
Autor:
Robert Haidinger
InsiderTipps
Eine Reise durch und über antike olympische Spielstätten, Ränke und Legenden. Der Peloponnes gilt als Kernland des antiken Griechenland. Relikte großer Reiche, grandiose Ruinen, traumhafte Küsten und wildes Bergland bündeln sich zu einer Delikatesse, wie dieser Bericht zeigt.
Die sitzen lieber mit flauschigen Bierbäuchlein auf der abgetretenen Agora-Treppe herum. "Darum sehen sie auch ein klein wenig uncool aus", meint die griechische Göre im weißen Faltenkleid. Und schiebt die beiden Püppchen gelangweilt und mit spitzen Fingern zurück. Wir befinden uns im für Rosinen und verschnörkelte Säulen berühmten Korinth. Staubig ist er, der ziegelrote, marmorhelle Staub der Geschichte. Wir stehen exakt zwischen der Agora Alt-Korinths und dem Hera-Tempel. Die Kleine im weißen Faltenkleid ist der Star des lokalen Schulschauspiels. Sie trägt eine Fackel und Sandalen mit silbrigen Riemchen und schwebt mit klassischer Nase und antikem Kostüm etwas steif zwischen ebenso steif geratenen Säulen hin und her.
Wie geölt funktioniert jene Zeremonie, die die versammelten Korinther Kids schon seit Monaten einstudiert haben: Olympia-Feier. Eifrig züngelt das heilige Feuerchen in der klassisch-schlichten Schale. Aus dem mitgebrachten Ghettoblaster dröhnen eindrucksvolle Chöre.
Solche Szenen wiederholen sich dieser Tage, wo das große Athener Olympia-Comeback gnadenlos näher rückt, in ganz Griechenland - wobei die vom Ort Olympia ausgestrahlte Fackelzeremonie eine vielfach kopierte choreografische Vorlage bietet. Doch Olympia, der Ort, an dem alles begann, sportelte nie allein auf weiter Flur. Auch das antike Korinth drängt sich als klassische Ölzweig-Location auf. Ebenso wie Nemea und Delphi.
Korinth war 582 vor Christus Gastgeber der Panhellenischen Spiele, die als wichtigste Wettkämpfe des klassischen Altertums gelten - mit Olympia, Delphi und Nemea als Partnerstädten. Die Reise auf den Spuren von Wagenrennen, Diskuswerfern und Ringkämpfern vermag nicht nur sporthistorisch Interessierte, sondern auch ganz normale Urlauber zu begeistern. Agone genannte Spiele gab es Dutzende im Altertum. Kaum eine Polis, die nicht um Athleten und Triumphe buhlte. Noch heute liegt über den Marmorruinen eine schwer greifbare Faszination.
ReiseBuchung
Reisewetter aktuell
Das aktuelle Reisewetterfür Ihr Reiseziel
Reisebücher
-

Die Zukunft der Jurte
mehr Infos -

Das Kochbuch des Kannibalen
mehr Infos -

Tee
mehr Infos -

Das Dorf, das Dorf, die Erde, die Erde ...
mehr Infos -

Das koloniale Indien
mehr Infos -

Die besten Single-Reisen
mehr Infos


Kommentar hinzufügen