Sperriger geht’s erst mal nicht: Friaul-Julisch Venetien. Aber dann tut sich mit dem Hinterland der nördlichen Adria ein Landstrich auf, der Auge und Gaumen stimuliert. Fuß vom Gaspedal! Sie kommen früh genug nach Bibione … Doch vorher sollten Sie erst einmal unseren Reisebericht lesen.
Was für ein seltsamer Landstrich! Nix bella Italia! Keine Spur vom Land, wo die Zitronen blühen und palmenbestandene Exotik das Auge verwöhnt. Dafür erst einmal viele weiße Steine und endlos lange Brücken über ebenso endlos breite Flüsse, die keine sind, weil sie im Sommer vollständig trockenfallen und man die Rinnsale zwischen den Kalkfelsen förmlich suchen muss.
Und dann diese seltsamen Ortsnamen: Udine geht ja gerade noch. Klingt nach Undine. Aber Tumieç? Wo sind wir denn eigentlich, mag sich manche süddeutsche Mittelstandsfamilie fragen und möglichst schnell durchstarten, zum Sandstrand von Grado, Bibione, Caorle oder Lignano. Die sind seit 50 Jahren altbewährte italienische Sommerziele, was auch in Ordnung ist, wenn man bei dieser Art der Reisewegplanung nicht eine reizvolle Kulturlandschaft links und rechts liegen lassen würde – das Friaul.
Seine Landschaft ist auf den ersten Blick sperrig. Die friaulische Sprache ebenso. Und der offizielle Name der Region nicht minder: Friaul-Julisch Venetien. In diesem Kunstprodukt italienischer Nationalisten früherer Zeiten ist von allem etwas drin. Es wurde zusammengewürfelt, was unterschiedlicher kaum sein könnte. Da sind einerseits die in ihrer Architektur und Mentalität habsburgisch ausgerichteten Grenzstädte wie das politisch lange Zeit geteilte Gorizia mit seinem imposanten Castello. Oder das weinselige Cormòns, wo die Trinkstube zwar Enoteca heißt, aber sonst fast alles an österreichische Städte denken lässt. In Cormòns sind die Bürger noch stolz aufs Standbild vom Habsburger-Kaiser Maximilian I. und essen mit Begeisterung Gulasch zum berühmten Collio-Weißwein.
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Criminal Tango in Friaul
peter_pfaender sagte vor 38 Wochen 3 Tage:
Schön und treffend formuliert, Herr Grasberger!
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Thomas Grasberger (nicht überprüft) sagte vor 38 Wochen 6 Tage:
Lieber Leser namens "mosaik",
vielen Dank für die kritischen Anmerkungen zum Artikel. Scharf geschossen, aber leider vorbei!
Ein vorheriger Blick in Wikipedia hätte vielleicht geholfen.
Tocai Friulano ist eine autochthone weiße Rebsorte Norditaliens und eine klassische Sorte des Friauls und Venetiens. Dass es sich um einen bianco, also Weißwein handelt, ist hinlänglich bekannt.
Das Furlanische oder Friaulische oder auch Friulanische (furlanisch: furlan, italienisch: friulano) ist eine romanische Sprache.
Und in Cormons erhebt sich die berühmte Bronzestatue, die den Kaiser Maximilian I. von Habsburg zeigt.
Übrigens: "Einschlägig" lässt sich nicht steigern, denn dann wärens ja schon zwei Schläge. ;-)
Nichts für ungut! Der Autor Thomas Grasberger
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mosaik (nicht überprüft) sagte vor 2 Jahre 38 Wochen:
Pardon, DER Genießer, natürlich, auch in Österreich...
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mosaik (nicht überprüft) sagte vor 2 Jahre 38 Wochen:
Na ja,..., abenteuer & reisen hat das schon mal besser recherchiert. Das sind ein paar Dinge nicht ganz so wie sie sein sollten. Mag aber vielleicht an Schreibfehler liegen. Mag aber auch vielleicht an fehlender Hintergrundinfo liegen. Beispielsweise tocai bianco oder furlanisch oder Kaiser Franz Joseph wären die richtigen Begriffe. Aber für den eiligen Touristen mag es einerlei sein. Die Genießer muss sich sowieso einschlägigere Literatur zu Herzen (und Gaumen) führen, grinst aber dennoch genüsslich Peter
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nurmalso sagte vor 3 Jahre 34 Wochen:
schöne story, die spass macht, auf der fahrt zum strandurlaub mal eine friaulische pause zu machen
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