
Autor:
Knud Kohr
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Das Leben in Kambodscha ist voller Extreme und Widersprüche. Dazu gehören die Spuren von Krieg und Terror ebenso wie neureiche Luxusautos und stylische Restaurants, wie dieser Bericht belegt.
„9.000“, sagt der kleine Mann neben uns. „Das sind 9.000 Schädel, die aus den Massengräbern der Umgebung gezogen wurden.“ Wir stehen fassungslos vor dem Mahnmal auf den Killing Fields vor Kambodschas Hauptstadt Phnom Penh.
Eine Pyramide hinter Glas, aufgeschichtet aus den Schädeln der Opfer. Zwischen 1975 und 1979, direkt nach Ende des Vietnamkriegs, starben unter der Terrorherrschaft von Pol Pot und den Roten Khmer fast zwei Millionen Menschen. 20 Prozent der Bevölkerung. „Seht ihr die Risse in den Schädeln?“, fragt unser Führer mit unbarmherziger Freundlichkeit. „Die kommen daher, dass die meisten Menschen mit Bambusstöcken erschlagen wurden. Kugeln waren den Khmer zu schade für ihre Opfer.“
Immer wieder stößt man in Südostasien auf Spuren von Kriegen. In Laos haben wir erfahren, dass die US-Airforce im Vietnamkrieg 3,8 Millionen Tonnen Bomben abwarf – mehr als eine Tonne pro Einwohner. Überall hatten wir Menschen an Krücken mit abgerissenen Gliedmaßen gesehen – Opfer der nie geräumten Blindgänger.
Aber die Killing Fields sind der grausige Höhepunkt. Der kleine Mann neben uns heißt Sam. Sagt er. Sam führt Touristen zu Plätzen wie diesem. Seinen richtigen Namen darf man nicht schreiben, weil er ein Oppositioneller ist, der es nicht fassen kann, dass alte Kämpfer und Nachfahren der Roten Khmer schon wieder in Kambodscha mitregieren.
Als die Roten Khmer begannen, systematisch die Stadtbevölkerung in Internierungslager zu stecken, war Sam 16. Sein Glück, dass die Mörder penible Bürokraten waren. Sam befand sich im Haus seines Vaters, eines Arztes. Das lag wenige Kilometer jenseits der Stadtgrenze und so kam Sam mit drei Monaten Gefängnis davon. 49 Familienangehörige hatten nicht so viel Glück.
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orterer sepp sagte vor 1 Jahr 4 Wochen:
ein traum ,so eine flussfahrt. ich fang schon mal an zu sparen.
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