
Autor:
Klaus Bötig
InsiderTipps
Kurzporträt
Hier machen fast nur Griechen Urlaub
Griechenlands zweitgrößte Insel (nach Kreta) liegt im touristischen Abseits. Als Insel wird sie nicht akzeptiert, weil sie sich eng ans Festland schmiegt und durch 2 Straßenbrücken und kurze Fährlinien von vielen Häfen aus mit ihm verbunden ist. Festlandurlauber lassen sie links liegen, weil es auf Euböa kaum Altertümer gibt. In unserem Reisebericht haben wir uns der stillen Schönheit gewidmet.
So machen hier außer in der Umgebung von Eretria und Nea Styra fast nur Griechen Urlaub. Darin liegt der Reiz der im Norden überwiegend üppig grünen, im Süden weitgehend kahlen Insel, die in der Landessprache Evia heißt. Wer sie wirklich kennen lernen will, braucht ein Auto: Bouros im Süden und Lichas im Nordwesten trennen 275 kurvenreiche Straßenkilometer voneinander.
Der nur 35 m breite Euripos-Kanal, der die Inselhauptstadt Chalkida vom Festland trennt, hat schon den Philosophen Aristoteles zur Verzweiflung gebracht. Auch er konnte nicht genau erklären, warum dort das Wasser oft so schnell strömt wie in einem Wildwasserfluss und dabei auch noch bis zu 20- mal täglich seine Richtung ändert. Bedeutendste archäologische Stätte ist das antike Eretria mit schönen Bodenmosaiken aus dem 4. Jh. v. Chr. Mit seinen vielen stattlichen Häusern aus dem 19. Jh. gilt Limni im Inselnorden als schönstes Dorf Euböas.
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