
Autor:
Markus Kampp
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Sommer auf Island! Mit Natur-Wellness in Hot Pots: Thermalgenuss ohne Bademeister und Firlefanz. Wie wäre es damit? Jetzt ist der Urlaub auf Island so günstig ist wie noch nie – "dank" Finanzkrise und Währungsverfall.
Meer und Sonne gibt es auf der Insel mitten im Nordatlantik zwar auch, aber Ersteres ist immer zu kalt zum Baden und die Letztere treibt die Temperaturen nur selten auf 20 Grad. Aber unter der Insel rumort es. Und dieses vulkanische Treiben sorgt für viele heiße Quellen. Neben der berühmten und voll erschlossenen Blauen Lagune gibt es unzählige Hot Pools. Das sind kleine Becken randvoll mit bis zu 40 Grad heißem Wasser, mitten in der Pampa.
Einmal an der Westküste entlang bis zur zweitgrößten Stadt Akureyri, dann durchs vulkanische Hochland wieder zurück. Das war der Plan, unterbrochen von so vielen Hot Pots wie nur irgend möglich. Jeden Tag mindestens einen davon, das war unser Ziel.
Island-Neulinge müssen sich schnell an viele Dinge gewöhnen. Menschen trifft man außerhalb der kleinen Ortschaften nur selten, es gibt eigentlich keine Geschäfte. Das meiste regelt man an der Tankstelle. Dort wird gegessen, eingekauft, das Auto gerichtet, ferngesehen und kommuniziert. Manchmal tankt man sogar. Und noch etwas lernt man schnell: Island ist voll von Geschichten, Märchen und Sagen. Jeder kennt eine, jeder hat eine zu erzählen und alles passiert aus einem tieferen, höheren oder schlicht unheimlicheren Grund. Davon später.
Schon kurz hinter Reykjavík führt uns die Straße eine Hochebene hinauf, es wird zweifarbig. Schmutzig-grün am Boden und grau am Himmel. Etwas östlich der Ringstraße rund um die Insel liegen die Hraunfossar. Wasserfälle, deren Wasser direkt aus dem Boden tritt und in Kaskaden den Hügel hinabfließt. Weiter nach Laugarbakki, ein Ort, der auf jeder Karte verzeichnet ist, in Deutschland aber noch nicht einmal eine eigene Postleitzahl bekommen würde. Zuerst gehen wir ins Gemeindebad, wie sich das gehört. Eine verstörend alte Umkleidekabine, eine mit Holzbrettern gedeckte Freiluftzone und darin eingelassen ein kleines blaues Viereck. Die Farbe erkennt man kaum, es dampft und schwefelt, aber einzutauchen ist ein Traum. Jeder Knochen scheint einzeln erwärmt zu werden, die Haut schrumpelt auch nach zwei Stunden nicht und der Kopf bleibt immer schön kühl. Die beste Vorbereitung für das Abendessen.
Gudrun, eine Deutsche, die auf Island hängen geblieben ist, kocht vorzüglich. Dicke Eiersuppe zu Beginn, dann Lamm mit überbackenen Kartoffeln und Käse und schließlich noch ein Eis. Wir plaudern über die Insel und das Leben und dann kommt's. Ich frage nach Elfen. Über 100 so genannte versteckte oder unsichtbare Völker kennt der Isländer. Elfen, Gnome, Trolle sind die wohl bekanntesten und sie bestimmen das Leben, aber keiner wird je zugeben, daran zu glauben, dass es sie gibt.
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Ludwig Schmucker (nicht überprüft) sagte vor 1 Jahr 1 Woche:
Makaber, aber leider wahr! Ich war im Juli auf Island und hab halb so viel Geld ausgegeben wie die letzten Jahre!
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