Griff in die Reisekasse
Nur an Geldautomaten mit dem Cirrus-Logo können Sie weltweit mit einer Cirrus-Karte kostenlos Bargeld abheben. Maestro kostet.
Fast niemand mehr wechselt im Urlaub Bargeld. Denn das ist die teuerste Methode, an die fremde Währung zu kommen. Inzwischen geht fast jeder mit seiner Maestro-Karte (vormals EC) an den Geldautomaten. Und ärgert sich hinterher über die hohen Gebühren. Um es gleich vorweg zu sagen: Bei den Gebühren für Bargeldabhebungen mit Ihrer Debit-Karte ist zwischen der Nutzung von inländischen und der von ausländischen Geldautomaten zu unterscheiden.
Debit-Karten sind keine echten Kreditkarten, sondern Geldzahlungskarten. Sie sind an ein Konto gebunden bzw. werden meist nur in Verbindung mit einem Girokonto von Banken oder Sparkassen angeboten. Der Unterschied zu den Kreditkarten ist, dass unmittelbar nach dem Kauf einer Ware oder Dienstleistung der Betrag umgehend Ihrem Konto in Rechnung gestellt wird. Und mit Debit-Karten können Sie weltweit auch Bargeld an Geldautomaten abheben.
Es stellt sich die Frage, wie es damit eigentlich beim Abheben im Auslandsurlaub aussieht. Während es für den Karteninhaber möglich ist, die Gebühren bei Barabhebungen für Geldautomaten im Inland auf null zu halten, ist das im Ausland schwieriger. Aufgrund einer EU-Richtlinie dürfen Banken und andere Kreditinstitute bei Bargeldabhebungen an Geldautomaten seit 1. Juli 2002 nur noch die Gebühren in Rechnung stellen, die auch im Inland erhoben werden. Dabei ist die maximale Gebühr auf 12,50 Euro festgelegt. Aber ein Vorteil ist das für den deutschen Karteninhaber nicht. Es kommt sehr darauf an, bei welchen Geldautomaten Sie in den EU-Ländern Bargeld holen. Denn nur einige Banken haben im EU-Ausland Partnerbanken, an deren Geldautomaten Sie kostenlos Geld erhalten. Da es die deutschen Bankenzusammenschlüsse Cash Group und CashPool dort nicht gibt, werden häufig relativ hohe Gebühren von 4–6 Euro pro Abhebung fällig. Grund: Die Bankhäuser haben nach Inkrafttreten der Richtlinie die Geldautomatengebühren in Deutschland nicht gesenkt.
Grundsätzlich werden die Gebühren, die bei der Bargeldauszahlung an Geldautomaten fällig werden, nicht von der Bank, die den Automaten betreibt, festgelegt, sondern jeweils von der Bank, die Ihr Girokonto und die Debit-Karte führt. Um ihren Kunden mit Debit-Karten, Kreditkarten oder Bargeldbezugskarten möglichst flächendeckend Geldautomaten anbieten zu können, haben sich die Banken und Finanzinstitute zu Gruppen zusammengeschlossen. Es gibt in Deutschland 3 große: Cash Group, CashPool und die Sparkassen- und Genossenschaftsgruppe. Jeder Karteninhaber kann kostenlos Bargeld an Geldautomaten innerhalb „seiner Gruppe“ abholen. Umfassende Informationen, welches Institut zu welchem System gehört, finden Sie unter www.bankmitarbeiter.de
