
Autor:
Inken Herzig
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Es muss nicht nur San Marco sein! Ein Reisebericht über Viertel wie Cannaregio und San Polo, wo man das authentische Venedig erlebt. Mit verborgenen Osterien und sterneverdächtigen Ristoranti.
Diese Stadt, das sind acht Quadratkilometer Grandezza! Der Geist Thomas Manns scheint im "Grand Hotel des Bains" am Lido zu Hause zu sein, Honoré de Balzacs Stuhl wartet im "Caffè Florian", Ernest Hemingways Tisch in "Harry's Bar". An genau diesem jedoch einen Teller Parmaschinken zu bestellen kostet mit 50 Euro fast ein Vermögen. Und das ist die Schattenseite der Lagunenstadt. Zwölf Monate im Jahr ist Venedig übervölkert, von 250 Busgruppen pro Tag, Kunstinteressierten, Liebespärchen, Japanern, etlichen Prominenten. Die Unterkünfte sind gut gebucht, Osterien und Ristoranti überfüllt. Neben den zahlreichen architektonischen Highlights suchen die Gäste vor allem nach traditioneller Küche und vernünftigen Preisen. Oft vergeblich, 100 Euro für ein fantasieloses Menü sind keine Seltenheit. Warum? Die Pachten sind selbst für den kleinsten Imbiss im touristischen Epizentrum explosiv bis ruinös. Aber mit einer einfachen, schnellen Küche sind sie bei 1,3 Millionen Touristen pro Jahr schnell wieder eingespielt. Die meisten Besucher sieht man zwar kein zweites Mal, aber der Zustrom von Neuen ist garantiert.
Venedig, ein Traum? Die Venezianer haben sich längst aus dem Gedränge zurückgezogen. Viele verbrachten einst am Markusplatz, im Salon der Stadt, die sonnigsten Stunden des Tags, dehnten die Mittagspause rund um San Marco ein bisschen länger aus, genehmigten sich den süßen venezianischen Clinto oder ein Gläschen Prosecco. Heute hat sich das Leben in Venedig verändert. Nur noch wenige Venezianer leben im Stadtkern. Das echte Leben pulsiert mittlerweile in Vierteln wie Cannaregio, Dorsoduro, Santa Croce und San Polo.
Um hier die Köstlichkeiten der landestypischen Küche zu finden und zu essen, wo sich die Venezianer treffen, kann man eine einfache geografische Regel befolgen: Man gehe ganz einfach sehr weit weg von der Piazza San Marco. Gleich hinter der Rialtobrücke empfängt uns zum Beispiel Cannaregio. Lichtdurchflutet und sonnig ist das Viertel eine Nische des guten Geschmacks. In den schmalen Gassen findet man noch richtig südliches Flair: Dicke Katzen schnurren um die Hauswinkel, Blumentöpfe mit bunten Geranien stehen auf schmalen Fenstersimsen, blütenweiße Wäsche trocknet in der Sonne.
Cannaregio ist heute ein beliebtes Wohn- und Ausgehviertel. An der Fondamenta San Felice findet sich das Lokal "Vini da Gigio". Einst stärkten sich dort die Seeleute mit einer Ombra, einem Glas Hauswein, und einer warmen Köstlichkeit. Das Glas Wein, das man trank, nannte man deshalb Ombra (Schatten), weil man immer im Schatten des Campanile blieb, damit der Wein nicht so schnell warm wurde. Heute empfängt der Chef des Hauses, Paolo Lazzari, seine Gäste mit traditionsreichen venezianischen Fischgerichten und die Weinkarte umfasst mittlerweile mehr als 600 Sorten. Dennoch kommen immer noch zahlreiche Gäste vorbei, um einfach nur ein Glas Ombra zu schlürfen.
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peter_pfaender sagte vor 41 Wochen 1 Tag:
Wer den Vorspann liest, weiß, um was es gehen wird: "Mit verborgenen Osterien und sterneverdächtigen Ristoranti". Tanti saluti, theVygi
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Ute Köhler sagte vor 41 Wochen 4 Tage:
Hallo "the Vyghi",
naja, viele Leute legen großen Wert auf gutes Essen im Urlaub. Da Venedig sehr touristisch ist, findet man sehr viele Lokale, die zu horrenden Preisen die Besucher über den Tisch ziehen. Da freuen wir uns doch über ein paar gute Restauranttipps, damit wir beim nächsten Besuch nicht mit leeren Taschen nach Hause müssen oder zumindest ein entsprechendes Essen bekommen haben.
Aber wir haben ja auch noch unsreren "48-Stunden-Tripp" durch Venedig, wenn Sie das eher interessiert. http://www.abenteuer-reisen.de/reiseziel/italien/venedig/reportage/kurz_...
Vielleicht haben Sie ja auch einen schönen Reisebericht über die Lagunenstadt. Wir freuen uns über alle schönen Reiseberichte, die hier eingehen.
Also: Ran an die Feder!
Freundliche Grüße
Ute Köhler
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theVygi (nicht überprüft) sagte vor 41 Wochen 4 Tage:
Enttäuschend: alles dreht sich nur ums Essen.
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