
Autor:
Robert Haidinger
InsiderTipps
Die Kapitale eines der berühmtesten Weingebiete der Welt beeindruckt mit viel klassizistischer Architektur und modernen Hafenanlagen. Einen Ausflug in die traumhafte Umgebung der Stadt sollte man nicht versäumen. Zwei ausgefüllte Tage für Genießer und Flaneure.
1. Tag
9.00 Uhr Nacht in Pracht
Aufwachen im neoklassizistischen Luxus, das hat Klasse. Das „The Regent Grand Hotel Bordeaux“ verströmt zwischen dunkelroter Tapisserie und elegantem Wintergarten viel vom Luxus des 18. Jh. – und ist doch eine brandneue Adresse, weil es gerade erst wieder eröffnet wurde. DZ ab 195 Euro.
Wo? Place de la Comédie 2–5, Tel. 0033/ 5 57 30 44 44
www.theregentbordeaux.com
10.00 Uhr Goldenes Dreieck
Bordeaux ist bürgerlich und mondän – am meisten im edlen Viertel Le Triangle. Elegante Fassaden und lange Avenuen räumten im 18. Jh. mit dem Mittelalter auf. Fixpunkt: das Grand-Théâtre.
Wo? Zwischen Cours de l’ Intendance, Allées de Tourny und
Cours Georges Clémenceau
11.00 Uhr Austern und Wurst
Unmittelbar neben dem Grand-Théâtre liegt die atlantisch dekorierte „Austern-Schachtel“. Austern serviert „La Boîte à Huîtres“ gemeinsam mit einem kleinen Würstchen – eine lokale Tradition.
Wo? Cours du Chapeau Rouge 36, Tel. 05 56 81 64 97
12.00 Uhr Bunker für 60er Kunst
Einst Lagerhalle, heute findet man hier im Musée d’Art Contemporain CAPC zeitgenössische Kunst – vor allem aus den 1960er Jahren. Di.–So. 11–18 h (Mi. bis 20 h).
Wo? Rue Ferrère 7, www.bordeaux.fr
13.30 Uhr Lunch in den Hallen
Die prächtigen Depots am Flussufer Quai des Chartrons haben sich in kleine Bistros (z. B. „L’Assiette Bordelaise“) und Cafés verwandelt, Sonnenterrassen inklusive!
Wo? Quai des Chartrons 8
14.30 Uhr Design am Fluss
Ein Stück weiter die Garonne entlang entdecken wir rund um die Rue Lucien Faure spektakuläre Graffiti. Besser restauriert sind „Les Hangars“ – alle großen Labels sind hier versammelt.
Wo? Quai des Chartrons und Quai de Bacalan
16.30 Uhr Beim süßen Antoine
Tipp für ganz Süße: die unverkennbaren Mini-Küchlein Can- nele. Innen Rum-Vanille-Aroma, außen karamellisiert – ein altes Klosterrezept. Die besten macht Pâtissier „Antoine“.
Wo? Cours Portal 19–21
17.00 Uhr 1,2 km Shopping
An der Place de la Comédie beginnt das Glück aller Shoppingsüchtigen, die Fußgängerzone Rue Ste. Cathérine. Sie folgt auf über 1.200 m Länge der alten Römerstraße Cardo. Hübscher Abstecher: die überdachte Passage der Galérie Bordelaise.
Wo? Rue Ste. Cathérine, www.galerie-bordelaise.com
19.00 Uhr Börse und Brücke
Die Stadt der Weinhändler zeigt sich an der Place de la Bourse besonders prächtig: mit dem Palais de la Bourse, der alten Hafenbörse und dem sprudelnden Brunnen mit den 3 Grazien. Ebenso sehenswert: die Pont de Pierre, die 1. Steinbrücke der Stadt, errichtet von Napoleon I., fertiggestellt 1822.
Wo? Place de la Bourse und Pont de Pierre
21.00 Uhr Dinner am andern Ufer
Den schönsten Panoramablick genießt man vom Rive droite – dem rechten Ufer der Garonne. Hier liegt das auf Stelzen in den Fluss ragende Restaurant „L’Estacade“. Die kreative regionale Küche steht bei Einheimischen hoch im Kurs. Reservieren!
Wo? Quai des Queyries, Tel. 05 57 54 02 50
www.lestacade.com
23.00 Uhr Disko-Dschunke
Noch vor Kurzem galt der verwaiste Industriehafen von Bordeaux als dunkelste Ecke der Stadt. Doch dann ging die „Dame de Shanghai“ vor Anker – ein zum Club-Restaurant aufgetakelter Lastkahn.
Wo? Quai Armand Lalande 1
www.damedeshanghai.com
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