Rajasthans Märchenschlösser

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Royal Flash!

Rajasthan „von oben“ – nach fünf Märchenschlössern, diversen Himmelbetten und einigen Hundertschaften Bediensteter hatte unser Reporter die Palast-Reife. Und ganz unverhohlen Spaß daran.

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Rushhour mit Rüssel! Elefantenhintern wogen durch Jaipurs Verkehrsdschungel. Mit Farbschminke aufgemotzte Dickhäuter werden durch den Strom aus Rikschas, Tuk-Tuks, Dromedar-Karren, Autos und Fußgängern gelenkt. Seit 4.000 Jahren sind Asiatische Elefanten im Indus-Gebiet domestiziert, in Jaipur hausen sie mitsamt Reitern im eigenen Viertel.

Ein paar vierbeinige Hochlader parken gerade im Halteverbot, ein Chauffeur steigt ab und reicht Kleinmöbel und Teppiche nach oben. Unterdessen haben die kleinen Elefantenaugen einen Obstkarren im Gewühl erspäht, schon schlängelt sich frech ein Rüssel hinüber.

Der Mundraub geschieht so fix, dass der Protest des Verkäufers zu spät kommt. Mit großen Tieren legt man sich nicht an, da macht der Händler eben den Reitern die Szene. Die wiederum mich, den neugierigen Beobachter, auffordern, dem Dieb die Früchte zu kaufen … Nur mit Mühe kann ich die Forderung abwehren.

Mein erster Maharadscha lacht, als ich ihm das beim Tee erzähle. Elefanten seien doch eher etwas für Könige. „Ich habe keine, und Maharadscha bin ich auch nicht.“ Wirklich schade für mich, aber immerhin war sein Großvater der siebte Sohn des Maharadschas von Jaipur und seiner Familie wurde der Adelstitel Rawat verliehen. Doch mit der Geburt des demokratischen Indien 1947 wurde für den uralten Hindu-Feudalismus und die 565 autonomen Königreiche unter britischer Hoheit das Ende eingeläutet.

„Wir verloren damals die Herrschaft über 70 Dörfer“, bilanziert der Mittdreißiger Yadavendra Singh den familiären Verlust. Als 1971 auch die staatlichen Renten der Ex-Herrscher gestrichen wurden, zog Armut in Märchenpaläste. Manche Fürsten wechselten ins Big Business. Yadavendras Familie schuf aus drei Palästen Hotels, und so sind er und Bruder Raghuvendra jetzt Hotelmanager.

Die Noblesse obliegt heute den Reisenden. Für die feudale Spurensuche haben Fotograf Berthold und ich uns entsprechend eingerichtet. Führer, Fahrer, weiße Autositzbezüge. Erster Auftritt ist in einem Dorf, das eine Autostunde von Jaipur entfernt am Rand der Arvalli-Berge liegt. Ganz oben thront der renovierte Palast hinter viel Mauerwerk und mächtigen Toren. An den langen Metallspitzen des obersten Tors zerbrachen sich einst gegnerische Elefanten die Köpfe.

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Diesen Artikel lesen in Ausgabe 9/2010
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Sehr schöne Reportage, interessante Begegnungen! Rajastan ist schon eine sher bunte und faszinierende Ecke von Indien.
Ein paar mehr Bilder aus der Jaipur/Pushkar-Region gibt es hier:
http://www.india-picture.net/Rajasthan
Julius


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Hallo Frau Hamelmann,
Sie sollten Ihr Anliegen aber noch einmal an kontakt@abenteuer-reisen.de richten, da der Abo-Service das hier nicht findet.
Auch meinerseits viele Grüße
Ute Köhler


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Hallo!
Ich möchte Abenteuer und reisen nicht weiterlesen. Es bleibt bei dem Probeabo. Danke . viele Grüße Susanne Hamelmann!


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