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Keine Frage: Politisch korrekt sind Kleinwagen und Hybridantrieb. Manchmal müssen Autos aber auch Lustobjekte sein dürfen. Redakteurin Jessica Harazim bretterte im Maserati über den Nürburgring.
Ich weiß ja nicht, mit was für einer Schrottschüssel Schlagerstar „Markus“ 1982 durch die Gegend gurken musste, als er SEINEM Maserati im Lied „Ich will Spaß“ huldigte. Aber MEIN Maserati fährt nicht nur 210, sondern 295 km/h. Und klingt im Übrigen auch nicht so lächerlich wie der Neue-Deutsche-Welle-Sänger. Der 440 PS starke Granturismo S röhrt beim Starten eher wie eine Mischung aus Adriano Celentano und Vasco Rossi. Außerdem: 460 Newtonmeter Drehmoment, Taste Sportfahrwerk, härtere Federung, Lenkradschaltung wie bei Formel 1, in 5,2 Sekunden von 0 auf 100, Bose-Sound, Design by Pinifarina … Was für ein unglaublich rattenscharfes Gerät!
Auf den Ring dürfen wir zuerst mit der schnittigen Quattroporte-Limousine (siehe Foto), dann mit dem sportlicheren Granturismo. Na gut! Dann drück’ ich jetzt mal richtig auf die Tube! Die Körpertemperatur steigt mit der Geschwindigkeit, der adrenalingesteuerte Fuß bedient das Gaspedal – einfach großartig, in dem schwarzen Geschoss über die leere Rennstrecke zu sausen! Denn heute ist der Grand-Prix-Kurs, wo schon Motorsportlegenden wie Michael Schumacher die Reifen zum Quietschen brachten, einzig für uns, die Teilnehmer des Maserati Driving Camp, reserviert. Glücklicherweise sind Brems- und Scheitelpunkte mit Pylonen markiert. Außerdem sagt der Instruktor, wann Gas gegeben oder eingelenkt werden soll.
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alter sagte vor 3 Jahre 10 Wochen:
In Zeiten wie diesen, wo viele Autofirmen weltweit Probleme haben, u.a. wegen einer schlechten Modellpolitik (zu groß, zu viel PS, zu teuer etc.) ist es doch beruhigend, dass Sportwagen nach wie vor bei manchem(r) hoch in der Gunst stehen. Und damit es nicht ganz so peinlich wird, ein paar Feigenblatt-Sätze in der Einleitung.
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