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Insider-Tipps Kambodscha
Jenseits von Angkor Wat
Der jüngste Film des deutschen Regisseurs Detlev Buck, „Same, same but different“, spielt in Kambodscha. Das lakonisch-witzig erzählte, sehr sehenswerte Liebesdrama, das auf einer authentischen Geschichte basiert, wurde zum großen Teil in Phnom Penh und Umgebung gedreht. Wir haben mit der thailändischen Hauptdarstellerin Apinya Sakuljaroensuk gesprochen und sie nach ihren persönlichen Tipps, jenseits von Angkor Wat, zum Reiseland Kambodscha gefragt.
Frau Apinya Sakuljaroensuk, was gefällt Ihnen ganz persönlich am besten in Kambodscha?
Die Menschen sind sehr warmherzig. Ich fühle mich dort, als wäre ich zu Hause. Und dass die Hauptstadt Phnom Phen niemals schläft – sie ist 24 Stunden wach. Ansonsten ist das Land recht ursprünglich und im besten Sinn verschlafen.
Die schönste Sehenswürdigkeit nach Angkor Wat?
Mir gefällt Phnom Chisor. Der Tempelhügel liegt etwa 25 Kilometer nördlich von Takeo, seine Ruinen stammen aus dem 10./11. Jahrhundert. Herrlich ist die Aussicht von oben auf die Reisfelder zu Füßen des kleinen Bergs.
Haben Sie einen Lieblingsstrand in Kambodscha?
Ich empfehle Bamboo Island bei Sihanoukville (Kampong Som) – viel weißer Sand, blaues Wasser und Kokospalmen. Alles recht ursprünglich. Auch Koh Tonsay (Rabbit Island) südwestlich von Kep mit seinen beiden Sandstränden hat mich begeistert. Das Wasser ist nicht sehr tief, man kann gut schwimmen oder schnorcheln. Und es gibt auch Hütten, die man mieten kann.
Sie haben einen großen Teil des Films in Phnom Penh gedreht, was sollten Touristen Ihrer Meinung nach keinesfalls in der Stadt verpassen?
Ein ernstes Thema, aber es ist wichtig: Das Toul Seleng Genozid Museum. Das Gebäude war 1975–1979 ein Konzentrationslager, man erfährt dort viel über die Verbrechen der Khmer. Zurück ins heute: die Märkte der Stadt, besonders die großen, sollte man sich unbedingt ansehen. Hier schlägt das kapitalistische Herz der Stadt. Es ist faszinierend, durch das Menschengewirr zu laufen, das die kambodschanische Gesellschaft gewissermaßen im Kleinformat widerspiegelt.
Ihr Lieblings-Restaurant oder -Club in Phnom Penh?
Das „Shisha Guest House“ ist ein echter Geheim-Tipp, für 3 Dollar bekommt ein Essen, unter dem sich der Tisch biegt und das sehr gut schmeckt! (Zwischen Riverside und Phsar Cha.)
In dem Club „Heart of darkness“ (#26, Street 51) ist am meisten los. Man trifft dort nicht nur Weiße, sondern auch viele Kambodschaner. Die Filmszenen, die dort spielen, wurden allerdings an einem anderen Ort gedreht. Das „Panntoon“ ist stylisher, man hört dort viel Housemusik und sieht viel Touristen. (Tonlé Sap river, Ph 108, Central Phnom Penh)
Im Film haben Sie gegrillte Spinnen gegesssen. Wo gibt’s denn so etwas?
Z. B. vor dem Königspalast. Dort bieten Garküchen an der Straße gegrillte Spinnen, frittierte Heuschrecken oder Schlangen an. Wer sich überwinden kann ...
In welches Fettnäpfchen sollten Kambodscha-Touristen nicht treten?
Es gelten die gleichen Regeln wie für Thailand. Man sollte immer freundlich bleiben, wenn man den Menschen unfreundlich begegnet, kann die Situation leicht kippen. Außerdem: Die nonverbale Kommunikation ist viele wichtiger als bei uns. Blicke oder Körperhaltung werden sehr schnell wahrgenommen.
Info
Das Buch, dessen Geschichte dem Film zugrunde liegt, ist im Fischer Verlag erschienen:
„Wohin Du auch gehst – Die Geschichte einer fast unmöglichen Liebe“, 10 Euro
Während seines Urlaubs in Kambodscha trifft der 23-jährige Autor auf Sreykeo - eine Frau, die ihren Körper verkauft, um finanziell über die Runden zu kommen. Sie verlieben sich ineinander. Als er erfährt, dass sie HIV hat, muss er sich entscheiden: für oder gegen ein Leben mit Sreykeo. Ungeschönt wird die wahre Geschichte zweier junger Menschen erzählt, die sich Tag für Tag dem Kampf des (Über-)Lebens stellen – und damit ihre Liebe beweisen.
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