
Autor:
Karin Bernhart
Weitere Reportagen
Wanderparadies Hoch-Stimmung
Und es bewegt sich doch!
Schwitzen mit Prachtpanorama
Bergeinsamkeit
Felsen-Fest
Herbstgenuss Almrausch und Espresso-Duft
So lieben es die Südtiroler!
Geh-Vergnügen
Porträt Dorf Tirol in Südtirol Das Auge isst mit!
Alpenrausch und Dolce Vita Der Umweg nach Malcesine
InsiderTipps
Auf Italienisch heißt das Ultental Val d’ Ultimo. Aber es ist nicht das letzte Tal. Das beweist unser Reisebericht. Eher ein Geheimtipp für alle, die in Ruhe genießen wollen.
Zwischen Lana und St. Gertraud pfeifen die Murmeltiere derzeit aus dem letzten Loch. Oder besser gesagt: aus dem letzten Tal. Denn zur Paarungszeit im Mai fühlen sich die possierlichen Tierchen im Ultental, auf Italienisch Val d’ Ultimo, besonders wohl – zählt es doch zu den ruhigen und letzten ursprünglichen Tälern Südtirols.
Südlich von Meran zweigt die Straße dorthin in westlicher Richtung ab. Doch stopp! Das beschauliche Lana ist weit mehr als nur Gateway ins Ultental. Sehenswert etwa ist der gotische Flügelaltar von Hans Schnatterpeck in der Pfarrkirche Niederlana, mit 14 Meter Höhe der höchste im gesamten Alpenraum. Ebenso interessant: das Südtiroler Obstbaumuseum. Jenes Wissen vertieft man am besten bei geführten Genuss-Radtouren, die durch endlose Obstwiesen bis zum Kalterer See führen. Apropos Genuss: Im Herbst zur Törggelenzeit ist Lana unbedingt eine Reise wert. Auch wer gern golft, kommt auf seine Kosten, denn die Fairways des (Neun-Loch-)Golfclubs im „Gutshof Brandis“ gelten mit als schönste Südtirols.
Doch jetzt geht’s hinauf ins Ultental! Kurvenreich windet sich die Straße rund 40 Kilometer lang bis zum Ende des Tals. Wälder bedecken die steilen Bergflanken unterhalb von schneebedeckten Gipfeln. Dazwischen schwimmen grüne Almen wie Inseln in dunklen Seen. Die Bauernhäuser aus wettergegerbtem Lärchenholz sind mit Schindeln gedeckt, auf den Balkonen herrscht strenge Geranienpflicht. Ordentlich ist das Brennholz für kalte Wintertage aufgestapelt, Holzzäune trennen die Weiden von kunterbunten Bauerngärten, wo sich pralle Krautköpfe mit Rosen um den besten Platz an der Sonne streiten.
Ein wenig gleicht der Weg einer Wallfahrt, denn die Ortsnamen im Ultental sind allesamt Heiligen gewidmet: St. Pankraz, St. Walburg, St. Nikolaus und St. Gertraud. Die Vermutung drängt sich auf, dass die Ultner wegen der Entlegenheit des Tals ein bisschen schwer zu missionieren waren und Mutter Kirche deshalb auf Nummer sicher gehen wollte.
ReiseBuchung
Reisewetter aktuell
Das aktuelle Reisewetterfür Ihr Reiseziel
Reisebücher
-

Die Zukunft der Jurte
mehr Infos -

Das Kochbuch des Kannibalen
mehr Infos -

Tee
mehr Infos -

Das Dorf, das Dorf, die Erde, die Erde ...
mehr Infos -

Das koloniale Indien
mehr Infos -

Die besten Single-Reisen
mehr Infos


Kommentar hinzufügen