Italiens schönste Strände
Geheimtipp Praia I Focu
Die Sonne geht auf. Der Schatten des Bergmassivs des Capo Vaticano zieht sich zurück, bis er plötzlich ganz verschwindet und die Praia I Focu völlig mit Licht überflutet. Ein Reisebericht.
Ganz frühmorgens ist die Ruhe hier vollkommen, ein paradiesisches Fleckchen für Genießer. Sauber und ohne jede Infrastruktur überrascht der Strand zwischen den Felsausläufern der tyrrhenischen Küste Kalabriens. Wie Wachtposten ragen zwei steile Felsbrocken aus dem Wasser empor. Dieser Strand entspricht dem Wesen Kalabriens: Er ist rau, wild und nicht von Menschen "domestiziert".
Es gibt keinen Zugang zur Praia I Focu von Land aus, man erreicht ihn nur per Boot. Der Sand ist von seltener Farbe: ein fast reines Goldgelb. Während der Mittagsstunden ist der Lichtreflex im kristallklaren Wasser und auf dem Sand so stark, dass man eine gute Sonnenbrille mit dunklen Gläsern sowie Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor braucht. Für die Abkühlung reicht ein Sprung ins Wasser, das in diesem Küstenabschnitt von eiskalten Strömungen durchzogen wird. Im unmittelbaren Hinterland wachsen Agaven und Kaktusfeigen mit knallroten Früchten. Am Abend belohnt der Strand seine Besucher mit einem furios-feurigen Sonnenuntergang.
Sehenswertes in der Umgebung
Tropea ist der schönste und bekannteste touristische Ort der gesamten kalabresischen Küste. Es scheint, als würde er direkt aus den Felsen emporsteigen, auf der letzten Stufe des Granitmassivs Poro, das terrassenförmig ins Meer abfällt. Tropea thront über einer Sichel aus weißem Sand und über dem Meer. Davor ragt die Isola Bella aus dem Wasser. Ein langer Tunnel durch den Felsen führt zu einem gemütlichen kleinen, am offenen Meer liegenden Strand.
Die alte Wallfahrtskapelle ist über eine in den Stein gehauene Treppe erreichbar. Hinter der Kirche liegt ein großer Garten, der eine fantastische Aussicht von der äußersten Spitze von Zambrone im Golf von Lamezia bis hin zu den Äolischen Inseln bietet.
Dieser Prachtblick bietet sich auch vom Belvedere vom Capo Vaticano, der hinter dem Leuchtturm liegt. Der Blick reicht bis zur Meerenge von Messina. Bei klarer Sicht kann man den Vulkan Ätna mit seiner Rauchfahne erkennen.
Wie kommt man hin?
Via Flughafen: Lamezia Terme (Catanzaro) oder Reggio Calabria.
Autobahn: Autobahn A3, Ausfahrt Pizzo, dann weiter nach Tropea/Capo Vaticano. Von Süden ebenfalls die Autobahn A3 nehmen, Ausfahrt S. Onofrio, weiter Richtung Tropea/Capo Vaticano.
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