Letztes Jahr war die Millionen-Metropole Shanghai EXPO 2010-Stadt. Ihr Motto: „Better City, Better Life“. Wir haben während der Weltausstellung ein paar schwindelerregende Entdeckungen gemacht. Unser Reisebericht wird Sie zum Staunen bringen.
Frau Ana wartet im Taxi. Mit ihr drei Freunde. Ich solle einsteigen, sagt sie. Das Taxi hat aber doch nur Platz für vier Fahrgäste? Kein Problem, meint Frau Ana. Einer von uns legt sich hinten quer über die anderen. Der Taxifahrer schimpft, fährt aber trotzdem los. Der Kopf von einem seiner Fahrgäste hängt aus dem geöffneten Seitenfenster. Kann es einen besseren Start in eine Samstagnacht in Shanghai geben?
Meine Zeit in der Stadt am Fluss Huangpu hatte einige Stunden zuvor mit einem Anachronismus begonnen. Obwohl es seit einigen Jahren möglich ist, in acht Minuten vom internationalen Flughafen mit der Magnetschwebebahn „Maglev“ ins Stadtviertel Pudong zu fahren und dabei kurzzeitig über 300 Stundenkilometer schnell zu sein, nahm ich den Bus in die Stadt, die der Taktgeber des modernen China ist. Und in der dieses Jahr die EXPO stattfindet. Geschätzte 70 Millionen Besucher werden die Pavillons der Weltausstellung besuchen und dabei auch viel Geld in Hotels, Restaurants und Geschäften ausgeben.
Im Bus war es dunkel und die Klimaanlage ausgeschaltet. Nach kurzer Zeit beschlugen die Scheiben. Vor mir malte eine junge Chinesin Schriftzeichen in die Feuchtigkeit. Hinter mir schnarchte ein blutjunger Typ in Designerjeans und modischen Sneakers, neben mir erschoss ein anderer auf seinem Mobiltelefon ununterbrochen grün-glibbrige Monster. Im Fernseher über dem Fahrer lief kreischende Werbung, während draußen schemenhaft Hochhäuser vorbeihuschten. Das Neonlicht großer Reklametafeln tauchte das Innere unseres altertümlichen Gefährts einmal in schillerndes Grün, ein andermal in kaltes Blau.
Als ich das stylische „The Puli“-Hotel erreiche, wartet Frau Ana an der sogenannten Long Bar, geschätzte 35 Meter dunkles Holz, Rezeption und Bar in einem. „Wir haben keine Zeit zu verlieren, die Nacht wartet nicht“, begrüßt sie mich. Frau Ana ist Modedesignerin, ausgebildet in Hamburg und seit vier Jahren erfolgreich in Shanghai tätig. Ihre Freunde kommen aus aller Welt. Es sind Künstler, Musiker und Medienleute.
Die Szene in Shanghai ist übersichtlich, man kennt sich, arbeitet zusammen an Projekten, pflegt Kontakte. Frau Ana ist bekannt, ihre Modenschauen gleichen Happenings. Wer könnte mich also besser in die Szene einführen?
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Shanghai in 3 Tagen
peter_pfaender sagte vor 1 Jahr 29 Wochen:
Shoppingtipps sollten sich im zugehörigen Reiseführer unter "Shopping" finden lassen
http://www.abenteuer-reisen.de/reiseziel/china/shanghai/tipp/385
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Kühn (nicht überprüft) sagte vor 1 Jahr 29 Wochen:
Informativer Bericht. Aber wo ist die Adresse des Trödelladens?
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