Kriminelle Gäste
Rund 80.000 Hoteldiebstähle werden jährlich in
Deutschland angezeigt. Der Schaden beläuft sich auf 43,46 Mio.Euro.
In Japan schossen Gäste den Vogel ab. Sie montierten eine 18-Karat-Gold-Badewanne im „Kominato-Hotel“ in Tokio ab. Wert: umgerechnet 734.000 Euro. Da das Prunkstück 80 kg wiegt, fragt es sich, wie das Ding aus dem Hotel bugsiert wurde. Ähnlich rätselhaft der Diebstahl eines 4 x 3 m großen Gobelins aus dem Berliner Hotel „Adlon“. Er bleibt verschollen.
Wieder aufgetaucht hingegen ist die Beute eines Touristen in London. Er hatte das Pissoir eines berühmten Pubs aus der Wand geschraubt und in seinem Rucksack verstaut. Das Lokal hatte Überwachungskameras. Nun ist der Souvenirjäger vorbestraft und steht als Trottel da.
Leichter zu klauen sind Handtücher etc. Allein in den deutschen Häusern von „Marriott“ verschwinden etwa 40 Bademäntel im Monat. Auch Minibars werden mitunter ausgeraubt. Zur Hitliste der Diebesgüter zählen Handtücher, Bademäntel, Aschenbecher und die „Bitte nicht stören“-Schilder.
Ärgerlicher für Hotels (und Diebe) wird die Sache bei wertvollerer Beute wie z. B. TV-Geräten. Oft bleiben nur die Gehäuse stehen. Ebenso werden Telefone oder Glühbirnen demontiert. Beliebt auch Batterien aus Fernbedie-nungen, Kosmetikartikel, Seifenspender, Föhne, Spiegel, Toilettensitze oder Wasserhähne

