchsafaris anfangen – praktisch!
Nach dem ich also genau dafür ein 3 Tage/2 Nächte-Paket gebucht hatte (10 TG für ca €350 inkl. Unterkunft, Verpflegung, Ausrüstung und Riffsteuer), blieb am Nachmittag noch viel Zeit für den Strand. Na – was kann ich sagen? Ein Strand eben :)
Am nächsten Morgen klappte der Transfer zur Seahorse mit dem Speedboot (3 Motoren mit je 225 PS...) in 75 Minuten recht gut. Schon toll, mal mit so einer Rakete zu fahren!
Das Tauchen selbst war auch gut organisiert. Positiv, dass mit einem Guide maximal vier Taucher unterwegs sind. Wenn das Schiff voll ist (vor allem durch die Tagesauflügler), werden unterschiedliche Startpunkte für die einzelnen Gruppen gebildet, damit sich nicht gegenseitig „auf die Flossen tritt“.
Auch die Kabine war ok und in den Duschen gab es sogar warmes Wasser. Wie in Ägypten auch war das Essen ein Bord einfach klasse und es gab alles, was das Herz begehrt.
Die Tauchgänge selbst waren auch sehr schön, auch wenn durch die doch sehr vielen Tauchanfänger mit ihrem hohen Luftverbrauch die Tauchzeit häufig deutlich verkürzt wurde. Die Sicht war nicht so besonders. Vergleichbar mit Ägypten im März/April. Die beste Tauchzeit hier ist im März.
Und dies nur wegen einer dann wesentlich besseren Sicht, sondern auch mit deutlich höheren Chancen, Mantas und Walhaie zu sichten.
Um es vorweg zu sagen: Ich habe leider weder Mantas noch Walhaie gesehen. Die Highlights waren ein Weißspitzenriffhai, zwei Napoleons und für mich persönlich:
mein überhaupt erster Octopus! Ansonsten unterschied sich der Artenreichtum nicht wesentlich vom Roten Meer. Delphine gibt’s hier nur ganz wenige – bzw. sie sind sehr scheu. Zwei Schildkröten gab´s noch – allerdings nur vom Boot aus. Ebenfalls vom Boot aus: Bukelwale! Kaum waren wir vom einem TG bei Kho Bon aufgetaucht wurde uns gesagt, dass wir uns beeilen sollen: es wurden Wale gesichtet! Was für welche war nicht klar – natürlich hofften alle auf Walhaie. Aber auch wenn´s keine waren, war es klasse, als wir sie gefunden hatten:
Zwei Buckelwale (Mutter und Kind), die sich uns gleich mehrmals zeigten, obwohl sie natürlich schnell von Tauchbooten umringt waren. Als dann auch ein Schlauchboot mit Tauchern in ihre Nähe fuhr, wurde es ihnen wohl zu viel und sie tauchten ab.
Die Tauchplätze auf Kho Bon sind nicht nur aufgrund der dort lebenden Mantas absolut phantastisch. Das heißt dann aber auch, dass man sich solche Plätze mit vielen anderen Tauchern teilen muss. Man kann halt nicht alles haben.
Die letzte Gruppe beim (meinem) letzten TG hat dann während ihres Sicherheitsstopps auf 5m doch tatsächlich noch einen Manta auf ca. 20-25m unter sich vorbeischwimmen sehen, was man sofort an ihren Gesichtern erkannte, als sie aufs Boot kamen – dazu mussten
sie gar nichts sagen :) Na ja, noch ein Grund mehr, noch einmal herzukommen - dann vielleicht auch endlich mit einer Unterwasserkamera :)
Nach zwei sehr ruhigen Tagen am Strand ging es dann auf den von Tür zu Tür immerhin 24stündigen Rückweg. Mit der Reise nach Thailand endet für mich auch so langsam mein 9-wöchiger Urlaub. Ab dem 1.2. beginnt mein neues Leben in Wien. Und von dort und Umgebung wird es sicher bald die ersten Berichte geben :)








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