
Autor:
Stefan Wimmer
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Genussbiken auf den schönsten Trails von Bayern und Tirol. Immer mit dem Wissen um die nächste private Weißbierbrauerei. Den süffigen Reisebericht hat uns mitgebracht: Schriftsteller Stefan Wimmer.
Ein infernalischer Start …! Schuld daran ist gewiss nicht das Kult-Weißbier von Karg, mit dem wir mittags in Murnau die Tour einleiten, sondern das Wetter: Noch während wir es uns auf der Terrasse des „Bräustüberls“ gut gehen lassen, schieben sich bleigraue Wolkenpanzer übers Werdenfelser Land. Wir starten trotzdem, in der Hoffnung, dass die Hohe Kisten (1.922 Meter) höher als diese Suppe ist.
Schon in der Asamklamm bricht ein Platzregen los, der drei Stunden dauert. Die Hohe Kisten ist ohnehin berühmt für stumpfe Schinderei, aber sie total durchweicht zu fahren ist wirklich grenzwertig: Vom Karst sprühen Wasserfälle über unsere Köpfe, der ganze Gipfelboden sieht aus wie eine Badewanne und es wird saumäßig kalt.
Bei der „Alternativ-Abfahrt“ verfehlen wir den Weg ins Isartal und bekommen ein umfassendes Bild davon, was „Braunseggensümpfe“ und „Wollgrasmoore“ (Horst Behrens: „Das Estergebirge und seine Sagen“) bedeuten. Eigentlich müsste in dem wabernden Nebel nur noch „der Geisterpudel von Oberau“, „das Bergmanndl von Farchant“ oder „das Finzweible von Krün“ auftauchen, um das Grauen abzurunden. Vorher retten wir uns nach Mittenwald. Die Bedienung beim Ausschank der Brauerei Neuner tröstet uns mit mehreren süffigen „Werdenfelsern“.
Am folgenden Tag heißt es: hinein ins Gleirschtal, das wildeste, wuchtigste Tal des Karwendel, das im Jagdbuch Maximilians I. einmal als ein „nit sonder lustiges, ein rauhes, hulziges und unsicheres Pirg“ beschrieben wurde. 150 Meter unter uns fräst sich kalt und türkis der Gleirschbach durch die Klamm, nach einer halben Stunde sind wir im Talgrund, über dem sich wie ein Bunker die Praxmarerkar-Spitze erhebt. „Nit sonder lustig“ ist jedenfalls die Auffahrt – zwei Kilometer loses Geröll, von dem die Sage geht, dass es nur fünf Biker in Europa ohne abzusteigen bewältigen – zur Pfeishütte (1.920 Meter).
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peter_pfaender sagte vor 3 Jahre 17 Wochen:
Ja, das ist ein Problem. Da hilft nur Ohren anlegen un d hoffen, dass dir unsere Leser entgegenkommen. Die nehmen nämlich Rücksicht auf Alter, alter und Wanderer.
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alter sagte vor 3 Jahre 17 Wochen:
Als Wanderer freue ich mich auf Ziehwegen immer, wenn Biker daherkommen. Das ist so beschaulich. Vor allem down hill, wie sie das Herumrasen in den Bergen nennen. Dann quietscht die Bremse und der Dreck flieg einem um die Ohren. Na dann prost!
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nurmalso sagte vor 3 Jahre 18 Wochen:
He, was für eine klasse Geschichte. Bergauf verbrennt man Kalorien und bekommt steigungsmäßig mächtig eingeschenkt, dann gibt es tolle Abfahrten und handwerklich gebrautes Bier statt 0815-Plörre aus Beck oder Jever-Fässern. Think global, bike local!
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