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Das größte Volksfest der Welt ist nicht nur ein rauschhaftes Fest – sondern auch ein Schaufenster Münchner Lebensart. Inklusive Schickeria. Wir sagen, wen und was man wo gesehen haben muss. Prosit!
Wer wie bzw. wie lange über die Wiesn (O-Ton Nord: Wiese), wie das Oktoberfest von den Münchnern liebevoll genannt wird, bummelt, ist Geschmacksache. Für die einen gehört die Fahrt mit dem Riesenrad ebenso dazu wie der Verzehr einer flauschigen Zuckerwatte (natürlich im Gehen), der Kauf eines Lebkuchenherzens, der Besuch des Flohzirkus’ sowie die Stippvisite in der „Augustiner Festhalle“, weil es dort halt einfach das beste Bier und die g’schertesten (O-Ton Nord: schlagfertigsten) Bedienungen gibt.
Andere meiden jegliches kulinarische Vergnügen und hetzen von der Geisterbahn zum Autoscooter, von der Eurostar-Achterbahn mit ihren 5 Loopings zum Freefall, wo man aus 42 m Höhe im Sturzflug auf die Erde zurast.
Jene mit Sitzfleisch steuern einfach nur ihr auserkorenes Lieblingsbierzelt an. Ausschließlich dorthin „bummeln„ sie (11–14 h) und wieder nach Hause (20–23 h). Zu den bevorzugten Etablissements dieser Wiesn-Variante zählt u. a. das wunderschöne „Hacker-Festzelt“ mit seinem weiß-blauen Himmel.
Die Wölkchen, die von der Decke baumeln, sind quasi Sinnbild für alle Raucher. Denn Wirt Toni Roiderer war der aktivste Kämpfer gegen qualmfreie Zonen auf der Wiesn, und ihm ist es zu „verdanken“, dass auch 2009 in fast allen Zelten heiter weiter gepafft werden darf. Da zahlt man gern (wirklich?) die relativ hohen Bierpreise. Einzige Ausnahme: die „Kalbskuchl“ bleibt auch dieses Jahr rauchfrei.
Wer sich eine Promi-Sichtung in den Kopf gesetzt hat, muss nicht allzu lange umherbummeln, sondern wird mit etwas Glück im „Hippodrom“ gleich am Haupteingang fündig. Bei Sepp Grätz hoppeln alle Nase lang Fußballstars in Lederhosen und Playmates in Lola-Paltinger-Dirndeln zur Champagner-Bar. Ähnlich auch im „Wein-“ und im „Käferzelt“ am anderen Ende des Rummelplatzes. Alle 3 verfügen trotz des zum Teil fragwürdigen Publikums über einen entscheidenden Vorteil: Sie haben bis 1 h geöffnet. Gut zu wissen für alle, die noch nicht genug haben.
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alter sagte vor 3 Jahre 21 Wochen:
Wer diesen Massenauftrieb von verirrten Disko-Besuchern immer noch als Volksfest bezeichnet, der liegt genauso schief wie jene, die die Holzmichels & Co. KG als Volksmusik bezeichnen!
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bvonimhof sagte vor 3 Jahre 23 Wochen:
Wie gut, dass ich Mitte September wieder aus Alaska nach Muenchen zurueckkehre. Sonst wuerde mich nach Lektuere dieses Beitrags arg das Heimweh packen!
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