Krebsscheren knabbern (Helgoland), mit Grabsteinen plaudern (Föhr), internationalen DJs lauschen (Norderney) und mehr. Eines ist garantiert unmöglich, wenn Sie jeden Tag auf eine andere Nordseeinsel hoppen: Langeweile! Unsere Reise startet auf der Promi-Insel schlechthin: Sylt!
Es ist keine schlechte Idee, eine Reise über die Nordsee-Inseln in Niebüll zu beginnen. Auf dem schleswig-holsteinischen Festland stellt man sein Gefährt auf den Autozug, der einen über den Hindenburgdamm nach Sylt bringt. Man lässt das Festland hinter sich und rollt auf die Insel. In den nächsten Tagen wird nun alles ein bisschen anders sein.
Wenn ein Ort in Deutschland als Treffpunkt für Prominente gilt, dann war und ist es Sylt. Wir haben uns entschieden, an diesem Klischee erst einmal nicht zu rütteln. Unser erster Weg führt daher zum Sylter Royal, einer Austernzucht in List. Vor der schmucklos aussehenden Halle empfängt uns Bine Pöhler.
Die brünette Enddreißigerin war 18 Jahre im Tourismus tätig, bevor sie 2005 nach Sylt zurückkehrte und seitdem ihr Arbeitsleben der Auster widmet. Sie zeigt uns zwei Meerwasserbecken, von denen aus ein Viertel des deutschen Austernbedarfs gedeckt wird. Die Becken sind über eine Pipeline mit dem Meer verbunden. Circa eine Million Austern verkauft das Unternehmen jährlich. Vier weniger werden es dieses Jahr, denn Frau Pöhler lässt den Kollegen und mich je zwei der edlen Tiere verkosten.
Unser kulinarischer Eifer ist geweckt. Wir fahren in den Süden der Insel. Vorbei an Westerland, wo gerade ein Poloturnier stattfindet. Vorbei an alten Fischerhäusern, die von millionenschweren Neu-Insulanern mit Reetdächern verziert wurden. Vorbei am Örtchen Rantum, in dessen Dünen die „Sansibar“ verborgen liegt, Deutschlands wohl bekannteste Promi-Kneipe.
Unser Ziel ist das „Budersand“, Sylts 2009 eröffnete neue Top-Adresse. Das Hotel in Hörnum, Sylts südlichstem Ort, wurde zwischen Nordsee-Ufer und die namengebende Düne gebaut. Die Aussicht ist imposant: Das Meer wird vom aufkommenden Wind gepeitscht, in der untergehenden Sonne sieht die Düne aus wie ein Filmset von „Der Herr der Ringe“. Mindestens. Und mindestens ebenso eindrucksvoll ist die Süßspeise, die der Patissier des „Budersand“ vor uns aufbaut. Räuchereis mit Würfeln aus Zwetschgenfond.
Am nächsten Morgen treffen wir Silke von Bremen. Sie zeigt eine ganz andere Seite von Sylt, führt durch alte Dorfkerne wie den von Keitum, das lange vor Westerland Hauptort von Sylt war. Sie erzählt davon, dass Nordfriesland bis ins 16. Jahrhundert als Europas Armenhaus galt. Und beklagt, dass immer mehr Häuser von reichen Leuten vom Festland gekauft werden, die sie nur als Feriendomizile benutzen. „Ich führe Leute herum, um sie zu sensibilisieren“, sagt Silke von Bremen. Ihr Achselzucken zeigt, wie schwer der Kampf gegen das Geld auf Sylt ist.
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Sascha (nicht überprüft) sagte vor 1 Jahr 28 Wochen:
Bislang war ich nur auf zwei dieser Inseln, Sylt und Helgoland, der Bericht macht aber Lust auf mehr (Meer).
Mein Lieblingsplatz ist dabei der Strand von Sylt bei Sonnenuntergang. Das Spiel von Licht und Wasser ist großartig und kann auch locker mit den selbsernannten Trauminseln mithalten.
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Jana (nicht überprüft) sagte vor 1 Jahr 32 Wochen:
Klingt auch gut. Schwanke hab zwar grad noch was auf www.urlaubsreise-finden.de gesehen, aber das klingt fast besser
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jessica harazim sagte vor 1 Jahr 32 Wochen:
Diese Info werde ich gern an die Produzenten der Geschichte weiterleiten… Beste Grüße aus der Redaktion!
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Oddy Seuß sagte vor 1 Jahr 32 Wochen:
Eure Titelgeschichte gefällt mir – locker, flockig, unterhaltsam – und natürlich auch die Bilder (die im Heft!) Kompliment an den Fotografen. Das macht Laune auf die Inseln.
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