
Weitere Reportagen
An den Anden stranden: Ecuador entdecken Verkannte Schönheit
Beach-Report Gibt's nicht? Gibt's doch!
InsiderTipps
Mitten im Pazifik – 1.000 Kilometer vor Ecuadors Festlandküste – leben die wunderlichsten Wesen der Evolution. Unter und über Wasser. Lesen Sie unseren Reisebericht aus Galapagos.
Die Galapagos-Kreuzfahrer stehen an Deck und bestaunen die Seelöwen, die sich rechts und links auf Fischerkähnen genüsslich in der Sonne räkeln. Unser Dreimastschoner wird Kurs Isla Santa Fé nehmen. "Wetlanding" steht an: Mit Fotoausrüstung, Badesandalen und Handtuch ausstaffiert, sitzen wir in den Schlauchbooten.
"Schwimmwesten an", lautet der Befehl, "die sind Pflicht." Gilt es doch die Dingis mit kräftigen Muskeln durch die rollende Brandung an Land zu ziehen. An Land gibt es kein Halten mehr. Seelöwen! Nun lässt sich mit den Pelzgesellen nun quasi per Handschlag Bekanntschaft schließen. Gleiches gilt für die Fregattvögel. In trauter Nachbarschaft dazu Meerechsen. Diese schwarzen, gut einen Meter langen Urviecher beäugen einen Blaufußtölpel.
Den Archipel und seine Bewohner haben Wind, Humboldt- und Niño-Strom geprägt. Pinguine und Pelzrobben reisten aus der Antarktis an, Seelöwen aus Kalifornien und 875 Pflanzen- und 89 Vogelarten zum Teil als Treibgutpassagiere auf Baumstämmen oder Pflanzenresten aus Mittel- und Südamerika. So zusammengepuzzelt, wie Fauna und Flora sind, so ungewohnt war auch ihr neuer Lebensraum. Für die Ankömmlinge hieß es, sich anzupassen.
Im Gegensatz zu seinen Festlandgenossen gab etwa der Kormoran das Fliegen auf. Fehlende Feinde und fischreiches Wasser stutzten dem eleganten Segler die Flügel und funktionierten ihn zum schwergewichtigen Schwimmvogel um. Auch mancher Landleguan verlegte sich aufs Wasser. Damit ihm das Meersalz nicht zum Verhängnis wird, spendierte ihm die Natur ein spezielles Drüsensystem. Mit diesem taucht er nun bis zu eine Stunde, futtert die Algen von den Unterwasserfelsen ab, legt sich an Land in die Sonne und rotzt das Salz in hohem Bogen raus.
Star im Evolutionszirkus ist der Darwin-Fink. Aus dem vormals vielleicht einem Paar entwickelten sich 13 Arten. Abhängig davon, ob die neue Heimat gerade Kerne, Samen oder Insekten bot, wuchsen dem Federvieh spitze, lange Stocherschnäbel, krumme Nussknacker oder gar eine Art Bohrgerät.
Nicht genug damit. Der Spechtfink belegte noch einen Kurs in Sachen Tischmanieren. Indem er lernte, Insektenlarven mit Hilfe von (Kaktus-)Stacheln aus den Bäumen zu pulen, speist er als einziger Vogel mit Esswerkzeug.
ReiseBuchung
Reisewetter aktuell
Das aktuelle Reisewetterfür Ihr Reiseziel
Reisebücher
-

Die Zukunft der Jurte
mehr Infos -

Das Kochbuch des Kannibalen
mehr Infos -

Tee
mehr Infos -

Das koloniale Indien
mehr Infos -

Die besten Single-Reisen
mehr Infos -

Das Vermächtnis des Dalai Lama
mehr Infos

Kommentar hinzufügen