Im Bann der Maya-Kultur. Eine Reise für alle Sinne. Durch Guatemala und Mexiko. Ein mittelamerikanisches Kaleidoskop. ÖPNV lässt sich hier sogar noch knapper buchstabieren: Lkw. Wie viele Leute sich auf eine offene Ladefläche quetschen, kann man nicht zählen, nur schätzen.
Mehrere Dutzend sind es ganz sicher. Diese Menschen fahren nicht mal eben um den Block, sondern harren stundenlang bei Überlandfahrten aus, durch Staub, Schlamm, Schlaglöcher, auf Straßen, die keinen Asphalt kennen.
Die Gesichter sind braun, die Haare schwarz: Maya, die die indigene Bevölkerungsmehrheit im 13-Millionen-Staat Guatemala bilden. Zwischen ihnen und mir ist eine Mauer. Hier gibt es einen immergrünen Hotelgarten, einen plätschernden Springbrunnen, silbernes Besteck im Frühstückssalon und eine jugendliche Reiterequipe im zackigen Zwirn als Tischnachbarn, die das Personal mit Nichtbeachtung und unverschämter Arroganz demütigt. Diese Mauer ist nicht aus Stein. Dafür unüberwindbarer. Auf der einen Seite sind die Gesichter weiß, auf der anderen braun. Das jahrhundertealte Drama Mittelamerikas dauert, allen Demokratisierungsbemühungen zum Trotz, bis heute.
Im Parque Central, auf dem großen Platz vor der klassizistischen Catedral Metropolitana, gewinnt das bunte, pralle Leben die Oberhand - und das richtet sich nach der Mehrheit. Überall lockt der Duft von frisch Gegrilltem. Stände mit bunten Stoffen, billigem Kinderspielzeug und nettem Kitsch versetzen Väter, Ehemänner und Liebhaber in Spendierlaune. Der Renner sind die Plastikgäule in den Boxen der Sofortbildfotografen. Hier setzt man die Braut aufs hohe Ross, die Kinder dürfen auch mal zu zweit in den Sattel, eine Leiter steht bereit, damit sie in den Steigbügel kommen, dann den Sombrero auf und Jetzt-alle-mal-lachen vor krasser Maya-Kulissen-Tapete. Hier stehen die Familien Schlange - ein eigenes Erinnerungsfoto besitzen, das ist es!
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Antigua – genial kolonial
Britta (nicht überprüft) sagte vor 2 Jahre 22 Wochen:
Hi,
auch wenn die Sicherheitslage sich in den letzten Jahren deutlich verschlechtert hat, es ist ein wunderbares Reiseland. Und es gibt durchaus andere Reisemittel als den LKW. Die beschrieben Tour in den Peten rein nach Flores, habe ich vor vielen Jahren mit dem Bus gemacht - und wenn ich im Internet recherchiere ist das auch heute noch möglich. Eine wirklich unvergessliche Tour! Und man sollte sich vor allem ein Zwischenstop in der Finca Ixobel leisten (www.fincaixobel.com), sieht noch besser aus als damals.
Und übrigens: Ja, es sind zwei Welten die in Gutemala aufeinander stossen, die Indiginas und die Latinos. Und mit den Indiginas geht man wahrlich nicht gut um, aber nach meinen Erfahrungen würdigt man in keinem spanischsprachigen Land eine Bedienung eines Blickes oder bedankt man sich gar höflich für den guten Service.
Gruß
Britta
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