
Autor:
Helmut Kuhn
Weitere Reportagen
Wie wäre es mit ... Reethi Rah? Natürlich edel
Trauminseln deluxe Luxus ohne Grenzen
Reisetipp Malediven Rock am Riff!
Trend-Check 2010: neue Malediven-Resorts Der Luxus der Barfüßigkeit
InsiderTipps
Ein Reisebericht ohne Nebenwirkungen - bis auf Sonnenbrand. Die Malediven bestehen aus reinstem Korallenkalk. 1.196 Inseln reihen sich wie schimmernde Perlenketten um den Äquator.
Sie sind gewachsen auf gewaltigen Korallenpilzen, durchzogen von türkisfarbenen Lagunen und tiefblauen Kanälen. Das Außenriff der Atolle verteidigt die gerade zwei Meter über null liegenden Inseln gegen das Wüten der Brandung. Nicht einmal 200 Inseln sind bewohnt und nur wenige davon sind fetter als ein Berliner Häuserblock. Hinzu kommt eine Unzahl verschiedener Sandbänke. Thilas, Giris und Farus, die Schrecken der Seefahrer. Sie kommen und gehen wie Gezeiten. Aus der Luft sieht das Ganze aus, als habe die See einen jadefarbenen Pockenbefall.
Bandos Island liegt im zentralen Atoll unweit von Male. Stets stockt ein dichter Stau aus Speedbooten, Tankern, Traumschiffen und vorsintflutlichen Dhonis um das winzige Haupteiland. Signalhörner hupen wie Yellow Cabs am New Yorker Times Square. Die Familieninsel ist das zweitälteste von fast 100 Resorts. Seit Bandos Island 1971 eröffnete, haben die Malediver viel dazugelernt. "Früher kippten wir Abfälle ins Meer. Heute haben wir eine Verbrennungs- und eine Kläranlage", sagt Manager Amir Ibrahim, 31.
Die Insel ist eine Kleinststadt auf Kalksand: Kraftwerk, Schreinerei und eine Entsalzungsanlage für 180 Tonnen Wasser Tagesbedarf verbergen sich in ihrem grünen Inneren. Eigentümer ist Mr. Deen, ein Günstling der ersten Stunde, der auf Bandos einen Sieben-Zimmer-Bungalow bewohnt. Ganz im muslimischen Gegenzug sponsert er dafür auf Bandos und benachbarten Einheimischen-Inseln vier Schulen, mehrere Stipendien und zwölf Kinder.
Im Prinzip versucht auf den Malediven eine nie gewählte Regierung, Einheimische und Touristen getrennt zu halten. Das gelingt nur bedingt. Viele Malediver arbeiten in den Resorts, den wichtigsten Einnahmequellen. Auch wenn es niemand hören will: Dort trinken sie Alkohol und schauen Dumpfformate wie "Girlcamp" auf Sat1. Väter, Mütter und lustige Singles tanzen in der winddurchwehten Disko in den Morgen. "Wir sind nicht länger unter uns", klagt der Schriftsteller Madulu Waheed in der Hauptstadt, "die Familienstruktur, das alte System, zerbricht langsam."
ReiseBuchung
Reisewetter aktuell
Das aktuelle Reisewetterfür Ihr Reiseziel
Reisebücher
-

Die Zukunft der Jurte
mehr Infos -

Das Kochbuch des Kannibalen
mehr Infos -

Tee
mehr Infos -

Das koloniale Indien
mehr Infos -

Die besten Single-Reisen
mehr Infos -

Das Vermächtnis des Dalai Lama
mehr Infos

Kommentar hinzufügen