Die Strände jedermanns Wohnzimmer, das eigene Boot der Traum vieler. Sydney und seine Bewohner pflegen eine besondere Beziehung zum nassen Element. Jens Fritzenwalder muss es wissen, er lebt in der australischen Traumstadt.
Silvester 2007. Kaiserwetter. 27 Grad Lufttemperatur. Und das Wasser hat immerhin launige 21 Grad. Himmel und Meer streiten sich darum, wer blauer strahlen kann, Sonne allerorten, eine Stadt strömt an den Strand und … steckt gerade einmal den kleinen Zeh ins kühle Nass. Wir müssen draußen bleiben! Oder übersetzt: Beach closed. Sydney und die Zaungäste aus aller Welt hatten sich den Jahreswechsel sicher anders vorgestellt.
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„Life is a beach“, murmelt Lifeguard Jason, stützt sich missmutig auf das Badeverbotsschild und blickt angestrengt in Richtung Horizont. Hat er vielleicht doch „Bitch“ gesagt? Dann rafft er sich noch zu einer klimabedingten Erklärung auf: Ein Zyklon treibe sein Unwesen im Tausende Kilometer entfernten Queensland, und die Ausläufer, meterhohe Wellen und eine Rip Current (eine Strömung, die selbst den stärksten Schwimmer weit ins Meer hinauszuziehen droht), machen sich jetzt am Manly Beach breit.
Also: Safety first! Und wer hier nicht fühlen will, der muss hören: Notorische Widerständler weisen die rot-gelb bemützten Lebensretter nachdrücklich per Flüstertüte zurecht. Die Sydneysider nehmen die Sicherheit mindestens genauso ernst wie ihren Strand selber. Das ganze Leben ein Strand? Mitnichten! Zwar ist das Maritime allein schon dank der gesegneten geografischen Lage (Sydney hat den größten natürlichen Hafen der Welt) omnipräsent. Doch gilt die Metropole auch aus anderen Gründen als „the place to be“.
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