
Autor:
Markus Stein
InsiderTipps
Türkisblaues Wasser und traumhafte Sandbuchten machen Antigua und Barbuda zu karibischen Paradiesen. Im Innern der Inseln findet man Spuren kolonialer wie präkolumbianischer Vergangenheit und so manch seltenen Vogel. Wo, das verrät dieser Reisebericht.
Schlaftrunken tapse ich in der Morgendämmerung in Richtung Strand. Von meinem Zimmer im "Jolly Beach Resort" an der Westküste sind's ja nur ein paar Schritte. Ein Hupkonzert erfüllt die warme Luft. Wie ein Alarm. Als wollte die Hotelleitung Frühaufsteher warnen: "Achtung, Achtung, dies ist kein Traum. Sie befinden sich tatsächlich in der Karibik. Genießen Sie Ihr morgendliches Bad. Aber vergessen Sie nicht die Schwimmbewegungen." Hört man genau hin, findet man eine natürliche Erklärung der Geräuschkulisse: Es ist das laute Dauerquaken von Tree Frogs, von Baumfröschen, die erst im Morgengrauen allmählich verstummen.
Ich tauche ein ins warme Wasser. Dunkel noch das Grün der Palmen. Am Horizont zeigen sich die Schatten der Inseln Montserrat und Redonda. Hinter mir an der Küste ruht still Sleeping Indian, eine Hügelkette mit der Silhouette einer liegenden Frau. Dann geht alles sehr schnell. Waren Strand und Wasser eben noch von einem zarten grauen Schleier bedeckt, bringen die ersten Sonnenstrahlen Leben in die Bude, knipsen am Strand das Licht an und lassen das Meer in fantastischen, unfassbaren Blautönen aufleuchten.
Ob er wenigstens dieses übernatürliche Blau vermisst hat? Immerhin nannte er die Insel ungalant Höllenloch. War's ihm zu heiß? Zu langweilig? Sein sehnlichster Wunsch: "Wenn ich nicht lebendig nach Hause komme, so will ich in einem Fass Rum zurückkehren." Hier bleiben wollte er nicht. Letztlich war's dann französischer Cognac und heimgeholt wurde er nicht aus der Karibik, sondern von der spanischen Atlantikküste bei Trafalgar. Aber das ist eine andere Geschichte aus dem Leben des Horatio Nelson. Der spätere Vorzeigeadmiral war als junger Offizier von 1784 bis 1787 in English Harbour stationiert, dem damals wichtigsten Hafen der britischen Westindienflotte. Heute sind der sturmsichere Naturhafen und seine historischen Gebäude im Südosten von Antigua eine Top-Sehenswürdigkeit.
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Katrin Magner (nicht überprüft) sagte vor 31 Wochen 2 Tage:
Sehr schöne Reportage. Ich war im Januar 2001 zu Besuch bei einer Freundin. Am liebsten wäre ich dort geblieben... Es war traumhaft. Wir trafen uns abends gern mit Freunden im Lashing´s, einer Strandbar im Nordwesten von Antigua.
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