Italiens Palmenriviera entdecken

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Non solo mare!

Schöne Dörfer am Meer und in den Bergen Liguriens, gute Küche und viel Kultur. Dazu Outdoor vor grandioser Kulisse. Dieser Reisebericht nimmt Sie mit auf Entdeckungsreise an den Stränden Liguriens und durch das bergige Hinterland zwischen Varazze, Savona und Laigueglia.

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Tief unten glitzert das Meer. Darüber steigen die blendend hellen Kalkwände steil in den Himmel über Italien. Die Küstenstraße Via Aurelia führt eng am Felsen entlang, durchbohrt ihn hier und dort. Der Ausblick reicht gen Nordosten bis nach Genua und zur Halbinsel von Portofino, nach Südwesten bis zur Kapspitze von Capo Mele, die die Baia del Sole von Alassio abschließt.

Vorsichtig umwinden wir auf der schmalen Straße das mächtige Kap von Noli, den spektakulärsten Berührungspunkt von Berg und Meer an Liguriens Ponente-Küste. Die sogenannte Palmenriviera – die Küste zwischen Varazze und Andora in der Provinz von Savona – stand lange für gepflegten Strandurlaub an von Palmen gesäumten Uferpromenaden. Oder gar für beschauliches Überwintern älterer Herrschaften. Die Berge dienten vor allem als Klimabarriere, die vor den kalten Nordwinden schützte. Als Wirtschaftsraum hatten sie ausgedient: Die Bergbauerndörfer entvölkerten sich.

Sehen Sie sich unser Reisevideo über die Palmenriviera an!

Das hat sich geändert – die Riviera setzt auf Aktivurlauber. So taucht man hier ab in die Meerestiefen zu Schiffswracks, in Grotten und zwischen Seegraswiesen, fährt hinaus, um Wale und Delfine zu sichten, und landeinwärts im Rücken der Badeorte geht es zu Fuß, per Bike oder per Seil und Haken stracks hoch hinauf, wo Raubvögel nisten, der Ginster blüht und bis Mai die Schneereste auf den Nordflanken liegen.

Mittlerweile haben sich die Berge zwischen See-Alpen und Apennin nämlich zum Traumziel für anspruchsvolle Aktivurlauber gemausert, ein Outdoorparadies für Climber, Trekker und Biker. Angefangen mit den vertikalen Felswänden um Finale Ligure, an denen sich die europäische Freeclimber-Szene trifft.

Längst ist diese aufregende Alternative – oder Ergänzung – zum Strandleben auch von amtlicher Seite entdeckt. Mit detaillierten Wegekarten in den Fremdenverkehrsbüros, Websites plus GPS-Vermessung und Ausschreibungen von Naturschutzgebieten. Übers Wandern und Biken kommen sich die Urlauber beider Fraktionen näher, der Strandfaulenzer und der Bergaktivist, etwa auf der traumhaften Küstenwanderung über den verwegenen Malpasso von Spotorno nach Varigotti oder beim Biken durch die Wiesen der Hochebene delle Manie oberhalb von Finale Ligure.

Im Nordosten von Savona bis nach Genua erstreckt sich der im Jahr 2005 eingerichtete Naturschutzpark um die Berggruppe Monte Beigua, dessen höchster Gipfel auf 1.287 Meter kommt. Dank großer Vielfalt an Boden und Gestein, an Pflanzen und Getier und alljährlich rastender Zugvögel wurde der Park von der Unesco zum „Geopark von globalem Interesse“ erklärt.

Filmbericht MTB, Klettern, Surfen und Paragliding an der Palmenriviera

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Diesen Artikel lesen in Ausgabe 5/2009
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Hab' letztes Jahr Halt in Savona gemacht, halb aus Langeweile, halb aus Neugier, und bin zufällig in die Altstadttrattoria Vino & Farinata geraten, auf die ihr im Text hinweist. Ein Supertipp und im sonst eher untouristischen Savona braucht man nicht zu fürchten, dass zu viele Touristen "stören". Unverfälschtes sympathisches Italien, sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis, kurz eine tolle Reiseerinnerung.


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Mit meinen beiden Söhnen plane ich eine Italienreise für den Sommer - mit Meer allein können die beiden (15 und 21) nichts anfangen, da kommt "non solo mare" genau richtig! Eine schöne Reportage mit guten Tipps, die Vorfreude auf den Urlaub wächst!


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Das klingt nach einem schönen Reiseziel, das jedem Urlaubertyp etwas zu bieten hat. Tolle Bilder!


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Bin kein ausgesprochener Italien-Fan, aber der Artikel macht doch Lust darauf, sich das mal live anzusehen. Überrascht hat mich die Beschreibung der Vielfalt in dieser Region. Ich habe den Eindruck, dass man durchaus interessante Entdeckungen machen kann. September ist sicher nicht schlecht, wie Markus schreibt


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Ja, macht Lust aufs Meer. Fragt sich nur: Wann ist denn dort die beste Reisezeit? Im Sommer, wenn alle Italiener Urlaub machen, steht man an der Küste ur im endlosen Stau. Mein nächster Versuch wird Ende September gestartet. Dort ist es laut http://www.abenteuer-reisen.de/reiseziel/italien/ligurien/tipp/406 ja das Wasser noch wunderbar warm


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Ein wunderbarer Bericht,informativ und anregend zugleich, der wirklich Lust auf eine Reise macht.


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Danke, Peter! Das teste ich mal!


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Ich bin ein großer Italien-Fan und bin immer wieder in bella italia aktiv unterwegs, d. h. ich fahre Ski und wandere gern.
Vor einigen Jahren wollte ich mit meinem Mann den Ligurischen Höhenweg, Alta via dei monti liguri, entlang trekken. Der war auch im Web und auf Papier schön dokumentiert.
Doch leider hat's vor Ort gehapert. Zum einen hatten wir Probleme mit der Markierung: in unserem Fall nicht am Höhenweg selbst, sondern am Zustieg ...
Als wir dann endlich auf dem Höhenweg waren, mussten wir feststellen, dass diverse Hütten geschlossen hatten. Auch war der Höhenweg nicht so organisiert, dass man jeden Abend in einer Hütte untergekommen wäre. Man hätte Zelt und Verpflegung mitnehmen müssen.
So sind wir nur einige Tagesetappen gegangen und mussten immer wieder mit dem Auto fahren. Schade. Aber trotzdem haben uns die ligurischen Berge sehr gut gefallen!


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Ciao Ralf, also weitere Touren und Trails als GPS-Tracks für Trekker und Biker findest du etwa auf www.inforiviera.it oder auf der Website www.tourfinder.net. Viel Spaß und gute "Flows"


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Wunderschöner Bericht, schöne gegend. Wenn man sich von der Autobahn fernhält. Ich glaub, meine nächste MTB-Reise führt durch Ligurien. Die Filmbeiträge machen richtig Lust. Ihr habt ja im Heft ein paar Tourenvorschläge, wo aber gibt es mehr?


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