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| Beste Reisezeit: Mai - September | ||||||||||||
InsiderTipps - Essen & Trinken
Was, wo und wie?
Die Küche des Bordelais lebt in erster Linie von seiner günstigen geografischen Lage zwischen der Gironde und dem Atlantischen Ozean. Im Wesentlichen unterscheidet sich die Küche nicht stark von denen anderer Weinregionen Frankreichs wie etwa des Burgund oder der Loire. Natürlich spielt der Wein bei der Zubereitung der Speisen bei vielen Gerichten eine zentrale Rolle. So werden die Soßen für Fisch wie Fleisch mit den passenden Weinen abgelöscht (den gleichen, die auch zum Essen genossen werden). Zu den Spezialitäten gehören Milchlämmer aus Pauillac, Austern aus Arcachon, Atlantik-Seezungen, Aal, Foie gras, Wildtauben und das Entrecôte vom Bazadais-Rind. In den vergangenen Jahren gibt es wieder Störe in den Flüssen, die den Bordelaiser Kaviar liefern.
Trinkgeld
Wie in ganz Frankreich üblich ist die Bedienung nicht in der Rechnung inbegriffen. Generell gibt man in besseren Restaurants ca. 10-15 % des Rechnungsbetrages. Für einen Espresso in der Dorfbar gilt es als unhöflich, Trinkgeld zu geben.
Weine
Die unbestrittenen Stars im Bordelais sind zweifelsohne die Weine zwischen Médoc und Sauternes. Seit dem 12. Jahrhundert wird im Gebiet rund um die Gironde Wein im großen Stil veredelt. Die angebauten Rebsorten sind im Médoc und den übrigen Gebieten links der Gironde Cabernet Sauvignon (25.000 ha), Cabernet Franc und Petit Verdot. Die Assemblage, also das Mischverhältnis der Rebsorten, liegt je nach Jahrgang im Médoc bei 80 % Cabernet Sauvignon und 20 % Cabernet Franc und Petit Verdot. Der größte Teil der Weine (40.000 ha) wird mit der Merlot-Rebe gewonnen (Graves, St-Emilion). Bei den Weißweinen werden hauptsächlich Sauvignon, Sémillion und Muscadelle angebaut.
Die Weine im Bordelais unterliegen der Klassifizierung der A.O.C. (Appellation d'Origine Contrôlée) und der Grand-Cru-Classé-Klassifizierung: Premier Cru (St-Emilion: Premier Grand Cru Classé, Grand Cru Classé), Deuxième Cru, Troisième Cru, Quatrième Cru, Cinquième Cru (im Médoc und Haut-Médoc noch zusätzlich: Cru Bourgeois, Cru Artisan) bei den Rotweinen sowie Premier Cru Supérieur, Premier Cru und schließlich Deuxième Cru bei den Weißweinen.
Diese Klassifizierung geht auf die Weltausstellung von 1855 zurück, als Napoleon III. jedes Weinanbaugebiet beauftragte, seine Gewächse mit einem verbindlichen Qualitätsstandard zu versehen, und hat bis heute Geltung.
Die Spitzenweine im Bordelais werden nach der Gärung bis zu 18 Monate in Eichenholzfässern (Barriques) gelagert, bevor sie auf Flaschen gezogen werden. Entscheidend ist die Auswahl der Eichenhölzer und der Anteil der neuen Fässer, die für jeden Jahrgang gekauft werden. Bei Top-Weinen werden jedes Jahr 100 % der Fässer ausgetauscht. Das Tannin im Holz geht auf den Wein über und verleiht ihm so eine längere Lagerfähigkeit sowie den charakteristischen kräftigen Geschmack.

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