
Autor:
Florian Töpfl
Weitere Reportagen
Mit dem Frachter "Aranui" zu den Marquesas-Inseln Abenteuer Alltag
Südsee-Inseln von Bora Bora und Tahiti bis Maupiti Südsee-Glück
InsiderTipps
Kann man Vollkommenheit noch steigern? Unser Reisebericht und die große Fotoshow versuchen's. Wir starten unbescheiden auf Bora Bora, dem wellenumspielten Strand-unter-Palmen-Glück. Anschließend gehen wir an Bord des Viermasters „Star Flyer“ und segeln durch die traumschöne Inselwelt der Südsee. Also, geht doch!
Man müsste irgendwohin fliegen“, seufzte meine Friseurin Alice zwei Tage vor meiner Abreise. Draußen war Mistwetter und Deutschland. Regentropfen hingen am Fenster, platschten auf Teer und platschten in Regenlachen. Hinter mir hörte ich die Scheren schnappen und Alice plaudern. „Einfach weg müsste man, nach Bora Bora zum Beispiel.“ – „Da fliege ich übermorgen hin“, warf ich ein. Und die Scheren verstummten.
Wo denn Bora Bora überhaupt sei, wollte Alice wissen. Im Südpazifik zwischen Südamerika und Australien, antwortete ich und gab gleich auch noch den Rest meines Reiseführerwissens weiter: Bora Bora ist eine Insel in Französisch-Polynesien, das als „Überseeland“ zu Frankreich gehört und damit zur Europäischen Union.
Die 245.000 Einwohner leben auf 130 Inseln, die sich zu fünf Archipelen gruppieren: Gesellschaftsinseln, Tuamotu-, Marquesas-, Austral- und Gambier-Inseln. Zum Archipel der Gesellschaftsinseln gehört nicht nur Tahiti mit der Hauptstadt Papeete, sondern eben auch: Bora Bora.
Als die Insel der Träume drei Tage später vor dem Fenster unserer Propellermaschine auftaucht, muss ich an den fast kitschigen Zufall im Friseursalon denken. Dann fällt mir mein Freund Christoph ein, der dachte, Bora Bora sei eine Erfindung der Fanta-Werbung. Und meine Mutter, die der Name an einen alten Schlager von Tony Marshall erinnerte. Aber auch sie fragte nach: Existiert die Insel wirklich?
Als die Maschine beidreht, gibt die Tragfläche den Blick auf den Inbegriff der Trauminsel frei: Sagenhaft türkisfarben strahlt das Wasser der Lagune in der Morgensonne, das Eiland selbst misst kaum vier auf neun Kilometer. In seiner Mitte sticht der Berg Otemanu 727 Meter ins Blau des Himmels. Umgeben ist der erloschene Vulkan von einem Atoll, einem Ring aus Korallenriffen. Wo Sand angespült wurde, sind entlang dem Atoll längliche Inseln zu erkennen: Motus, wie die Polynesier sie nennen.
Hinter uns liegt eine 30-stündige Reise: eineinhalb Stunden Flug München–Paris, elf Stunden Paris–Los Angeles, acht Stunden Los Angeles–Papeete, 45 Minuten Papeete–Bora Bora. Dazwischen Wartehallen und eine eineinhalb Stunden lange Schlange vor den Schaltern der amerikanischen Homeland Security. Obwohl wir nur auf der Durchreise sind, wollen die Amerikaner jeden fotografieren und unsere Fingerabdrücke in ihrer Datenbank speichern.
Wir landen auf einem der Motus von Bora Bora, kaum länger als die Landepiste selbst. Vom Flughafenkai steigen wir ins Schnellboot des „InterContinental Resort & Thalasso Spa“. Kurz darauf rasen wir in kleinen Sprüngen übers türkisfarbene Wasser. Der Fahrtwind schafft Kühlung bei 30 Grad. Unter uns blitzt weiß der Korallensand.
ReiseBuchung
Reisewetter aktuell
Das aktuelle Reisewetterfür Ihr Reiseziel
Reisebücher
-

Die Zukunft der Jurte
mehr Infos -

Das Kochbuch des Kannibalen
mehr Infos -

Tee
mehr Infos -

Das koloniale Indien
mehr Infos -

Die besten Single-Reisen
mehr Infos -

Das Vermächtnis des Dalai Lama
mehr Infos


Kommentar hinzufügen