
Thomas Schmidt
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InsiderTipps
Die Felsenstadt Petra in Jordanien ist ein Magnet für Reisende. Ihre Erbauer, die einst nomadisierenden Nabatäer, waren die semitischen Baulöwen der Antike.
D a s Dealervolk der Antike sind die Nabatäer. Etwas provokativ gesagt. Irgendwann tauchen diese semitischen Scharen aus der Tiefe des inneren arabischen Raums auf. In der Zeitspanne von etwa 400 vor Christus bis rund 100 nach Christus bringen sie die Region auf etwa dem halben Weg zwischen dem Golf von Akaba und dem Toten Meer unter ihre Kontrolle. Und sie führen ganz nebenbei Konstruktionsprinzipien landläufiger Architektur ad absurdum. Als ob sie vorher ein halluzinogenes Kraut zu tief inhaliert gehabt hätten.
Auf einer Höhe zwischen 800 und 1.350 Metern legen die gelernten Ziegen- und Schafhirten zuerst einen Campingplatz nach Art vonnomadisierenden Völkern an. In diesem Felsennest hocken sie in Zelten aus Tierhäuten und grob gewebten Stoffen hoch über der südjordanischen Wüste. Sie haben nicht auch nur den Hauch eines Gedankens ans spätere Petra in ihren Köpfen.
Das Einzige, was sie im Überfluss haben, ist klares Wasser, das reichlich aus den Felsen sprudelt und sich in natürliche Kanäle ergießt. Kostenloses Startkapital für die spätere Machtfülle ab etwa dem 4. Jahrhundert vor Christus. Von diesem Zeitpunkt an geht ohne die Nabatäer so gut wie nichts mehr auf der Weihrauchstraße und anderen sich dort kreuzenden Handelsrouten.
Die Karawanen, die unter anderem aus dem 1.600 Kilometer weiter südlich gelegenen Jemen anreisen und duftende Harze, Arzneien und
andere berauschende Elixiere für persische Tempel und griechisch-römische Heiligtümer, für Priester, Patienten und Konsumenten im Gepäck haben, müssen an diesem wasserreichen Verkehrsknotenpunkt anhalten, wollen sie nicht verdursten. Und die vorchristlichen Geschäftsreisenden löhnen nicht schlecht dafür.
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yasen Olian (nicht überprüft) sagte vor 40 Wochen 3 Stunden:
sehr schönes Land
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