
Autor:
Florian Töpfl
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Dieser Südsee-Reisebericht führt an Bord eines Jeeps durchs Innere von Tahiti und Co. Mit Wasserfall-Erlebnissen, Schluchten-Schauen – und Schlaglöchern. Und einem glücklichen Ende: Wir haben ins Paradies geschaut. Es heißt Maupiti.
Oceane ist 42 Jahre alt, energisch – wohl, weil in Frankreich aufgewachsen. Mit ein paar Sätzen befördert sie uns in den Laderaum ihres Kastenwagens, die Schiebetür bleibt offen, wegen der Hitze. Schon rasen wir ein paar Kilometer über die schnurgerade Betonpiste, die einzige Straße des Atolls.
„Die Lagune von Fakarava ist seit Ende 2006 Unesco-Biosphärenreservat“, schreit Oceane uns gegen den Fahrtwind nach hinten zu. Die Unterwasserwelt hier sei einzigartig: Hammerhaie und Schildkröten, dazu eine unglaubliche Vielfalt von Krus-tentieren! Mit einem Ruck kommt der Wagen zum Stehen.
Wir sind im Zentrum des Dorfs angelangt, das vor allem aus drei Gebäuden besteht: einer Schule, einem Rathaus, einem Postamt mit einer hausgroßen Satellitenschüssel. Nur 900 Menschen leben auf diesem Korallenring mitten im Pazifik.
Als Beamtin der Pariser Baubehörde machte Oceane hier vor 15 Jahren ein paar Tage Urlaub – und blieb für immer. Ihr damaliger Guide ist heute ihr Mann. Gemeinsam verbrachten sie fünf Jahre auf einem der kleinen Motus als Selbstversorger. An ihren Strand kam Tag um Tag eine Haifischdame, die ihr Mann so lange fütterte – bis der Raubfisch eines Tages Oceane anfiel. Der kräftige Polynesier schlug den zwei Meter langen Fisch mit Faustschlägen in die Flucht …
Ist das etwa das einfache Glück der Südsee, von dem die Welt träumt? „Vielleicht“, lacht Oceane, „ich habe wirklich nicht viel Geld – aber es reicht, um nichts zu tun!“ Am nächsten Morgen ist der Frühstückssaal der „Star Flyer“ fast leer. Fast alle Passagiere hat die Aufregung an Deck getrieben, das „Bora-Bora-Fieber“ hat das Schiff erfasst.
So wartet die 60-jährige Mary, Tochter eines Stahlunternehmers aus Michigan, schon seit 5 Uhr morgens an der Reling, um die Insel ihrer Träume in der Ferne auftauchen zu sehen. Einzig Martin, ein Arzt aus Deutschland, bleibt gelassen: Er war als 20-Jähriger schon einmal hier. Mit seiner Mutter, einer Privatdetektivin, reiste er damals um die Welt. Unauffällig – als Mutter und Kind – observierten die beiden reiche Unternehmer aus dem Sauerland, die sich auf der Trauminsel mit ihren Geliebten vergnügten.
Abends steht die Sonne tief hinter der Reling, taucht Bora Boras Bergfelsen malerisch in Licht und Schatten. Wir trinken einen Cocktail an Deck in der „Tropical Bar“. Laszlo, der Bordpianist, raunt einen Klassiker ins Mikrofon: „As time goes by“, die „Casablanca“-Filmmelodie. Ist es das, das Südseeglück? Laszlo spielt den Klassiker noch einmal für uns, der 38-jährige Ungar hat Tausende von Melodien in seinem Kopf gespeichert.
Die nächsten 28 Wochen wird er jeden Abend an Deck stehen und keinen Abend frei haben. Er hat einen Vertrag über acht Monate unterschrieben – wie viele Männer an Bord. Die Frauen verstünden dieses Seemannsleben nicht, gesteht er spätnachts an der Bar.
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monika z. sagte vor 1 Jahr 2 Wochen:
den Bericht finde ich super. Ich plane nächstes Jahr die 10 Tage Star Flyer, evtl. vorher noch 2 oder 3 Tage auf Tahiti zum eingewöhnen :o))Am liebste würde ich schon morgen fliegen....... aber die Vorfreude ist ja auch toll
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nurmalso sagte vor 1 Jahr 8 Wochen:
wow, sie glücklicher! ist das auf den bekannten inseln nicht alles unglaublich überteuert. mit welchen nebenkosten müsste ich denn rechnen pro tag?
danke für eine antwort
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Schokal sagte vor 1 Jahr 8 Wochen:
Die Südsee-Inseln sind ein Traum - der Bericht gefällt mir sehr gut und würde mich veranlassen, mir diesen Traum zu erfüllen: Man lebt nur einmal! -Aber ich war ja gerade schon da... Mein Tip: Auch die Insel Raiatea besuchen, dort Haie füttern und Stachelrochen streicheln... siehe mein Reisebericht, den ich in "abenteuer und reisen" veröffentlicht habe...
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