
Autor:
Ralph Kendlbacher
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Irland ist voller Entdeckungen. Das beweist unser Reisebericht. Auch für Nichtgolfer, Folkmusik-Allergiker und Regenvermeider. Am schönsten ist es, wenn man etwas den Überblick verliert zwischen Schlossgemäuern, Steinmauern und Hausboot-Cockpit.
Das Land ist einfach etwas anders. Spätestens in den Midlands nordöstlich von Dublin fallen kleine Mauern auf. Anfangs sind es einfach geschichtete Steine. Aber je länger wir übers Land fahren, desto mehr geschichtete Steine werden es. Die Mauern fangen an zu wachsen, werden dick. Sie rücken zusammen, nehmen die Straße in ihren Griff, sind so nah, dass es für das Gefährt kein Entrinnen gibt.
Dann kommt das Grün. Es bildet sich ein Schlauch, in dem es kein Halten gibt. Links und rechts fängt es an, aus den Mauern herauszudrücken, wölbt und verschlingt sich über dem Kopf zu einem Rohr, das die Geräusche der rauschenden Blätter und Äste ins Innere des Wagens drückt. Kreuzungen, scharfe Kurven, Schilder mit waghalsigen 80 davor. Sie huschen vorbei.
Die Enge verstärkt beim durch Linksverkehr irritierten Festlandsfahrer das wahrgenommene Tempo. Ab und zu gehen da, wo die Heckenwand aufgerissen ist, Lichtblitze wie aus einem Stroboskop auf uns nieder. Wiesen flackern auf, ein Herrenhaus. So nah und doch so fern. Das macht der Tunnelblick. Wieder haben wir eine grüne Wand vor Augen.
Irland ist ein Irrgarten. Irgendwann speit er einen aus. Parklandschaft. Achterbahn und Labyrinth zugleich.
Es ist abends. Vor der Normannenburg anno 1172, die in Mel Gibsons "Braveheart" als Kulisse diente, angeln Kinder in einem Graben. Männer auf der Brücke führen ein Pint Guinness zum Spaziergang aus. Wenige Heckenstraßen weiter, im Südosten, taucht das Schloss Cabra Castle weiß und majestätisch in einer großen Waldlichtung auf. Fahl leuchtet der Mond über den Zinnen und dem Forst von Dun A Rí. Hinter den Fensterkreuzen tanzen Menschen.
Irland, Feenland. Das ist die Stimmung, die jetzt herrscht. Unser Wagen wird vermutlich auf der Beifahrerseite im Fußraum eine Delle haben, vom vielen Auf-die-Bremsen-Treten, wo keine Bremse ist und war. Die Angst auf den engen Straßen könnte Spuren im dünnen Blech hinterlassen.
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Julius (nicht überprüft) sagte vor 29 Wochen 6 Tage:
Ja, naja, Bildbeschriftungen sind immer eine nervende Zusatzarbeit, zu der man meist wenig Lust hat. Ich habe mir bei meiner Irland-Galerie
http://www.britannia-picture.com/ireland
die Mühe gemacht, bin aber auch nicht ganz durchgekommen.
Grüße
Julius
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peter_pfaender sagte vor 42 Wochen 3 Tage:
Berechtigter Wunsch, "alter". Alle neueren Fotostrecken haben bereits aussagekräftige Bildlegenden - siehe Marcs Beispiel. Bei älteren Beiträgen war dies technisch noch nicht möglich - sobald wir in der Redaktion Freiwillige finden, bessern wir da nach.
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alter sagte vor 42 Wochen 3 Tage:
Hallo Marc! Vielleicht ist es ja wirklich blöd, aber ich hätte einfach ein wenig mehr über die Fotos gewusst. Als Beispiel: Wo reiten sie denn??
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marc fischer (nicht überprüft) sagte vor 42 Wochen 3 Tage:
Blöde Frage? Gute Frage? Das ist keine Bilderklärung, sondern der Einstieg in den Bericht, deshlab steht am Ende auch "jetzt lesen". BIlderklärungen sehen anders aus, siehst du zb hier http://www.abenteuer-reisen.de/reportage_galerie/21961?page=3
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alter sagte vor 42 Wochen 6 Tage:
Würde gern ein Wort zu den Bildbeschriftungen sagen: Ich frage mich, warum ich immer wieder den gleichen Satz lesen soll, egal ob ich eine Zimmereinrichtung sehe oder Pferde am Strand? Ich will schon wissen, wo was ist...
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