
Autor:
Franz Lerchenmüller
InsiderTipps
Das abgeschiedene Königreich Bhutan macht sich rar. Und lässt nur eine begrenzte Zahl von Touristen pro Tag auf die Reise durch den tibetischen Buddhismus gehen. Unser Reporter gehörte zu den Glücklichen. Lesen Sie seinen faszinierenden Reisebericht aus einem fremden Reich.
Durch die Heimstatt der Geister jagen die Nebel. Struppige Tannen tauchen aus dem Grau, zottige Bartflechten schaukeln. Und wenn die Sonne für einen Augenblick durchblitzt, leuchten die Sterne der Magnolien im kahlen Geäst, als hätte sich ein Schwarm blendend weißer Vögel niedergelassen. Erdgeister, Berggeister, Wassergeister - tibetische Buddhisten sind mit ihnen sehr wohl vertraut. Auch wir knüpfen, als wir endlich den Scheitel des 3.350 Meter hohen Pele-Passes erreicht haben, eine bunte Gebetsfahne an die Bäume - als Dank für die gute Reise durch die Schwarzen Berge. Und im weißen Ofen verbrennen wir Wacholderzweige, ein Opfer für die Götter. So ist es in Bhutan schon immer Brauch.
Das Königreich von der Größe der Schweiz liegt mit seinen rund 700.000 Einwohnern im östlichen Himalaya, eingeklemmt zwischen Indien und China. Bhotanta (Ende von Tibet) nannten die Inder das abgeschiedene Bergland.
Um die Natur zu bewahren und die Kultur vor westlichen Einflüssen zu schützen, hatte die Regierung die Zahl der Touristen viele Jahre auf 5.000 bis 6.000 pro Jahr beschränkt. Unterdessen regelt sich der Andrang eleganter: Jeder Besucher muss über eine einheimische Agentur buchen und dabei mindestens 200 US-Dollar pro Tag ausgeben. 9.249 Reisende waren 2005 dazu bereit, genau 671 von ihnen kamen aus Deutschland.
Sie kommen wegen spektakulärer Landschaften, freundlich-gelassener Menschen, alter Tempel, bunter Feste und der Dzongs. Wo Mo Chu und Pho Chu - "Mutterfluss" und "Vaterfluss" - sich vereinigen, erhebt sich der Dzong von Punakha, der schönste und wichtigste Bhutans. Wie der größte Teil dieser wehrhaften, verwinkelten Klosterburgen entstand er in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts und beherbergt die religiöse und staatliche Verwaltung eines Distrikts.
Wie die meisten Dzongs wurde auch er im Laufe der Geschichte durch Feuer, Hochwasser und Erdbeben arg gebeutelt. Nach der letzten zerstörerischen Überschwemmung baute man ihn ab 1996 wieder auf. 180 Meter lang, 72 Meter breit, prächtiger und reicher als je zuvor.
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peter_pfaender sagte vor 2 Jahre 39 Wochen:
Nicht ganz, Herr Meisnitzer,
Sie sehen aber, dass der Beitrag im April 2006 erschienen ist.
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Peter Meisnitzer (nicht überprüft) sagte vor 2 Jahre 39 Wochen:
Die Recherche bzg touristischer Zahlen beruht offensichtlich auf Teesudleserei!
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