Australiens Ureinwohner gehören zu den ältesten Völkern der Welt. Und zu den von Europäern besonders gequälten: Von einst bis zu drei Millionen Menschen leben noch rund 300.000 von ihnen. Ein Reisebericht.
Der gemeine weiße Australier scheut sich ja vor einem herzhaften Biss ins saftige Känguru-Fleisch. Weil diese Wiederkäuer als Wappentier sakrosankt sind. Was jenen nicht hindert, die Viecher abzuknallen, wenn sie ihn plagen, oder ihnen mithilfe von martialischen Aufbauten an den Road Trains das Lebenslicht auszublasen.
Den gemeinen Ureinwohner des Fünften Kontinents scheren solche Befindlichkeiten kaum. Für ihn gehört dieses Tier neben Krokodil, Emu oder Larve auf die Speisekarte. Und den Star-Koch der Aborigines, einen Mann namens Mike Olive, stört es schon gar nicht.
Der kochende TV-Entertainer bringt die Sache auf seinen Standpunkt: „Sie essen auch Hühnchen, Rind oder Schwein.“ Das stößt dem europäisch gepolten Aussie säuerlich auf. Für ihn sind die indigenen Einwohner nämlich nur seltsame Menschenwesen, die arbeitsscheu und meist besoffen in und um die urbanen Ballungszentren herumlungern. Summa summarum 75 Prozent.
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