InsiderTipps
Weit südlich von Neapel und Amalfitana kurvte unser Reporter in einem Triumph Spitfire aus den 70ern über die Küstenstraße SS 18. Am Golf von Policastro entdeckte er ein liebenswertes Stück Italien und eine der schönsten Küsten Italiens. Rund um Maratea bestimmte der durchgehend hohe Pegel von Glückshormonen den Fahrstil. Zwei Geheimtipps in einer Story!
Kein normaler Mensch denkt bei einem so hinreißenden Anblick ans Überholen! Dem wohlgeformten Heck in feurigem Rot mit chromblitzender Kofferablage vor mir würde man fast überallhin folgen. Das animative Röhren des 1962 gebauten Roadsters presst sich durch einen unscheinbar dünnen Performanceauspuff.
Jedes beschleunigende Zurückschalten wird mit markigem Aufbrüllen honoriert – und einer benzinschwangeren Emissionswolke. Bei 2.200 Rotationen pro Minute und milden 24 Grad schnurrt mein Triumph Spitfire 1500 (weiß, Baujahr 1972) geschmeidig wie ein Panther über die Küstenhochstraße zwischen Maratea und Sapri.
Mit originalem Erstzulassungskennzeichen aus Palermo, knallroten Ledersitzen und einem Armaturenbrett aus Edelholz mit chromblitzenden Knöpfen hat mein Jung-Oldtimer mehr die heißblütigen Akzente einer italienischen Signorina als die einer vornehmen Engländerin. Was nicht wundert, denn kein Geringerer als der italienische Designer Giovanni Michelotti entwarf den Spitfire – im Auftrag des britischen Autobauers Triumph.
Eine warme Brise auf der Haut, den Duft von Pinien und Oleander in der Nase, dazu der heisere Klang von „Bianca“, meinem weißen Prachtstück. Besser kann der Tag zwischen Kampanien, Basilikata und Kalabrien nicht beginnen. Tief unten schimmert azurblau das Meer, rechts ragen steile Felskolonnaden in den sommerlichen Himmel. Fast kitschig schön liegt der Golf von Policastro an diesem Morgen zu unseren Füßen.
„Mamma mia – che giornata!“, selbst Oskar D’Ippolito, der Behüter der zehn Oldtimer starken Scuderia del Marchesato, ist beeindruckt. „Im Sommer kannst du einen Tag wie diesen lange suchen“, raunt es durch das Funkgerät. Oskar denkt schon weiter: „Aber sagt mir, weil es bald Mittag ist, wo wollen wir nachher essen? Ich kenne da eine wunderbare Trattoria, die ist spezialisiert auf frischen Fisch. Eine reizvolle Straße fast ohne Verkehr führt dorthin. Erst etwas in die Berge, dann ein wenig am Meer entlang. In eineinhalb Stunden könnten wir dort sein.“
ReiseBuchung
Reisewetter aktuell
Das aktuelle Reisewetterfür Ihr Reiseziel
Reisebücher
-

Die Zukunft der Jurte
mehr Infos -

Das Kochbuch des Kannibalen
mehr Infos -

Tee
mehr Infos -

Das Dorf, das Dorf, die Erde, die Erde ...
mehr Infos -

Das koloniale Indien
mehr Infos -

Die besten Single-Reisen
mehr Infos



Guido (nicht überprüft) sagte vor 1 Jahr 19 Wochen:
Die Region Basilikata wird generell unterschätzt. Am Golf von Tarent gibt es einige schöne, einsame Küstenabschnitte und Matera mit seinen seit tausenden Kahren bewohnten Höhlen ist weltweit einmalig und einen 2-3tägigen Aufenthalt wert.
Diesen Beitrag melden!
Kommentar hinzufügen