
Autor:
Ibn Kitaba
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Reisebericht aus Jemens Kapitale, einer bezaubernden Stadt zwischen orientalischem Märchen und 21. Jahrhundert. Sanaa ist bekannt für seine mehrstöckigen Lehmhäuser und den bunten Suk.
Inmitten des jemenitischen Hochlandes schmiegt sich auf 2200 Metern Höhe Sanaa in die Senke, die im Osten vom Jabal Nuqum, im Westen vom mehr als 3000 Meter hohen Jabal ’Ayban begrenzt wird. Die Saila, ein großes Trockenflussbett, durchzieht die Stadt von Nord nach Süd. Sie bietet sich als Ausgangspunkt für Besuche von San’a al-Qadima, der Altstadt, an. Hier liegen hinter hohen Mauern große Gärten.
Renovierte Altstadthäuser bieten als Hotels Gelegenheit, die imposanten Bauwerke auch von innen kennen zu lernen, zum Beispiel im mafraj hoch über den Dächern der Stadt. Der Blick reicht über das Lehmbraun und Weiß des Häusermeeres, über unzählige Minarette hinweg bis zu den Berghängen am Rande der Ebene. Ein Meer von Tausenden bis zu 800 Jahre alten Häusern bedeckt die mehr als 1,5 Quadratkilometer große Altstadt, die schon lange Unesco-Kulturerbe der Menschheit ist.
Die gute alte Dame Sana hat wenig von ihrem Reiz verloren, der über Jahrhunderte die Reisenden betörte. Noch immer steht sie schmuck da, mit weißen Rüschen über altehrwürdigem Lehmbraun. Zu schaffen machen ihr die überschüssigen Pfunde in Form nicht enden wollender Neubauviertel, die sich um das pulsierende Herz herumgelegt haben. Ring- und Ausfallstraßen durchziehen sie wie dicke Adern. Wer zweimal hinsieht, weiß, wer ihre Peiniger sind: der Verkehr und der Plastikmüll. San’a war schon eine schmucke Stadt, als die heute aufgetakelten Metropolen Dubai, Riyad oder Manama aus wenig mehr als Sand, Kameldreck und einigen Beduinenzelten bestanden.
Mit jedem Schritt, so scheint es, versinkt der Reisende tiefer in vergangenen Jahrhunderten. Faszinierende Gebäude bauen sich vor ihm auf. Sie sind aus Lehm errichtet und türmen sich bis zu fünf, sechs Stockwerke übereinander. Eher Trutzburgen denn Wohnhäuser, so der Eindruck. Doch weiße Stuckverzierungen um die Fensteröffnungen und an den Dachkanten, Buntglasscheiben und farbenfrohe Bemalungen geben diesen Wohnfestungen etwas Verspieltes, geradezu Phantastisches.
Hin und wieder huschen Schatten hinter den Fenstern vorbei, deren vorgelagerte, oft kunstvoll gestaltete Holz- oder Steinerker den Ausblick auf die Straße freigeben, ohne Einblicke ins Innere zu gewähren. Unvermittelt jedoch stolpern Sie aus vergangenen Jahrhunderten in die Gegenwart zurück: über ein Wasserrohr oder eine der unzähligen leeren Plastikflaschen.
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ABU HEL sagte vor 1 Jahr 7 Wochen:
Bei der Lektüre und beim Betrachten der Klasse-Bilder erwacht eine heftige Reiselust und es werden Erinnerungen wach an einen "Wahnwitzigen" aus meiner Familie, der vor vielen Jahren den Jemen in der heißesten Jahreszeit mit dem Fahrrad erkundet hat!
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peter_pfaender sagte vor 1 Jahr 8 Wochen:
Wer sich in Gefahr begibt.... du hast schon Recht, Oli. Auf eigene Faust sollte man zur Zeit keinesfalls durch den Jemen reisen. In einer Veranstaltergruppe ist es auch nicht ohne Risiko, wenngleich bis dato 95% der "Entführungen" glimpflich verlaufen sind. So führt etwa Studiosus seit November keine Reisen in den Jemen mehr durch. Unser Rat: Reportage lesen, Lust bekommen - und hoffen, dass sich die Situation bald wieder bessert. Ein Blick auf studiosus.de und die Infos des Auswärtigen Amts hilft da weiter. Was du gegen die sicheren bis absolut sicheren Reiseziele Tunesien und Oman hast,m verstehe ich nicht ganz. Na ja, und Saudi-Arabien ist halt noch so etwas wie ein weißer Fleck....
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Oli Bauer sagte vor 1 Jahr 8 Wochen:
Ach Schreck, Lust auf Entführungen? das Land ist ja toll, aber man kann dort doch nicht herumreisen, ohne von durchgeknallten Qatfressern mit Kalaschnikows in der Hand verschleppt zu werden. Oder habt Ihr arabische Woche - -Oman, Saudis, Jemen, Tunesien.
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