
Autor:
Thomas Linkel
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Die Ruhe weg hat Hiddensee. Rügens kleine Schwesterinsel ist für den privaten Auoverkehr fast vollständig gesperrt. Und: Ihre hügelige Landschaft steht unter Naturschutz. Lesen Sie – ganz gelassen – unseren Reisebericht.
Die Menschen sind etwas eigen: nur wenn die Familie mindestens in dritter Generation auf der Insel lebt, sind sie echte Hiddenseer. Und was ein echter Hiddenseer ist, der kuriert auch seine kleine Malaisen unkonventionell. Jedenfalls wenn er den Ratschlägen eines ehemaligen Inselarztes folgt: „Krank? Dann geh in der Ostsee schwimmen!“
Max Gau, heute 84 Jahre alt, war öfter schwimmen, manchmal sogar unfreiwillig. Immerhin befuhr er mehrere Jahrzehnte als Fischer die Ostsee. Da passierte immer wieder etwas und manch einer kehrte nicht zurück. Max Gau aber hat die Fischerei bis heute nicht losgelassen. Zusammen mit ehemaligen Kollegen hat er einige Jahre am kleinen Fischereimuseum in Neuendorf gebaut und Ausstellungsstücke gesammelt.
In Neuendorf war jeder Mann auf See, erzählt er, alle waren glücklich, überhaupt Arbeit zu haben. Aber besonders froh waren die Fischer, wenn die Sonne durch die Wolken brach, das Meer glitzerte und die Reusen sich vor Fischen bogen.
Für das sehenswerte Heimatmuseum in Kloster ist Jana, die Inselarchivarin, zuständig. Sie erzählt auch vom Brauch der Hiddenseer, sich meist nur beim Spitznamen zu nennen. „Ich war sofort „die Bunte“, weil ich zweifarbige Haare trage“, schmunzelt sie. Und der Maurer werde natürlich nur „Maurer“ gerufen.
Schön ist Hiddensee, leicht hügelig mit einigen Bäumen im Norden um den Dornbusch, sandig und flach im Süden. Eine Laune der Eiszeit, ständigem Wandel durch Erosion auf der einen und Anspülung auf der anderen Inselseite ausgesetzt.
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Britta (nicht überprüft) sagte vor 1 Jahr 27 Wochen:
Hiddensee ist einfach ein Traum. Mein Empfehlung ist Neuendorf. Frühstück mit Blick auf den Bodden, im Rücken die Ostsee. Ein paar Schritte in den Nationalpark.. herrlich!!
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