
Autor:
Knud Kohr
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Fußball spielen können sie weltmeisterlich. Doch warum können JapanerInnen kein "L" sprechen? Wie wird man satt, ohne arm zu werden? Dieser Reisebericht ist eine profunde Gebrauchsanweisung für Erstbesucher.
Tokio ist in den Innenstadt-Bezirken Shibuya und Shinjuku genauso, wie man es aus unzähligen Reportagen und Fernsehberichten zu kennen glaubt. Laut, schnell, mit Neonreklamen bis ins 40. Stockwerk. Voller junger Männer in punkinspirierten T-Shirts oder Businessanzügen. Voller junger Frauen, deren Schönheitsideal darin besteht, so lange wie möglich zwölfjährig auszusehen.
Sofort bekommen Sie das erste Problem: Es gibt keine Straßennamen im europäischen Sinn. Die ganze Stadt ist in Blöcke eingeteilt, angesichts derer sogar die Einheimischen den Überblick verlieren. Man orientiert sich am besten an markanten Punkten oder fragt die netten Polizeibeamten, die in jedem der Blöcke ein kleines Kabuff haben.
Starten Sie bei dem direkt an der Shibuya Station liegenden Delikatessengeschäft "Fruits and Parlor". Dessen astronomische Preise sollten Sie nur im Vorübergehen registrieren. Wer sich klar macht, dass ein Kilo Kirschen 40 Euro kostet, fliegt vor Angst gleich wieder nach Hause. Gehen Sie stattdessen den dort beginnenden Hügel bergauf.
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