Riviera im Fiat 500 aus den 60ern

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499,5 Kubik Italien

Was wir alle an Italien lieben? Il mare und das Essen. Den Vino und die Berge. Mittelalterliche Altstadtgassen – und den Sympathieträger Fiat 500. In so einem Oldtimer mit 0,5 Liter Hubraum waren wir für diesen Beitrag unterwegs. Und haben dabei ein paar Winzer, Köche und Olivenbauern an der Palmenriviera getestet.

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Was hatten Yul Brynner, Aristoteles Onassis und Grace Kelly gemeinsam? Sie alle fuhren Jolly. Eine "rollende Badetasche“ war es für die einen. Autokenner aber wussten und wissen das Strandcabrio mit gartenmöbelartiger Bestuhlung zu schätzen, das der Turiner Autoveredler Ghia Anfang der 60er auf der Basis des Fiat 500 entwickelte.

Zwei dieser rollenden Raritäten hat Edmondo Segre, Besitzer des Landhaus-Resorts „La Meridiana“, in der Garage stehen. Prototypen auf der Basis des 600ers, entwickelt von seinem Vater, Luigi „Gigi“ Segre. Der Eigner des Karosseriebauers Ghia sorgte seinerzeit nicht nur mit dem Entwurf des beliebten und formvollendeten VW-Sportcoupés Karmann Ghia für Furore. Er entwarf auch aus dem schrumpfformatigen, arg beengten Fiat 500 und dem zwar stärkeren, aber nicht größeren 600er (Vierzylinder, 19 PS) ein Spaßmobil ohne Seitentüren und mit fröhlicher Lackierung.

Nur einen Katzensprung von Segres Edelresort in Garlenda entfernt schlägt das Herz einer 20.000 Mitglieder zählenden Bruderschaft. Dort drehen sich die Gedanken und Begierden nicht um Handicap, Par oder Slope, sondern um Farfalla del carburatore, Coppia und Albero a camme. Dies klingt vielleicht nach raffinierten ligurischen Gerichten, ist aber schnödes Schraubervokabular: Drosselklappe, Drehmoment und Nockenwelle.

Das nach dem Fiat-500-Erfinder Dante Giacosa benannte Museum an Garlendas Hauptstraße hat sich voll und ganz dem kleinen Fiat verschrieben. Mit Multimediashows und Events, die Jahr für Jahr Tausende 500er Fans von allen Kontinenten in den kleinen Ort locken.

Einer der Museums-„Macher“ ist Alessandro Scarpa. Der frühere Marketingmanager zog als Rentner ins Dörfchen Castelli. Er ist nicht nur Besitzer eines über 35 Jahre alten Fiat 500 Lusso, sondern als Chef der Slow-Food-Sektion Alassio auch lokalkulinarisch sehr bewandert. Kann man sich einen besseren Chauffeur für eine Reise durch das Hinterland und die Weinkeller der Palmenriviera denken?

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Cool - und besten Dank für den Tipp. Dann fehlt mir nur noch ein cooles Beachhotel und ein paar Routen für MtB


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Hallo Bastian,
leider nein. Wir haben uns da im Vorfeld auch sehr intensiv erkundigt, leider Fehlanzeige. Aber hier findest du eine Adresse in Nizza, die dir weiterhilft http://www.abenteuer-reisen.de/reiseziel/italien/ligurien/tipp/381
Rent a Car Classic in Nizza vermietet alte Fahrzeuge aus den 70ern und 60ern


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Das ist mal ne coole Oldtimergeschichte. Kann man denn irgendwo so alte Fiats mieten, um das auch zu machen?


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Danke für die Blumen, Peter. Das hat schon riesig Spaß gemacht... im Cockpit der 500er und am Pastateller.


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Ein herrlicher Artikel! Mit viel Inhalt, eigentlich gar nicht leicht zu lesen, wenn man alles auch verdauen möchte. Aber gerade das macht diesen Beitrag so interessant, inhaltsinteressant!
Viva il Cinquecento! Es lebe der 500er!
Endlich mal auch Bilder vom ligurischen Hinterland, das ja sehr wohl seine Reize hat. Auch schöne Hotels gibt es dort. Dem Basilicum könnte man ja einen eigenen Artikel widmen und wenn ich mich nicht ganz täusche, hat es einen solchen vor nicht allzu langer Zeit im "abenteuer & reisen" Printmedium auch gegeben.
So, ich setze mich nächste Woche nach Triest ab, in den Karst, mit einer Gruppe, zum Weinverkostung und Land genießen,
Peter


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