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Gaddafis Willkürregime geht nach 42 Jahren Herrschaft in einem blutigen Machtkampf unter. Lange herrschte trügerische Ruhe, die wir im Frühjahr 2007 genutzt hatten, um uns umzusehen zwischen plumper Propaganda, peinlichem Personenkult buntem Treiben in Libyens Hauptstadt Tripolis und den antiken Ruinen von Sebratha und Leptis Magna.
Mustafa Ali lässt das Schiffchen hin- und herflitzen. Um seinen Webstuhl liegen Seidenspulen, Silberspindeln und Ballen feinstes Tuch. "Wallahi", streicht er sich über den grauen Stoppelbart, "meine Familie webt schon immer Seidenstoffe. Egal, ob die Paschas der Osmanen, die Italiener oder der König in der Zitadelle saßen. Oder der Führer. Egal! Wir weben. Was sonst?" Dann fliegt in dem kleinen Laden im Suq al-Harir wieder das Schiffchen hin und her, klackt rhythmisch der abgegriffene Webkamm. Mustafa Alis kleines Reich (Foto oben) am Rand von Tripolis' Medina ist friedlich.
Keine 300 Meter weiter führt 'Abaya Regie. Es dampft und brodelt in großen Töpfen. 'Abaya eilt hin und her, erteilt Befehle und kostet die Gerichte. In seinem kleinen Lokal geht es bacchantisch-drangvoll zu. Kein Wunder, serviert 'Abaya doch beste tripolitanische Küche: würzige Fischsuppe, delikaten Calamares-Salat, Oktopus-Eintopf. Alles scharf, heiß und superfrisch vom Fischmarkt.
Der liegt fast um die Ecke: Dort drapiert Fischer Mahmud seine Seeteufel auf dem Eis: "Der ist besser als Viagra, weil er sich nur von Gambari ernährt! Das ist gut für... na, du weißt schon", reckt er die Faust in die Luft und lacht. An den Ständen liegen frischer Hummer, Langusten, Steinbeißer und geschächtete Haie in allen Größen. Vor dem "'Abaya" drängen sich bis in den Nachmittag die Hungrigen in der Gasse Suq at-Turk. Drinnen geht es unverändert zackzack: Salat, Suppe, Vorspeise, Hauptgericht, dazu ein alkoholfreies Bier - Gaddafi hat seinen Untertanen schon vor langer Zeit mit Verweis auf den Koran Abstinenz verordnet. Alternative ist das lokale Gebräu "Bittr", das vom Geschmack her an Red Bull erinnert. Die Rechnung, Tisch abgewischt. "Danke. Famânallah! Besucht uns wieder! Der Nächste, bitte!"
Das Auswärtige Amt schreibt auf seiner Website: "Bei den Unruhen der letzten Tage in Libyen ist es zu heftigen Zusammenstößen zwischen Sicherheitskräften und Demonstranten gekommen. Dabei sollen nach Berichten von Menschenrechtlern und Oppositionellen hunderte von Menschen umgekommen sein. Außenminister Westerwelle verurteilte die Gewalt aufs Schärfste. Das Auswärtige Amt warnt vor Reisen nach Libyen. Mit Sondermaschinen werden weiter deutsche und europäische Staatsangehörige aus Libyen ausgeflogen."
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rüdiger (nicht überprüft) sagte vor 2 Jahre 47 Wochen:
So ein Bullshit, auch noch Werbung für diesen Bekloppten und Berlusconiversteher zu machen - f*** Gaddafi, aber thumps up for the libyans!
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nurmalso sagte vor 4 Jahre 14 Wochen:
wer hätte gedacht, dass im reich von sarkozys freund noch so viel antike zeug rumsteht? demnächst kommen wohl noch ein paar atomreaktoren dazu, dann kann muammar noch mehr hinter seinen doofen sonnenbrillen lächeln! der spinnt doch komplett. und sein sohnemann macht münchen verrückt mit superlautenlamborghinis und ferraris. die revoluzzer sind schlimmer als die windsors
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