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Full-Moon-Robinsonade
Unsere Leser Isabelle und Rolf haben die erste Nacht auf der einsamen Miniinsel Nibiliga hinter sich. Wir sind gespannt, wie es Ihnen ergangen ist. Wie war die Nacht? Gab es Besuch - von Riesenkrabben auf der Suche nach Essbarem oder Fischern, die sich über die Gestrandeten wunderten? Was haben die beiden zum Essen gezaubert? Um 15 Uhr Ortszeit haben wir sie besucht.
Soneva Fushi. Samstag. 9 Uhr morgens | Es war eine traumhafte Nacht. Mit gegrilltem Fisch, leichtem Weißwein, maledivischer Live-Musik unter Palmen. Die Trommeln schlugen im Takt unseres Pulses. Der Vollmond hüllte das gesamte Atoll in milchigweißes Licht. Es ging ein spürbarer Wind, der die schwüle Hitze des Tages von der Insel blies und die Haut streichelte.
Den Soundtrack für die "Full Moon Viewing"-Session am Strand lieferte nicht der iPod, sondern der iNdik. Im schnellen Beat warf der Ozean seine Wellen über die Kante des Riffs an den Strand, während über unseren Köpfen riesige Flughunde durch die Nacht schossen.
Die Frage ist, ob es auf dem kleinen Nibiliga ebenso friedlich und entspannend zuging. Rolf und Isabelle haben uns am frühen Abend eine SMS geschickt: "Wine Bottles found". Das heißt zumindest, dass sie nicht auf dem Trockenem gesessen sind. Eine spätere SMS schwärmte kurz: "It's a paradise".
Was die beiden noch nicht wissen: Nach ihrer Rückkehr in den Schoß der Zivilsation gibt es noch eine tolle Überraschung. Man hat uns für den Sonntag Plätze beim Barolo-Dinner mit der Winzerin Elisa Scavino vom bekannten Piemonteser Weingut Paolo Scavino reserviert: Da warten dann Leckereien wie Tenderloin mit einem Barbera d'Alba Carati oder Agnus Beef mit einem 2005er Barolo Bric del Fiasc auf Mr. und Mrs. Robinson - und genügend Vino.
Baa Atoll. Samstag, 15.20 Uhr Ortszeit | Das Schnellboot rast auf Nibiliga zu, mit einer gewaltigen Heckwelle als Schleppe. Mit harten Schlägen tanzt es über die Wellen. Am Horizont nach ca. 15 km ein dünner weißer Streifen. Nibiliga.
Als das Dröhnen der Motoren unüberhörbar wird, regt sich was am Strand... Und dann stehen Rolf und Isabelle im superschicken Pflanzenlendenschurz vor uns, Isabelle trägt ein Neckless aus Grün. Ich bin sprachlos und will wissen, wie lang sie gebastelt haben: "Eine Stunde sind wir schon daran gesessen. Mehr Mühe macht der Bau des Dusch-Galgens, die angeschwemmten Latten halten dem 30-Liter-Kanister nicht stand" Rolf muss noch etwas tüfteln, aber den Schweiß ist es sicher wert.
Wie die Nacht gewesen sei, will ich wissen. "Stürmisch, der Wind hat mitten in der Nacht die Stoffverkleidung an der Seite abgerissen, da sind wir schon ganz schön erschrocken. Und jedesmal, wenn wir auf die Toilette wollten, mussten wir über die vielen Krabben steigen, die sich unter unserem Bett tummelten."
Ansonsten sei es ein Traum gewesen, schwärmt Isabelle, mit Vollmond, zwei Flaschen Wein zum selbstgekochten Insel-Dinner mit gegrilltem Fisch, Reis und Gemüseeintopf, als Vorspeise gab es Salat mit Kräuter. "Nun ja", meint Rolf, "wir hatten zwar viel Salat, aber keinen Essig und kein Öl."
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Dafür gab es - nachdem das Wasser mühsam über Kohlen zum Kochen gebracht worden war, zum Frühstück echten Kaffee, "dazu Melone, Papaya und diese herrlichen kleinen Bananen!", so Isabelle.
Ob Fremde vorbeigekommen seien, Segler oder Einheimische, wollen wir wissen. Ja, Rocket, der Haus- und Hoffischer vom Soneva Fushi habe Ihnen einen Schwung Fische dagelassen. Noch grübeln die Beiden über die passende Rezeptur.
"Langweilig wurde es uns nicht," so Rolf. "Erst rannten wir bei der Gluthitze über die Insel auf der Suche nach der Flaschenpost und den dort angekündigten "useful sticks". Es habe aber eine Weile gedauert, bis sie die Weinflaschen am Steilabbruch des Riffs entdeckten.
Das mache aber nichts, so Isabelle, denn die Unterwasserwelt vor der Insel sei großartig, über eineinhalb Stunden schorchelten sie um Nibiliga.
Unheimlich oder einsam sei es nie gewesen, auch nicht zu heiß dank des nachmittags einsetzenden Starkwinds.
Nach 20 Minuten hauen wir wieder ab - ganz klar, die Beiden wollen die einsame Zweisamkeit möglichst lang genießen. Denn morgen heißt es schön "Tschüs, Nibiliga", dann müssen Isabelle und Rolf zurück nach Soneva Fushi. Na ja, wirklich bedauernswert ist das nicht.
Nachtrag: Die Petroleumlampen können auch in dieser Nacht, also vom Samtag auf Sonntag, ausbleiben. Der Mond war diese Nacht der Erde so nah wie seit 17 Jahren nicht mehr. Er wirkt deshalb nicht nur deutlich größer, sondern auch viel heller als sonst.
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Lauluk sagte vor 1 Jahr 9 Wochen:
Das hört sich wirklich traumhaft an ... werde gleich mal den nächsten Block lesen....
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gabriele_wieser sagte vor 1 Jahr 9 Wochen:
Also da packt einen schönen der Neid, einfach mal nur Ruhe haben und sich um das Wesentlich kümmern.
Ich will aaauuuchhhh
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Igelchen sagte vor 1 Jahr 9 Wochen:
Aber ich krieg den Inselkoller - weil ich auch da hin will!
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mayerulrich sagte vor 1 Jahr 9 Wochen:
Der Mond ist bei uns in München auch rund, riesig und ziemlich nah. Aber sonst scheint es hier ganz anders zu sein als auf Nibiliga: Wir haben keinen Wind, keinen Sand, keine Krabben beim Aufstehen, aber dafür eine gekachelte Dusche. Und doch: Irgendwie wäre ich lieber auf der Insel und würde Wein suchen gehen und schnorcheln. Und meine Ruhe haben. Klingt alles ziemlich spannend und paradisisch! NEID!!!!!
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peter_pfaender sagte vor 1 Jahr 9 Wochen:
Danke, nein, hier kollert keiner - nur kullern ist angesagt, bei diesem tollen Essen.
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Rosario sagte vor 1 Jahr 9 Wochen:
Hört sich ja traumhaft an – ein wirklich außergewöhnliches Abenteuer. Sieht nicht so aus, als ob da der Inselkoller eine Chance hätte. Weiterhin viel Spaß und süße Bananen!
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