
Autor:
Andreas Hub
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Noch nie in London gewesen? Dann wird es aber Zeit. Wir verraten Ihnen, wie der Besuch ein voller Erfolg wird.
Schaumlos schwabbelt das Ale im Glas, randvoll bis zum Überlaufen. So ist's recht im Pub an der Ecke, "smooth" mögen die Briten ihr Bier. Das letzte Pint am letzten Abend lasse ich mir im "Tudor Arms" zapfen, irgendwo zwischen Regent's Park und Oxford Street. So viel Innovatives, Interessantes, Internationales in den vergangenen Tagen, da lässt man London gern altmodisch und ein wenig bieder ausklingen. Dieses Pub sieht aus, wie alle Pubs aussehen. Braun in Braun, etwas plüschig. Die viel zu weichen Sitzbänke mit dunkelgrünem Kunstleder bezogen. Neben der Theke die Glocke für die letzte Runde. Die Männer tragen Tweed-Jacken mit ausgebeulten Taschen. Die Frauen gehen barfüßig durch den Raum - wie alle Engländerinnen das tun, sobald das Thermometer ein Grad über Null zeigt.
In der Ecke blinkt ein angegammelter Spielautomat wie wild und die Juke-Box lässt Noddy Holder noch mal "Cum On Feel The Noize" kreischen. Für die Leute aus dem Viertel ist das einfach gute Musik von früher, als der Kanaltunnel noch Utopie und der Euro nicht erfunden war. Ob ich vielleicht Fish'n Chips mit einem Schuss Malzessig kriegen könnte? Nein, sagt die Wirtin mit einem Wir-sind-doch-nicht-von-gestern-Blick. Es gibt Lammkotelett mit Minzsoße. Es wird ein rundum gemütlicher Abend und als das letzte Glas ein leeres Glas ist, drückt noch jemand "One Step Beyond" von Madness. Mehr als nur einen Schritt weiter - denn das sind schon die 80er Jahre. So schnell geht das in London, vor und zurück, nicht nur Jahrzehnte, auch Jahrhunderte, am besten alle gleichzeitig.
Nicht immer gelingt der Dreh am Rad der Zeit so gut wie beim neuen Riesen-Riesenrad London Eye, das einen 30 Minuten lang hoch leben lässt und jedem die Sieben-Millionen-Stadt zu Füßen legt. Gelegentlich werden aus Höhenflügen auch Bauchlandungen. Wie bei der Jahrtausend-Show im Millennium Dome, der jetzt pleite ist und leer dasteht.
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gkpreston (nicht überprüft) sagte vor 21 Wochen 5 Tage:
Was immer wieder vergessen wird, wenn ueber England bereichtet wird: Die typischen Landschaften bspw. Somersets, Cornwalls oder Devons. Dabei lohnt es sich tatsaechlich, wenn man schon mal hier ist und London besucht, ein zwei Tage anzuhaengen und in den Suedwesten zu fahren. Einige nette Tips und Tricks in Bezug auf das gesamte England hier:http://youtu.be/_ncyZzy8lLM
Gruesse aus Somerset
GK
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