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InsiderTipps
Die Seine-Metropole gilt als très chic, trendy, teuer. Wir haben uns bei diesem Reisebericht für eine gehobene Low-Budget-Variante entschieden.
7.00 Uhr: Erschwinglich genächtigt
Wo? Métro 12, Saint-Georges. 36, rue Notre-Dame de Lorette, Tel. 0033/1/ 42 85 18 81, Fax 42 81 32 19
8.00 Uhr: Backwaren und Rotlicht
Man kann sich zum Petit Déjeuner in jedes x-beliebige Bistro setzen - Café au lait und dazu ein Croissant schmecken überall vorzüglich. Wer Lust auf etwas Herzhaftes hat - die Traditionsbäckerei "Boulangerie Medieval" oberhalb des Hotels hält köstliche mit Salami, Käse oder rohem Schinken belegte, Baguettes (ab 3 Euro) bereit. Damit hoch zur Place Pigalle und ein bisschen Red-Light-District-Luft schnuppern - eine pikante Kombination ...
Wo? Mètro 12, Saint-Georges. Rue Henry Monnier
9.00 Uhr: Gourmet's Paradise
Wer glaubt, in Paris eine Fastenkur durchzuziehen zu können, sollte diesen heroischen Plan schlicht vergessen. Denn gleich nach dem Frühstück wird eine der schönsten Fressmeilen der Stadt angesteuert: der herrlich authentische Marché d'Aligre (tägl. außer Mo) in der Nähe der Bastille. Hier tobt das Leben. Der beste Fischhändler der Stadt, Paris Pêche, bietet seine Waren draußen feil, in den Hallen hängen Würste, Schinken und Früchte wie im Schlaraffenland von der Decke.
Wo? Métro 8, Ledru Rollin. Place d' Aligre
10.00 Uhr: Ein Gläschen in Ehren ...
... kann keiner verwehren, auch so früh am Morgen nicht. Zumindest nicht im Land des Weins! Deshalb: Die urige Bar "Le Baron Rouge" (tägl. 10-14 und 17-22 h, So/Mo geschlossen) gleich nebenan ist Stammlokal der Marktbesucher und lädt zum gepflegten Frühschoppen mit Sancerre oder Bordeaux (Glas ab 3 Euro) ein.
Wo? Métro 8, Ledru Rollin. 1 rue Th. Roussel,
Tel. 0033/1/ 43 43 14 32
11.00 Uhr: Impressionistische Impressionen
Nach dem Lukullischen wenden wir uns Kunst-Genüssen zu. In gleichnamigem Belle-Epoche-Bahnhof, anlässlich der Weltausstellung errichtet, befindet sich das berühmte Musée d'Orsay, ein Muss für jeden Paris-Besucher, dem Zeit und Muße für den Louvre fehlen. Zu sehen sind Meisterwerke des 19. Jh. vor der atemberaubenden Kulisse aus Stein, Stuck und Eisen, überdacht von einer mächtigen Glaskuppel. Die Auswahl der Exponate reicht von Manet, Monet und Van Gogh über Degas und Toulouse-Lautrec bis hin zu Cézanne und Gauguin, um nur einige zu nennen.
Wo? Métro 12, Solférino. 62, Rue de Lille,
Tel. 0033/1/ 40 49 48 00
14.00 Uhr: Ins In-Viertel
Nur ein paar U-Bahn-Stationen weiter taucht man in eines der attraktivsten, daher aber auch beliebtesten Stadtviertel von Paris ein - das Marais. Stundenlang kann man die verwinkelten Gassen durchstreifen, wo sich, neben schicken Modeboutiquen, edlen Designershops und kleinen Galerien auch zahlreiche koschere Restaurants niedergelassen haben - denn hier befindet sich das Zentrum der jüdischen Gemeinde. Highlight ist der elegante Place des Vosges, 1612 eingeweiht, der vielen als schönster Platz von Paris gilt.
Wo? Métro 8, Bastille
15.30 Uhr: Promenieren und Flanieren
Vom allseits Bekannten geht es nun auf touristisch weniger ausgetrampelte Pfade. Auf dem Spaziergang entlang dem melancholischen Canal St. Martin entdeckt man Paris ganz neu: weniger glamourös als im Zentrum, dafür aber viel authentischer. Am Ende der Tour gibt es in der kunterbunten Cantine des Klamotten- und Accessoireladens Antoine et Lili kleine Salate und Snacks für Hungrige. Derzeit letzter Schrei am Kanal: Tee mit Minzblättern und Pinienkernen.
Wo? Métro 2 und 5, Jaurès, 95, Quai de Valmy,
Tel. 0033/1/ 40 37 34 86
16.30 Uhr: Grün fürs Volk
So schön kann Kitsch sein! Der Parc des Buttes Chaumont nur ein paar U-Bahn-Stationen weiter ist mit Sicherheit nicht die schönste aller Pariser Parkanlagen, dafür aber die mit Abstand romantischste. Einst von Napoleon III. für die "arbeitenden Klassen" angeordnet, findet man dort verwunschene Grotten, einen kleinen See, schmale Brücken, künstliche Felsenlandschaften und eine kleine Pagode in 30 Meter Höhe.
Wo? Métro 7 b, Buttes Chaumont
18.30 Uhr: Hot Stuff
Nun fehlt eigentlich nur noch ein heißer Fummel für den Abend, und zwar einer, mit dessen Kauf man sich nicht für immer und ewig finanziell ruiniert. Der witzige Designshop Spree bietet mit seinem stylischen Ambiente und den annehmbaren Preisen Shopping-Spaß pur. Neben Möbeln, Schuhen und Schmuck reihen sich in puristisch-weißem Ambiente ausgefallene Klamotten von jungen Pariser Künstlern aneinander.
Wo? Métro 12, Abesses. 16, rue la vieuville,
Tel. 0033/1/ 42 23 41 40
19.30 Uhr: Fernsicht
Sundowner am Sacré-Cœur, nur ein paar Fußmin. entfernt, mit Blick über die gesamte Stadt. Wer das verpasst, ist selber schuld. Die Basilika mit ihren neobyzantinischen Kuppeln und Türmen in strahlendem Weiß bietet die stilvolle Kulisse für den gepflegten Sonnenuntergang.
Wo? Métro 2, Anvers
21.00 Uhr: Filmkulisse
Einst war das "Hôtel du Nord" Schauplatz und Titel einer 1938 verfilmten Liebesgeschichte, die in Frankreich mittlerweile Kultstatus hat. Doch bald kümmerte sich niemand mehr um das Gebäude mit der berühmten Fassade - und das Haus verfiel. Erst vor einem halben Jahr wurde das "Hôtel du Nord" renoviert - und zu einem unprätentiösen, aber doch eleganten Restaurant umgebaut. Serviert wird klassische französische Bistroküche, dazu gibt es ausgesuchte Weine und einen reizenden Service. Vorspeisen ab 9 Euro, Hauptgerichte ab 15 Euro - also eine durchaus faire Preispolitik für das, was geboten wird.
Wo? Mètro 2 und 5, Jaurès. 102, Quai de Jemmapes,
Tel. 0033/1/ 40 40 78 78
23.00 Uhr: Hautevolee schnuppern
Wer sich das Zimmer im superschicken "Murano Urban Resort" nicht leisten kann oder will, sollte zumindest einmal in der gleichnamigen Bar gewesen sein. Dafür gibt es gleich mehrere gute Gründe: Erst mal ist der Abend noch jung, zum zweiten trifft sich nächtens die Pariser Jeunesse dorée - es gibt also viel zu gucken - und drittens hat man die Auswahl zwischen über 100 (!!!) Wodkasorten.
Wo? Métro 3, Temple. Blvd. du Temple, Tel. 0033/1/ 42 71 20 00
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89 sagte vor 1 Jahr 38 Wochen:
Hi
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