Gletscher, Eskimos und Klimawandel: In Grönland erlebt man den kalten Norden von seiner allerschönsten Seite.
Whirlpools sind etwas Wunderbares, besonders dann, wenn draußen Faserpelz und Pudelmütze getragen werden müssen. Dann entfaltet der Whirlpool seine wahre Stärke – respektive Wärme. Ein Glück, dass es auf dem neuen Hurtigrutenschiff „MS Fram“ zwei Outdoor-Whirlpools gibt, oben an Deck, windgeschützt hinter Glasparavents. Bis zur Nasenspitze eingetaucht, erinnere ich mich an aufregend schöne Kreuzfahrttage. An die junge Finnin Outi Tervo etwa, Chefin einer Forschungsstation in Qeqertarsuaq…
„Wisst ihr, wie es hier im Winter ist? Dunkel – stockdunkel!“ Outi rollt mit ihren blauen Augen und blickt entschlossen in die Runde. Stockdunkel, denkt man, eine interessante Aussage für eine Finnin, wo doch auch der finnische Winter recht dunkel ist.
Qeqertarsuaq liegt im südlichen Teil der Disko-Insel. Die kleine Ortschaft hat 1.000 Einwohner und mindestens dreimal so viele Schlittenhunde. Überall rund um die Ortschaft liegen dünne Hunde an langen Ketten. Ziemlich unromantisch, aber in Grönland ist bei näherer Betrachtung fast gar nichts romantisch. Es geht ganz ums Überleben.
Die meisten Männer gehen auf Fischfang oder zur Robbenjagd, die Frauen kümmern sich um Haus und Kinder. Eine junge Frau wie Outi als Leiterin einer Forschungsstation kann da schon Stirnrunzeln hervorrufen. „Am Anfang waren die Fischer mir gegenüber skeptisch, aber als sie merkten, dass ich kräftig anpacken kann, hat sich das geändert“, schmunzelt sie. Gute Zusammenarbeit ist für Outi dringend nötig, denn die Fischer versorgen die Wissenschaftler mit Informationen über Fischbestand, Wale und Eiszustand.
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Besuch bei den Eskimos
Thomas Linkel (nicht überprüft) sagte vor 50 Wochen 6 Tage:
Hallo Herr Klüppel,
vielen Dank für Ihre Nachricht. Es tut mir Leid, wenn mein Text sie verärgert hat. Ich habe deshalb meine Notizen noch einmal durchgelesen.
Wörtlich begrüßt haben sie unsere Gruppe mit genau den Worten, die ich auch geschrieben habe. Und dass wir nach dieser Einleitung etwas überrascht waren, habe ich auch notiert.
Dass der Schlittenhund von vielen Grönländern als Nutztier gesehen wird und halbwild ist, war laut diesen Aufzeichnungen ein weiteres Zitat zu Beginn des Gesprächs. Wenn ich das richtig verstanden habe, dann sind die Hunde eben kein Kuscheltier wie so viele in Deutschland. Diesen Gegensatz wollten Sie doch vermutlich herausstellen und so habe ich das auch übernommen.
Unsere Gruppe war etwas erschrocken über das Aussehen vieler Hunde auf dem Platz sowie über den Zustand des Hundeplatzes an sich. In diesem Zusammenhang sagten sie laut meinen Unterlagen auf eine Frage, warum viele Hunde so zerzaust und heruntergekommen aussähen, dass viele Grönländer die Hunde über den Sommer hinweg wenig füttern würden und sich mit ihnen kaum beschäftigten. Wörtlich meinten sie: „So oft, wie ich nach meinen Hunden schaue, machen das die wenigsten hier.“
Über den Bas sagten sie, er sei der stärkste Hund und deshalb der Boss. Desweiteren habe ich mir notiert, dass er einem vor ihm laufenden Hund auch schon mal „beisst, wenn der nicht so spurt.“
Auf die Frage, was der Unterschied zwischen Grönland und Deutschland ist, haben Sie laut meinen Notizen zum Abschluss des Gesprächs wörtlich gesagt: „Das Schöne an der grönländischen Gesellschaft ist, dass alles geteilt wird. Besitz, mein und dein, spielt nur eine untergeordnete Rolle.“ Das fand ich ein tolles Statement von Ihnen und habe es deshalb auch in den Text mit aufgenommen.
Klar ist, dass ich bei der Geschichte nicht das gesamte Gespräch zwischen Ihnen und unserer Gruppe wiedergeben kann. Es ist eben nur ein Teil der Gesamtstory. Aber die Aussagen, die mir außergewöhnlich und für den Leser interessant erscheinen, notiere ich zur Sicherheit sofort als wörtliches Zitat. Aus meiner Sicht haben Sie damals kein Blatt vor den Mund genommen und einiges Überraschendes, sehr Knackiges gesagt.
Entschuldigen muss ich mich allerdings bei der Beschreibung Ihres Aussehens. Da habe ich Sie definitiv mit einem anderen Interviewpartner verwechselt. Das tut mir sehr Leid.
Ich stelle auch ausdrücklich fest, dass Sie aus meiner Sicht mit Ihren Hunden sehr gut umgehen und Spaß an Ihrem Job haben.
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peter_pfaender sagte vor 51 Wochen 2 Stunden:
Hallo Herr Klüppel,
habe unseren Reporter auf Ihre Ausführungen und Kritikpunkte hingewiesen. Er wird sich direkt bei Ihnen und/oder hier im Forum zu Wort melden. Wobei mich das Rästel um Ihre zersausten und Augenfarbe besonders fasziniert!
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Ulf Klüppel (nicht überprüft) sagte vor 51 Wochen 16 Stunden:
NATÜRLICH KANN MAN MIT MEINEN HUNDEN KUSCHELN!!!
Es kann einen schon Ärgern wenn sieht wie Aussagen verdreht und aus dem Kontext genommen werden.
- Die meisten sehen Ihre Hunde nicht als ein billiges Nutztier. Richtig ist aber das es Nutztiere sind und deshalb nicht wie Schosshunde behandelt werden.
Ich will mal behaupten, dass der Grönländische Schlittenhund, ein glücklicheres Leben hat als die meisten Hunde in Deutschland.
- In jedem Hundegespann ist eine Hierarchie. Deshalb sollte man niemals einen Hundeplatz betreten. Mann wird als „fremder/neuer Hund“ angesehen. Wenn man Pech hat, wird man auch mal gebissen, die Hunde kämpfen um Ihre Plätze, und der neue Hund soll, sein Platz im Gespann finden. Ist der Hundeeigentümer da, ist die Hierarchie intakt. Ich bin der Alphahund, bin ich da ist Ruhe.
- Der Bas ist nach mir der Chef, bei mir läuft er in der kurzen leine, nicht damit er primär die anderen beißen soll, sondern weil er als Hund (leider) nicht der Klügste ist, kapiert nicht meine Links und rechts Kommandos. Das tut meine „Leit Hünden“, die einen Meter vor den anderen Hunden läuft, wenn Sie nach links läuft der Rest hinterher. Ist sie zum Beispiel. Läufig fahre ich ganz ohne „Leithund“, wie die meisten es übrigens tun.
Ich kann nur empfehlen mal hier im Winter hoch zukommen um Schlittenzufahren. Es ist eine Freude 14 – 20 Hunde vor dem Schlitten zu haben, es ein Erlebnis zu sehen, wie die Grönländer mit Ihren Hunde eine Einheit werden.
Ich kann es noch so lange versuchen, so gut werde ich nie.
Ach ja … Ich habe weder Blaue Augen noch zerzaustes Haar, habe fast keine Haare mehr. Ich wohne hier bestimmt nicht weil alles geteilt wird, was übrigens nicht stimmt. Sondern weil ich von der Natur und den Menschen begeistert bin und so lange meine Knochen und meine Kondition Schlittentauglich ist, bleibe ich. Wer will schon Sterben aber erfieren ist sicher eine der angenehmen Arten, wenn man davon sprechen kann.
Bin als Austausch Student 1994 nach Grönland gekommen und könnte niemals auf die Idee kommen einen Hund Cindy zu nennen.
Mit Freundlichen Grüssen Ulf & Gimli (Im Artikel Rambo), Mikkel, Qassi, Singerneq, Qajo, Skye, Qingerteq, Kassassuk, Smukke, Bulder, Aannaana, Eowyn, Qallunaq, Aragorn,Nivé, Angut und Kamik.
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